Und wieder träumt man den Sozialismus

Seit Kindheit ging ich sicher davon aus, dass diejenigen, die ein Land führen, sich intellektuell und charakterlich von den anderen abheben und sich für dieses Amt auszeichnen. Womöglich habe ich auch zu viele Märchen mit Königen und Rittern gelesen.

Weil es in diesem Amt immer darum geht Probleme zu lösen, war mir klar, dass man am Gymnasium unzählige Erörterungen schreiben musste, um das Für und Wider eines Problems auszuloten.

Mit Abitur vor 30 Jahren stelle ich fest, dass mein Sohn dort nun Probleme erörtert, deren Für und Wider offensichtlich ist, während man damals eine Art Gedankenexperiment versuchen musste.

Heute scheinen Abgeordnete und Minister nicht mehr dazu in der Lage zu sein, denn sie sind inzwischen weitgehend unfähig, abschätzen zu können wie der Normalbürger reagiert, um ein Gesetz legal oder halblegal zu umgehen. Daran ist die FDP sogar an der letzten Bundestagswahl gescheitert. Es war irgendein Gesetz über Hotels; der Inhalt ist hier egal. Denn jedes Mal wenn ich mit einem Freund, der selbstständig ist, zum Vergnügen zu einem Laufevent fuhr, hatte er verschiedene Kreditkarten dabei, um Frühstück und Übernachtung steuerlich passend abzurechnen. Das tat er auch im normalen Arbeitsbetrieb. Soviel dazu.

Inzwischen scheinen Träumer und Utopisten die Gesetze zu machen, weil sie sich von der Normalbevölkerung so weit entfernt haben, dass sie deren Reaktion nicht mal in Ansätzen im Gedankenexperiment nachvollziehen können. All die Neubürger sind ja darin schon Vollprofis, dieses System auszuhebeln: Pass wegwerfen, einen auf Schwachkopf machen, ignorieren, mehrere Identitäten annehmen oder sich dumm stellen…

Schon, dass Politiker dafür bezahlt werden, den Traum von der Energiewende und dem Elektroauto zu Ende zu denken und in Gesetze zu gießen, zeugt von einer gewissen Beschränktheit deren Auswirkungen auch vorherzusehen. Dass jedes Jahr mehrere Tage praktisch weder Wind- noch Solarstrom ins Netz kommt, wird völlig ausgeblendet. Auf tychis-einblicke wird erklärt wie man sich die Zukunft vorstellt: Den Primärenergiebadarf auf die Hälfte begrenzen; sozusagen eine festgelegte Zuteilung von Energie. Wer den Artikel liest und noch die Bargeldabschaffung mit einbezieht, der merkt, dass wohl die Bildungsmisere vor allem in die Politik durchgeschlagen hat.

Springen wir schon zum erwünschten Ende dieser Utopisten. Identitätskarte, wo unsere Einkäufe gespeichert sind, unsere Arztbesuche und unser Lebenswandel, was man beides sanktionieren kann, dazu begrenzte Energie für Auto und Wohnen.

Einer bekommt von einer Friseuse einen nicht offiziell abgerechneten Haarschnitt und dieser kauft entsprechend eine Flasche Schnaps, die sie entsprechend dann wieder gegen Strom für eine größere Reichweite für ihr E-Auto tauscht. Ich denke, dass nach ähnlichem Muster dann vor allem häuslich lebende Rentner mit eigenem Gemüsegarten und handwerklichen Kenntnissen besonders davon profitieren, aber auch alle die von der Durchschnittsnorm abweichen: Essen keine Schokolade, kein Schweinefleisch, rauche nicht oder trinke keinen Alkohol, sind wenig reisefreudig. Nur der gewünschte marxistische Durchschnittsmensch ist angeschissen.

Man mag in diesem Umfeld gar nicht glauben wie viel „Ausschuss“ in den Betrieben plötzlich produziert wird oder wie sich ein Verwaltungsvorgang plötzlich beschleunigt. Kaufender Strohmann wird ein nachgefragter „Beruf“. Wer schlau genug ist, organisiert die Strohmänner so, dass sich Anbieter und Kunden auch entsprechend finden, und verdient daran; womöglich werden Alkohol und Zigaretten wieder die Währung auf diesem Schwarzmarkt.

Im Gegensatz zu den Nachkriegszeiten könnten Bürger, die sich vertrauen, auch eine „Einlage“ in Gold- und Silbermünzen (Silber lässt sich dazu noch schwer verbieten) bilden, auf die man entsprechend auf Pump anschreiben kann, um den eigentlichen Tausch in die Zukunft zu schieben.

Die staatliche Kontrolle wird so aufgebläht werden müssen, das zu unterbinden, dass dieser „Tauschhandel“ auch bis in die Kontrollbehörden durchdringen wird. Denn die garantierte „Anonymität“ für einen Bürger, um seine Geschäfte abzuwickeln, ist dann ebenfalls ein hohes handelbares Gut.

Ich denke, dass auch andere Ereignisse ähnliche Szenarien produzieren werden: die angedachte gewaltsame Übernahme deutscher Städte durch den eingesickerten IS, eine brachiale Finanzkrise, eine Naturkatastrophe oder auch die schleichende und planmäßige Zerstörung des freien Marktes durch die EU-Sozialisten.

Eine Prognose kann man aber wagen: All die nutzlosen Medienfuzzis, Extremismusexperten, Genderforscher und anderes „Gschweal“* werden durch so ein Szenario schnell an ihre Grenzen kommen.

Womit wollen die handeln? Nachrichten? Deren „Nachrichten“ sind doch heute schon wertlos und müssen zwangsfinanziert werden. Mit einer Warnung vor Rechts? Die werden froh sein, dann einen von denen zu kennen. Gendergerechte Sprache? Die war dann lange genug überflüssig und kann dann echt weg.

Vielleicht muss wirklich alles erst schlechter werden, damit alles besser wird. Und wer Angst davor hat, stirbt dann ohnehin als erster.

 

*Gschweal (bayerisch) = ursprünglich Geschwirre z.B. Fliegen

Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Zigarettenwährung#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-R79014,_Schwarzmarkt,_Jugendliche_handeln_mit_Zigaretten.jpg