Ein musikalischer Abend der Einfalt und Ungerechtigkeit!

Wo sind bloß die ganzen Expert_*Innen für Gleichstellung, Gender und gegen Rassismus! Nie da, wenn man sie braucht! Zum Beispiel heute beim Abschlusskonzert einer Musikschule im Bayerischen Wald. Schon am Anfang wehte der Geist von Martha G. durch den Saal, als ein Blockflöten-Oktett auftrat; nur Mädchen mit langen blonden Haaren, mit teilweise akkurat geflochtenen Zöpfen, knielangen Röcken mit Schürze.

Bestürzender weise auch die zwei einzigen Geigen in gleicher rückwärtsgewandter Tracht.

Auch die neun Querflöten und fünf klassischen Gitarren, alle weiblich aber nicht mit progressivem Kurzhaarschnitt.

Auch bei den anderen Instrumenten deutliche Instrumentenapartheid: Elektrogitarren und Akustikgitarre nur junge weiße Burschen, ebenso das Schlagzeug.

Keine junge Frau mit Migrationshintergrund bei den Steirischen und Quetschen, sogar die zwei Klarinetten waren von deutschen Burschen okkupiert. Einer sogar in Lederhose!

Bei den Klaviersolisten erreichte das weibliche Geschlecht wenigstens Gleichstand, wurde ansonsten zur Begleitung anderer Instrumente degradiert.

Deutsche Inzucht bei Musikanten und Publikum! Einfalt statt Diversität. Keine Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion. Keine multikulturelle musikalische Bereicherung mit Rasterzöpfen und osmanischen Rappern. Nicht mal zu einem politischen Zeichen gegen Rechts hat es gereicht!

Da kann man nur konstatieren:

Schön war’s!

 

Bild: https://www.google.de/search?q=martha+göbbels+kinder&client=opera&hs=gHx&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjjlaHIg_jUAhUn0YMKHdP4CykQ_AUIBigB&biw=1093&bih=528#tbm=isch&q=jungm%C3%A4del&imgrc=8VGJ5gFlueHBMM: