Wahlwerbung unterhalb der Wahrnehmungsschwelle

…Wir hatten in den drei Wochen nach dem TV-Duell, in den drei Wochen der Skandale der AfD, keine neue Antwort mehr.» Sie seien zu statisch, zu defensiv gewesen, sagt die Werbeagentur Jung und Matt zu ihrer eigenen Kampagne für die CDU. Die komplette Kampagne war allerdings wirklich statisch, defensiv und nichtssagend.

Es wäre nicht mal aufgefallen, wenn die CDU die bescheuerten Sprüche der GRÜNEN plakatiert hätte oder den SPD-Slogen „Zeit für Gerechtigkeit“. Warum war man in den Aussagen nicht so offensiv wie Merkel mit ihren damaligen Begründungen für Zuwanderung, für die Energiewende oder die Euro-Rettung?

Dann hätte es Plakate gegeben mit je einem lächelnden jungen Schwarzen und einem angegrauten Schreiner gemeinsam an der Werkbank. Darunter der Spruch „Damit unsere Rente sicher bleibt“

Oder eine Familie mit Kindern, in der Hand Bündel an Euroscheinen. Darunter der Spruch „Der Euro. Ein Viertel Jahrhundert Wohlstand!“

Ein Feld von Windrädern bis an den Horizont, dazwischen eine glückliche Familie auf Fahrrädern. „Unsere Zukunft mit sicherem und preiswertem Strom.“

Inzwischen kämen derartige Sprüche als Realsatire rüber. Negativzinsen fressen private Ersparnisse und die Rücklagen der Versicherer auf, die unkontrollierte Zuwanderung bringt die Sozialversicherungen ins Wanken, was inzwischen das kleinere Übel scheint, und für Flatterstrom, der unsere Heimat zerstört, bezahlen wir im Vergleich zu anderen Ländern horrende Preise. Diese Tatsachen sind ja inzwischen in alle gesellschaftlichen Schichten eingesickert.

In diesem Sinne war die Kampagne von Jung und Matt erfolgreich, denn so inhaltsleere, nichtssagende und einschläfernde Wahlslogan zu kreieren, dass die Bevölkerung nicht mal die finanzielle und kulturelle Zerstörung Deutschlands zusammen mit der Absicht den Energiesektor in die vorindustrielle Zeit zurück zu beamen, mitbekommt, das ist nun wirklich eine Leistung. Allerdings waren die Hirne der meisten Wähler ohnehin schon durch die ÖR-Medien sturmreif geschossen.

Bei der nächsten Bundestagswahl sollten Jung und Matt die Einheitsparteien mit einer gemeinsamen Kampagne beglücken, denn schließlich wollen etwa 80% der Wähler ohnehin immer das Gleiche unter anderem Namen.