Wo der Spaß aufhört.

Obwohl mein Fernsehkonsum gegen Null geht, habe ich gestern zufällig einen Beitrag bei Verstehen Sie Spaß gesehen. Eine Geschäftsfrau schickt einen Angestellten wegen Vogelkacke auf der schwarzen Limousine in eine Waschanlage. Dort verschwindet der Wagen hinter einem Rolltor, wird ausgetauscht und es erscheint ein weißes Auto, gleiches Fabrikat, gleiches Nummernschild. Als das Rolltor beim ersten Opfer nach oben geht und der nun weiße Wagen erscheint, greift der Mann zum Handy, um nachzufragen, ob er hier wohl verarscht würde. Also sofort aufgeflogen das Ganze.

Das zweite Opfer, eine Frau mittleren Alters, geht ungerührt zum Auto und setzt sich hinein. Vom Angestellten der Waschstraße muss sie beinahe hingeschoben werden, ob ihr denn nichts auffiele. Doch die Dame hatte gar nicht registriert, welche Farbe der Wagen vorher hatte und wäre ohne Zögern mit dem Ersatzwagen weggefahren, was man natürlich irgendwie verhindern musste.

Das dritte Opfer war eine Frau im schwarzen Mini Anfang zwanzig. Nachdem das nun weiße Auto sichtbar wurde, war sie völlig bestürzt, doch zum Glück kam der Angestellte, später der vermeintliche Chef, und klärten die Frau auf wie man das Missgeschick rückgängig machen könnte. Irgendwie mit Heißwachs, das die schwarze Farbe wieder aus den Poren des Metalls drückt. Leider war das Auto dann zu einem kleineren Wagen eingelaufen. Wieder Bestürzung bei der Frau. Doch Hilfe naht: Eine Art Viagra in den Tank und das Auto erreicht seine ursprüngliche Größe. Während des Vorgangs in der Waschstraße textete man die Frau mit Theorien über Dematerialisierung zu.

Als das Auto nun endgültig verschwunden war und nur noch die Handtasche in der Mitte stand, lief sie klagend im Kreis: „Ich will doch nur mein Auto wieder zurück!“ Danach wurde aufgelöst und alle lachten.

Eigentlich ist mir das Lachen schon viel eher vergangen. Da stehen Frauen in schicken Klamotten, die sie wichtig erscheinen lassen, nehmen auf der einen Seite nicht mal wahr, wenn sich die Farbe des Autos ändern, und lassen sich auf der anderen Seite völligen physikalischen Blödsinn aufbinden. Man muss dann schon fragen: Wie nehmen diese Frauen ihre Umwelt wahr bzw. nehmen sie relevante Dinge überhaupt wahr? Welche Schule muss man besucht haben, wenn man als Erwachsener noch das naive Weltbild eines Dreijährigen hat, der noch hinter den Fernseher schaut, wohin denn das Einhorn verschwunden wäre?

Was geschieht in einem Hirn, das eher die Naturgesetze außer Kraft setzt, um eine „logische“ Erklärung zu finden, bzw. zu glauben, als irgendwie anzunehmen, dass man einer Täuschung erlegen wäre?

Hätte man statt dieser Frauen ein Opfer genommen, dem seine Grenzdebilität schon ins Gesicht geschrieben steht, dann hätten sich die Zuschauer beschwert, dass man sich auf Kosten von geistig Schwächeren lustig machte.

So aber bietet sich eine Erklärung, warum uns Medien täglich Dinge verkaufen können, die jeder eigenen Erfahrung und Logik widersprechen. Man kann sogar Schlauchboote mit ganzen Horden junger Schwarzer zeigen, deren Verhalten und Gesichtsausdruck nicht unbedingt den Erwartungen an die Intelligentia entsprechen, und trotzdem behaupten, es wäre ein Boot voller Chemielaboranten, Atomphysiker und Informatiker.

Man kennt Bilder vom Elend von Flucht und Vertreibung, findet es aber völlig unproblematisch, wenn dann gut genährte Schwarze in Designerklamotten und mit Smartphone aus den Booten steigen, die man später dann „traumatisiert“ in Rasterzöpfen mit Kopfhörern durch die Straßen ziehen sieht. Und es kommen trotzdem keine Zweifel auf.

Wenn schon diese Klientel, die augenscheinlich einen nicht unwichtigen Job hat, auf einem Ponyhof zu leben scheint, dann wundert es nicht, wenn man in den Medien schon ganz dick auftragen kann, ohne sich lächerlich zu machen.

Da wird dann davor gewarnt, dass durch den Menschen gemachten Klimawandel wir alle verbrennen werden, wenn wir nicht massenweise Windräder aufstellen. Da können Kohle- und Atomkraftwerke abgestellt werden, weil der Strom ja ohnehin aus der Steckdose kommt. Alles logisch und völlig unproblematisch.

Man stelle sich vor, alle ausgebildeten Piloten oder Ärzte hätten den gleichen Horizont wie alle, die etwas „mit Menschen“ oder was „mit Medien“ studiert haben. Umso schlimmer, wenn genau dieses akademische Prekariat uns die technische und politische Welt erklären will, während sich seine eigene Welt im Rahmen eines Barbie-Puppenhauses zwischen Schminkzimmer und rosa Pony bewegt.

 

Bild: Screenshot bearbeitet