Eine fake news zeigt die Wahrheit über fake news.

Eigentlich muss man dem Urheber einer fake news über Renate Künast dankbar sein. Die angebliche Aussage Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen, aus dem Jahr 2016 wird immer nach als Begründung herangezogen, unliebsame Kommentare und Meldungen im Internet zu löschen, obwohl der faktenfinder immer wieder andere fake-news meldet. Allerdings sollte man nicht so genau hinsehen, denn zum Beispiel die gemeldete Flaute beim Oktoberfest hat ihren Ruf einer Falschmeldung aus der unpräzisen Formulierung und nicht, weil diese inhaltlich falsch wäre.

Man kann als normaldenkender Mensch die Angst der Politiker nicht nachvollziehen, wie Falschmeldungen gegen die etablierten Parteien im Bundestag die Entscheidung der Wähler bei der Bundestagswahl beeinflussen sollten.

Fake news werden nur geglaubt, wenn sie glaubwürdig sind. Frau Künast hat bei einem Anschlag mehrere Wochen zuvor getwittert, warum der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden konnte (er wurde damals erschossen). Damals war die Reaktion im Netz, überwiegend Verständnislosigkeit über ihre Aussage und formte natürlich die Meinung über diese Frau. Die spätere fake-news-Aussage erscheint in diesem Licht nachvollziehbar und glaubwürdig. Wer ihre erste Aussage kennt, wird seine Meinung über Künast mit der zweiten sicher nicht ändern. Darüber hinaus hat sie doch sicher keinerlei „Tiefenwirkung“ auf eine relevante Anzahl an Wählern.

Hätte die fake news gelautet, Polizisten sollten sich nicht scheuen, Angreifer auch mit mehreren Schüssen zu erlegen, so hätten alle politisch Interessierten das für einen Scherz gehalten, weil sie eben nicht passt. Es entstünde kein Schaden, denn ihre „Fans“ glaube es nicht, die anderen wählen sie ohnehin nicht.

Jede weitere fake news über angebliche Verbindung der AfD zu Rechtsradikalen erscheinen glaubwürdig in dem Licht, dass die Medien jede Aussage der Partei, die sich dafür eignet, mit völkisch, rassistisch, rechts usw. in Verbindung bringt, auch wenn gleiche Aussagen schon von Politikern anderer Parteien gemacht wurden. Das setzt sich fest. Sie ändern aber nichts an dem Wahlverhalten derer, die diese Partei ohnehin wählen bzw. nicht wählen. Es verstimmt eher die, die dieses Messen mit unterschiedlichem Maß für zu offensichtlich halten, diese Partei zu diskreditieren.

Der Einfluss einer fake news über einen Übergriff durch Asylanten dürfte marginal sein, wenn man an die Menge an Übergriffen denkt, die täglich in den „offiziellen“ Medien bzw. in Statistiken veröffentlicht werden.  Eher schießt man sich ins Knie, wenn sich Funde hoher Geldbeträge durch Flüchtlinge als Falschmeldung herausstellen und sich Fernsehen und Zeitungen nicht die Mühe machen, den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Man diskreditiert den einzelnen ehrlichen Finder, wenn ungeprüfte Nachrichten eine weite Verbreitung findet, die allein aus diesem Grund ins Netz gestellt werden.

Der Kampf gegen fake news ist nichts als heiße Luft, die in Richtung der Internetnutzer geht, um davon abzulenken, dass die ÖR-Medien, die Hauptverbreiter von fake news bzw. lückenhaften und tendenziösen Meldungen sind. Den größten Teil dürften dabei Meldungen sein, die den „Klimawandel“ betreffen. (hier, hier, hier). Aber auch die Ukraine und Syrien eigneten sich bisher dazu, damit die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Umso verwerflicher, denn sie finden durch die ÖR-Medien überdurchschnittliche Verbreitung und dienen allein der westlichen Kriegspropaganda.

Dass Politiker dann mit dem Finger auf den gewöhnlichen Internetnutzer zeigen und von ihm dazu noch „professionelle“ Recherche verlangen, wenn er eine Meldung ins Netz stellt, ist in diesem Zusammenhang geradezu eine Unverschämtheit.

Ins besondere auch deshalb, weil wahrheitsgemäße Recherchen im Netz gelöscht werden oder man ausgerechnet den Blogs das Wasser abzugraben versucht, in denen man in keinem Kommentarbereich etwas behaupten kann, ohne eine seriöse Quelle anzugeben, weil dies nicht vom Blog, sondern von den Nutzern eingefordert wird.

Der angebliche Kampf gegen fake news, Hass und Hetze ist nur ein Vorwand. Denn es geht nur darum, dass die Wahrheiten, die ohnehin im Netz sind, nicht von Laien dann für alle sichtbar nach oben gespült werden, zum Schaden der Regierenden.