Profis in der „Münchner Runde“

Bei allen Politiker-Talks möchte meine Fernbedienung normalerweise in den Fernseher fliegen. Deshalb schalte ich immer vorher ab. Nun bietet aber die Münchner Runde gerade vier Vollprofis: Hermann, Pronold, Ernst und ROTH(!).

Um einen endgültigen Grund zu finden, ins besondere die GRÜNEN nicht zu wählen, sollte sich diese Sendung antun.

Die erste Frage war an Frau Roth über den Ausbau den Internets. Statt darauf zu antworten, nahm sie sich den Appell heraus, die Leute sollten zur Wahl gehen, um demokratische Parteien zu wählen, außer die, deren Namen sie nicht nennt. Spätestens nach diesem Spruch hatte sie die Frage vergessen und streifte alles was irgendwie mit Internet zu tun hat.

Als der Moderator der „Münchner Runde“ meinte: „Sie sind jetzt deutlich in Führung gegangen (Redezeit),“ meinte Roth: „Ich bin auch die einzige Frau hier!“ Für Roth ist die Qualifikation „Frau“ also der Grund, dass sie so viel labern darf wie die drei Männer zusammen. Wahrscheinlich, weil sie dreimal so lange braucht ihre Gedanken auf die Reihe zu bringen. Man könnte ihr auch die kompletten Redezeiten geben, schließlich ist Roth inhaltlich so etwas wie das Testbild in leichter Sprache.

Ernst hat sich diesmal die Mühe gemacht, sich vorher darüber zu informieren, was er sagt. Das wirkt natürlich beeindruckend. Hat er Jahre gebraucht, um sich das von Wagenknecht abzuschauen.

Hermann ist drauf und dran mit seinen Aussagen, dass man ihn nächsten Montag bei PEGIDA auftreten lässt. Hat nur zwei Jahre gebraucht, deren Vorschläge zu seinen eigenen zu machen. Blödes Timing. Am Montag ist es zu spät, auch die Dresdner zu überzeugen, Merkel wieder zur Kanzlerin zu machen.

Pronold? War auch da. Kann mich jetzt gerade an keinen einzigen Satz von ihm erinnern. Für die SPD ist diese Strategie nach dem Gelaber von Schulz wirklich zielführend, wenn man verhindern will, dass noch mehr Stammwähler das Weite suchen.

Sendung zu Ende. Nutzlos aber witzig.