Auf der Suche nach dem Klimawandel

Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts verfolgt uns das Wort von der „Klimakatastrophe“. Es begann mit der Spiegeltitelseite, auf dem der Kölner Dom bildlich bis zum Hals im Wasser versunken war. Globale Erwärmung, Menschen gemachter Klimawandel und CO2-Ausstoß sind seitdem unser täglicher Begleiter. Wer sich irgendwann selbst schlau machen will, weil er die These untermauern oder widerlegen will, der findet im Internet dazu etwa 6 Millionen Treffer. Normalerweise geht man auf Wikipedia um sich einen Überblick zu verschaffen. Es geht mir dabei nicht darum, allein Fakten anzuhäufen; das ist nur ein willkommener Nebeneffekt, sondern es geht mir wie ich zeigen will um eine Art „Metadaten, die Fragen aufwerfen, die wesentlich interessanter sind als die Fakten.

Überfliegt man den Artikel Klimawandel auf Wikipedia, so fällt auf, dass mit Sonne, Vulkanausbrüche und Meeresströme mit ihren Veränderungen als natürliche Faktoren den menschlichen Faktor kräftemäßig weit in den Schatten stellen. Der Mensch ist nicht im Ansatz in der Lage diese Faktoren zu beeinflussen. Das kann man aber mal zurückstellen. Am Ende wird auf 13 Zeilen auf den menschlichen Einfluss ein. Dort heißt es:

„Der IPCC schreibt in seinem 2013 erschienenen fünften Sachstandsbericht, es sei extrem wahrscheinlich, dass die beobachtete Erwärmung zu mehr als 50 % vom Menschen verursacht wird. Da der direkt wärmende Effekt der Treibhausgase nur ca. ein Drittel der erwarteten Erwärmung ausmacht und der größte Teil eine Folge nicht genau quantifizierbarer Rückkopplungsvorgänge ist, ist das Ausmaß der erwarteten Erwärmung Teil der Kontroverse um die globale Erwärmung.“

Es ist verwunderlich, dass der IPCC (er wir uns noch beschäftigen) zwar schreibt, dass es „extrem wahrscheinlich“ ist, dass der Einfluss des Menschen über 50% beträgt. Bis zu welchem Prozentsatz ist der Einfluss gesichert nachweisbar? Welchen Einfluss hat der Mensch genau? Zum Glück ist auf den Hauptartikel „globale Erwärmung“ verwiesen. Aber man sollte sich nicht gleich wieder mit Informationen aus zweiter Hand begnügen. Deutschland als Vorreiter für Maßnahmen gegen den Klimawandel und Land der Forscher und der Wissenschaft, dürfte sich dann wohl wissenschaftlich mit den Ursachen beschäftigen und entsprechende Daten zu Verfügung stellen. Wer jetzt nach „Klimaforschung“ sucht, wird gefragt, ob man nicht „Klimafolgeforschung“ meinte. Das interessiert mich jedoch nicht. Ich wähle deshalb das „Institut für Meteorologie und Klimaforschung“. Das Institut beschäftigt sich laut Programm mit dem zunehmenden Einfluss des Menschen auf das Klima, doch weder unter den laufenden noch unter den abgeschlossenen Projekten findet sich eines, das sich mit dem Menschen gemachten CO2-Ausstoß als Ursache für die „globale Erwärmung“ beschäftigt.

Der Artikel „globale Erwärmung“ bestätigt natürlich den Einfluss des Menschen gemachten CO2-Ausstoßes. Eigentlich müsste es ja „als Ursache“ heißen, denn „Einfluss“ allein sagt nichts darüber aus wie groß dieser wirklich ist. Aber das ist hier nicht so wichtig, sondern eher die Quellen, die das bestätigen. Eine führt zum einem Artikel in der Zeitschrift NATURE. Dort heißt es als Resümee:

 These results confirm theoretical predictions of the atmospheric greenhouse effect due to anthropogenic emissions, and provide empirical evidence of how rising CO2 levels, mediated by temporal variations due to photosynthesis and respiration, are affecting the surface energy balance.

Hier steht nichts von Menschen gemachter „globaler Erwärmung“, sondern, dass die erhöhte CO2-Konzentration durch „zeitliche Schwankungen der Photosynthese und Atmung vermittelt wird“. Bei dem Wort Photosynthese dürfte einen in Erinnerung kommen, dass man Kohlendioxid mitnichten als Schadstoff oder gar Giftstoff in der Natur betrachten sollte. Er ist lebensnotwendiger Baustein des Stoffwechsels bei Pflanzen. dabei ist die Kohlendioxidkapazität der Pflanzen noch nicht einmal zu 100% erschöpft. Man macht sich das beim künstlichen Begasen von Pflanzen zu Nutze. Die CO2-Konzentration der Luft beträgt 0,038%. Das ist suboptimal, denn die Pflanzen in unseren Breiten sind an eine Konzentration von 0,1% angepasst, also dem 2,5-fachen. Dass die Luft den menschlichen Eintrag abpuffert, erkennt man daran, dass seit 1850 zwar der menschliche CO2-Eintrag von 2 auf 35 Milliarden Tonnen pro Jahr zugenommen hat, die Konzentration in der Luft aber nicht zugenommen hat. Espe, Birke und Ahorn wachsen nachweislich zu 100% besser. Nun müsste dieser Effekt auch anhand von mehr Biomasse festzustellen sein. Und das ist er auch. In den letzten 33 Jahren hat die weltweite Grünfläche um die Doppelte Fläche der USA zugenommen, das sind 18 Millionen Quadratkilometer. 70% entfallen dabei auf die Düngung durch CO2. Bemerkenswert ist es, dass dies bei der „Klimafolgeforschung“ keine Rolle spielt. Man deutet die Trockenheit in den ostdeutschen Gebieten regelmäßig als Folge des anthropogenen Klimawandels und fordert deswegen auch globale Maßnahmen, ignoriert aber, dass der erhöhte CO2-Eintrag zusammen mit anderen Faktoren woanders auch positive Wirkung hat.

Gehen wir einmal davon aus, dass der CO2-Eintrag des Menschen schädlich ist. Von 0,038 Prozent CO2 sind in der Luft; davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent, also 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflusst Deutschland mit 0,00004712 Prozent die CO2-Konzentration in der Luft. Das sind 5 Kohlendioxidteilchen auf 1000000 Teilchen. Das erscheint mir doch eher eine homöopathische Dosis zu sein. Wenn wir das durch Windräder, Solarenergie oder Wasserkraft um 30% vermindern wollen, sind das dann wohlwollend 2 Teilchen. Natürlich können die Medien das nicht einfach ignorieren, denn jeder interessierte Klimaskeptiker wird früher oder später darauf stoßen. Der Focus geht zwar nicht auf die Teilchenzahl ein, doch schreibt er, es wäre so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen, da der Kohlenstoffkreislauf der Pflanzen ein geschlossener sei und nun das CO2 des Menschen dazu komme. Das ist aber mit der ohnehin suboptimalen Konzentration für Pflanzen schon oben widerlegt worden.

Politiker wenden daraufhin trotzdem ein, dass Experten den Konsens teilen, dass der Menschen gemachte Klimawandel ein Fakt sei und der Laie auch viele falsche Informationen im Netz finde. Wer wagt es da zu widersprechen. Doch auch der Nobelpreisträger für Physik Giaever ist in diesem Fall wie ein Laie an die Sache herangegangen wie ich es oben skizziert habe, als er zu einer Podiumsdiskussion zum Klimawandel „genötigt“ wurde. Als die amerikanische physikalische Gesellschaft offiziell behauptete, dass der Menschen gemachte Klimawandel „unbestreitbar“ wäre, trat er daraufhin aus, nachdem er sich im Internet schlau gemacht hatte. Denn wenn man etwas für „unbestreitbar“ hält, dann wäre es eine Sache der Religion und nicht der Wissenschaft, meinte er in einem Vortrag beim Nobelpreisträgertreffen in Lindau. Dazu ist ein aufschlussreiches Video auf YouTube zu finden.

Ich möchte hier kein Gegenkonzept anführen, warum die Vertreter der „Klimawandelbefürworter“ mit ihrem Konzept falsch liegen könnten. Keinem ist es bisher gelungen, die komplexen Vorgänge bei der Entstehung des Klimas zu beschreiben. Darum geht es mir auch gar nicht. Interessanter ist nämlich eine ganz andere Aussage von Ivar Giaever. Nach der Teilnahme an der Podiumsdiskussion lieferte die Kombination „Giaever“ mit seinem Spezialgebiet „Supraleiter“ weniger Treffer bei Google als die Kombination seines Namens mit „globale Erwärmung“. Dieser Umstand scheint mir bei der weiteren Betrachtung viel wesentlicher. Wer nutzt diese Kombination und warum?

Es liegt auf der Hand, dass man damit der Behauptung des Menschen gemachten Klimawandels Reputation verleihen wollte. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, denn er wird nun entsprechend auf der Seite der Skeptiker verwandt.

Stellen Sie sich einen gewöhnlichen deutschen Bürger vor, der sich informieren will. Über längere Zeit aber einem festen Zeitraum werden die Gefahren des Klimawandels in Kombination mit dem Wort Nobelpreisträger in den einschlägigen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Man kann sich diesem Einfluss fast nicht entziehen. Persönlich empfand ich diesen Umstand auch in anderen Bereichen als lästig. Früher kaufte ich vor längeren Bahnreisen ein paar Zeitungen und Zeitschriften, um mir damit die Zeit zu vertreiben. Dass die politischen Rubriken sehr ähnlich sind ist sicher der Aktualität geschuldet, dass aber unter „Gesundheit“ alle zur gleichen Zeit das Thema „Depression“ breittreten, unter „Fitness“ das Thema „Wie lebt man vegan“ und dann natürlich auch „Folgen der globalen Erwärmung“, ist bei unabhängiger Presse doch eher kein Zufall. Allein das Kürzel zeigt, dass man sich meist aus dem gemeinsamen „Pool“ von „dpa“ bedient. Das verdient natürlich die Frage, warum das so ist. Hier ist jedoch erstmal interessanter, wer diesen „Pool“ im Bereich Klimawandel bedient und mit welchen „Referenzen“ man etwas zur Veröffentlichung durchdrückt. Ich meine damit nicht, dass dpa oder Zeitungen dazu genötigt werden, doch muss dem Ganzen eine gewisse Reputation vorausgehen, die man schlecht ignorieren kann.

Man würde es sich zu einfach machen zu sagen „Folge dem Geld“. Das ist das, was man auch in den Kommentarspalten in Zeitungen zu jedwedem Thema zur pauschalen Gesellschaftskritik ablässt. Hier könnte man auch sagen „Folge den Profiteuren“, denn Prof. Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut für Klimafolgeforschung meinte nämlich schon 2006: Die Klima-Diplomatie hat eine riesige Maschinerie entwickelt, in der viele ein gutes Auskommen haben. Gönnen wir ihm sein Auskommen und bedienen wir uns des gesunden Menschenverstandes.

 

Müssen wir in Zukunft fossile Energieträger einsparen und ersetzen, um unseren Lebensstandard zu erhalten? Das ist mit der begrenzten Menge der Ölvorräte zu bejahen, obwohl es chinesischen Wissenschaftlern inzwischen gelungen ist Methanhydrat so zu fördern, um es auch kommerziell abzubauen. Deutschland geht einen anderen Weg und für diesen sind die Maßnahmen dazu nachvollziehbar (ob sie sinnvoll sind, lassen wir außer Acht): Bau von Windrädern und Solaranlagen, Subventionierung von Häuserdämmung und Elektroautos. In einem revolutionären Akt hat man sich dazu entschlossen aus der Atomkraft auszusteigen und mittelfristig ist angedacht, Deutschland zu dekarbonisieren und Autos mit Verbrennungsmotor und Kohlekraftwerke abzuschaffen. Revolutionärer Akt, fast in Panik? Schwer vorstellbar, dass einem Land, das so sehr auf Energie angewiesen und in Forschung und Wissenschaft führend ist, so plötzlich ein Licht aufgegangen ist. In allen anderen Bereichen scheint ihm nämlich schon früher ein Licht aufgegangen zu sein. Die Abhängigkeit von Naturkautschuk hat man mit Kunstgummi beseitigt. Sämtliche Naturmaterialien danach durch Kunststoffe ersetzt und durch beliebige Eigenschaften ergänzt. Laufende Boten hat man durch Telegraphie umgangen, die lästigen Kabel wurden überflüssig, das störende Gewicht der Geräte wurde beseitigt. Alle Annehmlichkeiten trägt man nun mobil am Mann. Kaum eine gravierende Einschränkung, die nicht durch Forschergeist beseitigt worden wäre. Vor über 100 Jahren wurden Benzin und Dieselmotoren, sowie Elektromotoren erfunden, und der Kolbenmotor dreht immer noch seine Runden? Die meisten Verbesserungen betreffen allein Verbrauch und Schadstoffausstoß. Strom erzeugen wir auf dieselbe altertümliche Weise, um ihn dann in die gewünschte Energieform umzuwandeln. Man muss sich doch sehr wundern, dass man die Bahn brechenden Erkenntnisse eines Nikolaus Teslar aus der fast gleichen Zeit nicht im großen Stil weiterverfolgt hat und er verarmt verstorben ist. Der Experimentalphysiker Thomas Hutchison hat dies getan. Er untersuchte in den letzten Jahren die Effekte, die man durch die Überlagerungen von verschiedenen Strahlungsquellen wie Radar oder Mikrowellen erreichen kann. Die Effekte, die er auf verschiedenen Videos veröffentlicht hat und nach ihm benannt sind, sind tief beeindruckend und lassen am eigenen Weltbild zweifeln. Die Materialforscherin Judy Wood hat die Effekte in einem anderen Zusammenhang untersucht und in einem Buch und einem Vortrag veröffentlicht. Mehrfach bekam Hutchison Besuch von staatlichen Stellen und man erklärte seine Forschungen und deren Ergebnisse für geheim. Seine Ergebnisse wurden auch vom Max-Planck-Institut überprüft, aus irgendeinem Grund scheint aber kein Interesse daran zu bestehen sie praktisch nutzbar zu machen.

Anstatt in diese Richtung zu forschen, malte man in der vom US-Präsidenten Jimmy Carter in Auftrag gegebenen Studie GLOBAL 2000 den Teufel an die Wand. Schon 1972 prognostizierte man, dass die wichtigsten Bodenschätze wie Zinn, Zink, Kupfer und Erdgas binnen zwei Jahrzehnten erschöpft sein würden. Die Erdölvorräte sollten höchstens bis zur Jahrtausendwende reichen. Nichts in der Studie über den Siegeszug des Computers, des Internets oder der mobilen Telefonie. Zu Jimmy Carters Amtszeit waren aber Internet, die Computermaus und das mobile Telefon für das Auto schon erfunden. In diesem Sinne erscheint es mutig, Voraussagen über das Klima der nächsten 100 Jahre zu wagen, bzw. suggeriert, dass manche Folgen der globalen Erwärmung in wenigen Jahren eintreten würden, so wie die der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von El Gore tut, der 2006 erschienen ist über dessen Inhalt er aber schon Jahre vorher Vorträge hielt. Der Film darf deshalb in britischen Schulen nicht mehr unkommentiert gezeigt werden. Kritiker werfen Al Gore übertriebene oder einseitige Darstellung und die Präsentation von angeblich wissenschaftlich nicht immer gesicherten Fakten vor: Er verwende worst-case-Szenarien ohne zeitliche Einordnung, wie das komplette Abschmelzen der westlichen Antarktis, was nach heutigem Kenntnisstand wahrscheinlich mindestens einige tausend Jahre dauern würde. In diesem Kontext zeigt Gore die Folgen eines ansteigenden Meeresspiegels um mehrere Meter, darunter die Überflutung weiter Teile von New York und New Orleans, ohne den realistischeren Zeithorizont anzugeben. Dies sei alarmistisch.

In Sachen „globaler Erwärmung“ hat man den Forschergeist ebenfalls ausgebremst und durch die Kombination Behauptung plus Beglaubigung durch Reputation ersetzt. Das scheint zu reichen, um das Volk zu überzeugen. Reputation schlägt Argumente. Die deutsche Version von Giaever war bis vor Kurzem der Klimaforscher und Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung Schellnhuber. Er wurde als „Klimapapst“ in den Sendungen der öffentlich-rechtlichen Programme herumgereicht, um der Glaubwürdigkeit des anthropogenen Klimawandels Nachdruck zu verleihen. Er ist der Erfinder des 2°C-Klimaziels, das den Klimakonferenzen als Vorgabe dient. Irgendwann hat er wohl zu dick aufgetragen. Der Titel seines Buches „Selbstverbrennung“ über den Klimawandel hat wohl viele schon halbwegs intelligente Menschen an seinem Verstand zweifeln lassen. Ein WELT-Artikel hat das Buch in einem Artikel über ein Interview mit Schellnhuber ebenfalls erwähnt. Die Warnung, dass bei dem CO2-Eintrag wie er heute besteht die Eiszeit ausfallen könnte, die nach 60000 Jahren wieder anstehen sollte, mag manchen dazu bewogen haben, im Holzofen noch ein Scheit nachzulegen. Schließlich waren Kaltzeiten auch ohne Eis in der Geschichte immer mit Hungersnöten und gesellschaftlichen Niedergang verbunden. Die höchsten kulturellen Entwicklungen der Menschheit waren immer mit Warmzeiten verbunden, man denke nur an das Römische Reich oder das Mittelalter.

Seine Aussage über Schellnhuber in der Welt „Diese Zivilisationskrise, in der er uns derzeit sieht, sei eben nur durch die Verbindung von Glaube und Vernunft zu bewältigen, von Spiritualität und Intellektualität. Insofern hätten die Enzyklika (gemeint ist die Enzyklika von Papst Franziskus „laudate si“) und sein Buch viele Gemeinsamkeiten“. Man mag ja nicht abstreiten, dass ein transzendenter Bezug sich positiv auf das Handeln des einzelnen Menschen auswirken kann, dass man seine eigenen „spirituellen“ Erfahrungen zusammen mit seinen „wissenschaftlichen“ Schlüssen zum Klimawandel als Vorgabe für die ganze Weltbevölkerung erhebt, ist doch mehr als gewagt. Das Weiterforschen, Belegen und Absichern seiner Erkenntnisse scheint inzwischen nicht mehr seine Sache zu sein trotz Einserabitur und „summa cum laude“ und auch für die Kollegen scheint dies überflüssig zu sein. Die Verbreitung seiner Thesen tut das aber keinen Abbruch, schließlich hat er das „politische Marketing“ gleich selber übernommen. Nicht nur ist sein Institut zu jeweils zur Hälfte von Bund und Land finanziert, er ist auch Mitbegründer des Tyndall Centre for Climate Change Research. Es ist ein im Jahr 2000 gegründeter universitärer Forschungsverbund zur Klimaforschung. Das nach dem Physiker John Tyndall benannte Zentrum hat eine interdisziplinäre Ausrichtung, die die Zusammenarbeit von Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler umfasst. Ziel des Tyndall Centre ist die Forschung und Kommunikation zur globalen Erwärmung, sowie die Beeinflussung nationaler und internationaler Klimapolitik. Wer auf deren Internetportal geht, hätte nicht gedacht, dass man nicht nur durch die Blume spricht wie man politisches Handeln und die Gesellschaft im Sinne eine „richtigen“ Reaktion auf den Klimawandel beeinflussen will. Unumwunden gibt man zu worum es geht: …  Dem Entwurf politischer Systeme zur Bewältigung komplexer politischer Koordinierungsprobleme. Kein Wunder, dass deren Wirken auch auf das Gutachten des Bundestages „Die große Transformation“ durchschlägt. Angesichts des Ausmaßes, der Dynamik sowie der engen Interaktionen der Megatrends des Erdsystems und der Megatrends der globalen Wirtschaft und Gesellschaft wird deutlich, dass die Transformation zur Nachhaltigkeit eine Große Transformation werden muss. Hinsichtlich der Eingriffstiefe ist sie vergleichbar mit den beiden fundamentalen Transformationen der Weltgeschichte: der Neolithischen Revolution, also der Erfindung und Verbreitung von Ackerbau und Viehzucht, sowie der Industriellen Revolution, die den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft beschreibt. Eine fundamentale „freiwillige“ Transformation, deren Ursache in keiner Weise einer unmittelbaren Bedrohung oder einem überproportionalen Zugewinn entspringt? Um sein persönliches Leben zu ändern, müssten schon elementare Bedürfnisse und Beweggründe angesprochen werden.

Da kommen die Eingriffe auf den fast 420 Seiten eher harmlos daher. Dies kann über breit angelegte Medienkampagnen erfolgen wie über die gezielte Verbreitung von Informationen (z. B. Briefing der Verhandlungsführer). Man geht darüber hinaus davon aus, dass für die Akzeptanz der entsprechenden Maßnahmen auch innerhalb von Sportvereinen oder kirchlichen Organisationen geworben werden sollte. Niemand sollte davon „verschont“ bleiben. Womit wir wieder bei der Reputation wären. Eine Medienkampagne müsste ja als Werbung deklariert und bezahlt werden. Es geht nicht um Aufklärung, sondern um Indoktrination. So fand der Einstieg in die Thematik eher dramatisch statt, nachdem Wissenschaftler in den 70-iger Jahren noch vor einer kommenden Eiszeit gewarnt hatten. 1986 brachte DER SPIEGEL dann auf seinem Titelblatt den teilweise im Meer versunkenen Kölner Dom als Folge des Meeresspiegelanstiegs durch die globale Erwärmung. Darunter die Zeile Die Klimakatastrophe. Der Zeitzeuge Hartmut Bachmann berichtet über ein Telefongespräch mit seinem Freund, dem Verleger Rudolf Augstein, wegen des Titelblattes, in dem dieser meinte, ohne Angst gäbe es keine Bewegung der Massen.

Das Bombardement durch die Medien und deren „Experten“ hat uns sogar so weit gebracht, dass wir sogar etwas zu sehen glauben (bzw. nicht sehen, obwohl es offensichtlich ist), wenn man uns das Gegenteil einredet.

Man macht sich keine Freunde, wenn man all den „Gläubigen“ mit einfachen Fragen kommt, die deren ganze Argumentationslinie ins Wanken bringt. Doch das sollte es uns wert sein, wenn man dafür das Aha-Erlebnis eines völlig neuen Blickwinkels bekommt.

 

Es sei nochmal auf das Video des Vortrages von Judy Wood hingewiesen. Auch ohne Englischkenntnisse braucht es nur ein Bild und die ersten 6 Minuten eines 2.30h langen Vortrages, um zu erkennen, dass uns ein Bild, das wir jahrelang vor Augen hatten, auch ebenso lang getäuscht hat.