SZ-Kategorie „wertlos“

Heute meldete die SZ, dass über den US-Stützpunkt in Ramstein womöglich Waffen an Syrische Rebellen geliefert wurden. Die Bundesregierung sagt, dass sie weder eine Genehmigung dazu erteilt habe noch etwas davon gewusst habe.

„Das haben monatelange Recherchen der Süddeutschen Zeitung und der Journalistennetzwerke Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) ergeben.“

Ein Hoch auf dem Journalismus. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, wäre keine monatelangen Recherchen notwendig gewesen, denn es war ja schon vorher bekannt, dass die Amerikaner die „Freie Syrische Armee“ mit 500 Millionen Dollar unterstützt haben. (Na, wo werden die wohl dafür ihre Waffen gekauft haben?) Bekannt ist auch, dass man inzwischen zerknirscht zugeben musste, dass von der FSR Armee nur eine Handvoll Soldaten übriggeblieben ist, das Geld allerdings trotzdem verbraten wurde. Und schließlich erreichten die Waffen auch die „moderaten Rebellen“ wie die Al Nusra Front und andere vertrauenswürdige terroristische Gruppen.

Da muss man entweder eine gewisse Beschränktheit bei unseren Politikern annehmen oder die Arroganz, dass der Bürger ihnen den Blödsinn abnimmt, dass die Amerikaner bei ihnen erst vorsprechen und um Erlaubnis fragen.

Wenn die USA selbst zugegeben haben, dass sie Syrien angreifen werden (wenn auch durch bezahlte Söldner), andre NATO-Staaten sich beteiligten und das sogar im Fernsehen ankündigten, Ramstein das Drehkreuz für alle militärischen Aktionen der USA in Richtung Naher Osten und Afrika ist, Deutschland nach den Worten Obamas ein besetztes Land ist und es immer bleiben wird, warum sollte dann die Meldung in der SZ irgendeinen Erkenntnisgewinn bringen? Wenn nicht auch über Ramstein, von wo dann? Ist es weniger verwerflich, wenn es  über Aserbaidschan passiert? Warum sollten die Amerikaner eine Genehmigung einholen? Warum sollten sie die deutsche Regierung darüber in Kenntnis setzen?

Vielleicht haben sie erst entschieden russische Waffen anstatt amerikanischer zu liefern, als die CIA gesponserten Leute auf Pentagon-Leute geschossen haben. Anders wäre es der amerikanischen Bevölkerung auf Dauer eher schwer vermittelbar gewesen.

Meldungen wie die aus der SZ sollen dem Leser vorgaukeln, Journalisten hätten hier einen Skandal aufgespürt. Doch ist es nur ein „wertloses“ Häppchen, weil man weiß, dass es niemals etwas am Assad-Fassbomben-wir-sind-die-Guten-Narrativ ändern wird, das man uns jahrelang ins Hirn geprügelt hat, damit es sich auch wirklich dauerhaft festsetzt.