Diffuse Ängste

Vor ein paar Tagen habe ich einige Bekannte bei einem gemütlichen Beisammensein getroffen. Dabei streiften ich mit zwei von ihnen auch kurz das Thema Klimawandel. Und es stellte sich heraus, dass diese, ein Mann und eine Frau, wirklich Angst vor den Folgen haben. Wahrscheinlich bin ich medial schon so beeinflusst, dass ich nicht nach den Ängsten fragte, sondern fragte, ob es schlau wäre, für 2ppm (die verstehen das), Hunderte Milliarden auszugeben.

Sie belächelten es etwas, als ich meinte, man könne sich das selbst ausrechnen: CO2-Gehalt der Luft 0,04% • 3% Eintrag durch den Menschen • 30% angestrebte Reduzierung durch die BRD (alles auf Wikipedia). Entgegenzuhalten hatten sie nichts.

Allerdings frage ich mich im Nachhinein worin die Ängste bestehen, wenn man wie ich um die 50 ist. Sollten die schlimmsten Voraussagen zutreffen, dann könnte die Temperatur um 10° in den nächsten 100 Jahren steigen. Lassen wir außen vor, dass das Blödsinn ist, weil der zusätzlich entstehende Wasserdampf eine wesentlich stärkere Gegenläufigkeit bezüglich der Temperatur hat. Ignorieren wir auch, dass CO2 wegen der Photosynthese als Dünger wirkt, was daran liegt, dass Pflanzen in Mitteleuropa auf einen CO2-Gehalt der Luft von 1% ausgelegt sind. Es lässt sich sogar schon beobachten, weil die Biomasse auf der Erde seit den 70iger Jahren um 30% zugenommen hat.

Was sind also die Ängste? Dass meine spätere Grabstelle im Bayerischen Wald durch den Meeresspiegelanstieg überspült wird? Warten wir doch erst mal ab, dass die Häfen und Festungen, die vor über 1500 Jahren in Griechenland und England am Meer standen, wieder Wasser gewinnen, denn sie befinden sich inzwischen einige Kilometer im Inland.

Wir befürchten die vom Klimapapst Schelnhuber prognostizierte „Selbstverbrennung“, wenn wir den Anstieg nicht auf 2° begrenzen, obwohl man zur Römerzeit in Süddeutschland Zitronen angebaut hat? Wir fahren in den Urlaub in Gebiete, die durchschnittlich 5° wärmer sind als unsere Heimat und lassen uns grillen und es breiten sich dort nicht die Wüsten aus, sondern es ergrünt die Sahelzone durch die Düngung durch CO2. Und wenn wir wollen, können wir Urlaub in der Arktis machen und die Eisbären besuchen, die anstatt auszusterben immer mehr werden.

Müssten wir nicht froh sein, wenn der Klimawandel unser einziges Problem wäre, wenn wir an unsere Kinder und Enkel denken und die Veränderungen im Land seit 2015?

Da muss man sich doch sehr wundern, dass man bei den Ängsten vor dem Klimawandel nicht berechtigterweise von „diffusen“ Ängsten spricht, wenn man sie mit den Ängsten vor den schon konkret sichtbaren Folgen einer unkontrollierten Einwanderung vergleicht.