Genderkompetent am Biertisch

In Deutschland gibt es über 100 Lehrstühle für Gender-Studies, deren Grundlage die Ikone Judy Butler ist. Diese behauptete über die Festlegung unseres Geschlechtes:

Das Geschlecht wird durch den Sprechakt der Hebamme festgelegt.

Dieses Zitat ist einem Video des Biologieprofessors Ulrich Kutschera entnommen, der über die Entstehung des biologischen Geschlechts referiert und wie Homosexualität erklärbar sei. Mehr als einleuchtend. Vereinfacht gesagt wird der weibliche Fötus durch das Y-Chromosom nach der 6. Schwangerschaftswoche in Richtung Männlichkeit getrieben; deshalb auch die Brustwarzen beim Mann. Verläuft alles nach Plan, so wird der ganze Körper einschließlich der Vernetzung im Gehirn nach und nach auf Männlich getrimmt. Wird das Gehirn durch eine Fehlfunktion bei der Entwicklung nicht betroffen, so denkt der „Mann“ (weil Penis) wie eine Frau; fühlt sich also zu Männern hingezogen. Übrigens sind Männer von Frauen genetisch so weit voneinander entfernt wie der Mensch vom Schimpansen. Männer sind nur dazu da, die genetische Variation bei der Frau zu erhöhen. Nebenbei bietet der Vortrag viele Einsichten über Bi-und Transsexualität und wie beide biologisch zu erklären sind. Natürlich hält Kutschera die Ansichten der Gender-Studies für Humbug.

Heute war ich mit meinem 15-jährigen Sohn bei unserer Kirchweih; heller Kopf, bringt immer absichtlich das um fünf Ecken gedachte Gegenargument, um mich zu ärgern.

Wir am Biertisch, ich, schon ein paar Bier, erzählte ihm von Kutscheras Vortrag und Judy Butlers Behauptung, dass das Geschlecht durch den Sprechakt der Hebamme festgelegt würde.

Seine Antwort war, dass dies der Beweis dafür wäre, dass Säuglinge ursprünglich alle Sprachen beherrschen und somit den jeweiligen Satz der Hebamme verstehen, welchem Geschlechts sie sein sollten.

Ich sagte, dass das einleuchtet, weil ja grobgesagt und erwiesenermaßen alle festgelegten Fähigkeiten mit der Entwicklung des Kindes verloren gehen, wenn Sie nicht entsprechend gefördert werden. So spricht das Kind später auch nur die Sprachen wie ein Muttersprachler, mit denen es aufwächst. (bilingual, trilingual, usw.) Die anderen gehen verloren. (Ist Blödsinn. Trifft natürlich in Wirklichkeit auf die Sprache des Kindes nicht zu)

Da gibt es jetzt hunderte Genderlehrstühle und alle berufen sich auf Judy Butler, dass das Geschlecht durch den Sprechakt der Hebamme bestimmt würde, und niemand schafft es den einen Widerspruch zur Kenntnis zu nehmen oder gar aufzulösen: Wie versteht das Neugeborene die Hebamme? Augenfällig hat sich diese Frage für die „Genderforscher“ gar nicht gestellt, sonst wäre die Begründung, die mein Sohn dafür geliefert hat, schon Konsens; auch wenn das biologischer Schwachsinn ist.

Darum möchte ich mir die Urheberechte für diese bahnbrechende Erkenntnis sichern und sie „nativlingual“ nennen.

Ich bin da mal so überheblich. Will mal annehmen, dass nicht schon eine Gendertussi Butlers These damit untermauert und dann veröffentlicht hat. Und wenn, dann gilt meine Kritik den Genderkritikern, die das übersehen und nicht entsprechend wissenschaftlich zerpflückt haben. Sonst stehe ich da, als würde ich denen noch die Argumente liefern.

Ja ich weiß. Der Sprechakt der Hebamme beeinflusst ja nur das soziale Umfeld und nicht das Kind. Aber in der wolkigen Argumentationslinie der Gender-Studies wird sich doch eine Studentin finden, die diesen Blödsinn gewinnbringend in einer Abschlussarbeit verbraten kann ohne groß anzuecken.