Welke, das Zäpfchen

Im Moment ist die Erregung bei den ÖR-Medien und einigen Politikern sehr groß, wie die doch allseits beliebte Kanzlerin Merkel bei ihren öffentlichen Auftritten jedes Mal von lautstarken Missfallenskundgebungen begleitet wird. „Hau ab!“ und „Volksverräter“ sind da noch die harmloseren Rufe. Nun bezeichnet man ausgerechnet die, die hier eben demokratisch ihre Meinung äußern, als Demokratiefeinde. Dabei meint man wohl eher Harmoniefeinde. Denn die Politik wollte ja für Harmonie sorgen, indem man die Themen „Flüchtlinge“, „Schuldenkrise“, „innere Sicherheit“ und die Kriminalität bestimmter ethnischer Gruppen einfach in den Diskussionen aussparte.

Nun ist klar, dass manche Leute sauer werden, wenn man ihre Probleme und Anliegen einfach immer ignoriert oder Politiker es nicht für nötig befinden auf Fragen der Bürger zu antworten.

Da ist es im Grunde bewundernswert, dass diese Leute ihren Protest auch direkt an die Kanzlerin herantragen. Nun haben aber die Medien einen besonderen Clou diesen Protest zu diffamieren und lächerlich zu machen. Dass unter den Protestlern auch viele einfach strukturierte Leute sind, liegt auf der Hand, weil diese die Folgen der Masseneinwanderung in den sozial schwachen Stadtteilen am ehesten spüren. Und das machen sich die Medien zu Nutze, weil es beispielhaft für eine ganze Gruppe steht, wenn man genau die Leute zusammenschneidet, deren geistigen und sprachlichen Fähigkeiten eben weit unterdurchschnittlich sind. Da kann die Praktikantin vor Ort dann auch mal groß rauskommen.

Zum Fremdschämen wird es dann, wenn ein Oliver Welke in der heuteshow am Freitag diese Leute in einer „Satiresendung“ lächerlich macht. Da werden in dem Pfeifkonzert Interviews mit Teilnehmern gemacht, die natürlich fast schreien müssen, damit man sie versteht. Dass es da mal einem die Stimme überschlägt, ist fast natürlich. So einen Moment nimmt Welke zum Anlass, ein Medikament gegen die Schreierei mit Namen „Doofbendan“ anzupreisen, mit den Geschmacksrichtungen Pils, Korn und als Zäpfchen für besondere Arschlöcher. Natürlich muss dann sofort noch eine Verbindung zur AfD hergestellt werden.

Anders gesagt: Eine Satiresendung nimmt sich geistig Schwächere, macht diese vor einem Millionenpublikum lächerlich, suggeriert, dass es sich ausschließlich um Alkoholiker und Arschlöcher handelt, die zudem gleichzeitig die Wählerschaft der AfD bilden.

Welke mit seiner heuteshow ist das feige Zäpfchen im Arsch der Blockparteien, die durch ihre Fernsehräte dafür sorgen, dass ein untalentierter Möchtegern-Witzbold einen passenden Sendeplatz bekommt. Dass zu Satire auch Intelligenz und Mut nötig ist, zeigt „Die Anstalt“, die sich für Sendungen beim Sender auch schon rechtfertigen musste.

Welke ist der plumpe Haudrauf, der Stammtisch für den Cappuccino-Trinker mit Dutt, der seinen eigenen Rassismus nicht mehr bemerkt.

Denn er ist der Gute und Auserwählte, der sich um alle Minderheiten und Ausgegrenzten sorgen darf. Der jederzeit darauf bedacht ist, dass niemand von falscher Gesinnung für eine Tafel oder ein Tierheim spendet. Und wenn er es nicht verhindern kann, so ist es nur Heuchelei und sie instrumentalisieren die Not der anderen, das können nur Nazis sein.

Und als Belohnung fürs Gutsein, darf er sich dann einmal die Woche unter Welkes Anleitung über Leute lustig machen, die eher Nachsicht als Häme verdienten.