In den Fängen eigener Propaganda

Die Bundestagswahl hatte ja eine Vorlaufzeit von über 2 Jahren. Mit dem Aufkommen von PEGIDA, mit Meinungen, die nicht dem Allparteienkonsens entsprachen, erkannte man die Gefahr, die von dort ausging. Obwohl es zu Anfang nur gut 100 Leute waren, fuhr man schon zu Beginn schwerste Geschütze auf: Hassbürger, Dumpfbacken, Pack, Mischpoke, Dunkeldeutschland, Nazis in Nadelstreifen. Als man sich mit der Zeit dann als Fan der AfD outete, kam der antifaschistische Kampf erst so richtig ins Rollen. Alle Handlungen und jede Wortwahl von deren Anhänger waren vom nationalsozialistischem Geist durchweht und eine gewaltsame Machtübernahme schien kurz bevor zu stehen. War natürlich alles Propaganda. Einerseits, um die Leute davon abzuhalten, diesen Dreck zu wählen, als auch eine gewisse Akzeptanz, wenn die ANTIFA deren Autos abfackelte, Häuserwände beschmierte oder PEGIDA-Anhänger oder AfD-Politiker gewaltsam anging.

Nun ist die Wahl vorbei und die Blockparteien stehen vor dem gleichen Problem wie die Engländer nach dem Ende des 1.Wetkrieges, als man den Friedensvertrag mit den Deutschen aushandelte. Schließlich hatten die Engländer und alle anderen Alliierten die schlimmsten Gräuelgeschichten über die Deutschen verbreitet, um den Kampfeswillen der eigenen Leute anzustacheln. Sie behaupteten unter anderem „Sie schneiden den kleinen Knaben die Hände ab, damit Frankreich keine Soldaten mehr haben soll.“ War frei erfunden, erfüllte aber den Zweck. Nun konnte man nachher schlecht sagen „Nix für ungut, war bloß ein Scherz, müsst aber zugeben, dass es seine Wirkung nicht verfehlt hat“. Es ist ja unbestritten, dass deutsche Soldaten nach Aussagen der Alliierten in fast allen Fällen ritterlich kämpften. Was hätte wohl ein alliierter Soldat gesagt, der sich durch diese Hinterhältigkeit zu größter Grausamkeit hinreißen ließ wie es in Berichten beschrieben ist: Einige deutsche Soldaten, die sich ergeben hatten, krochen auf ihren Knien und hielten Bilder von Frauen oder Kindern in ihren hoch über ihren Köpfen erhobenen Händen. Aber jeder wurde umgebracht. … Wir töteten kaltblütig, weil es unsere Pflicht war, so viele Deutsche umzubringen wie nur möglich. Ich dachte oft an die Lusitania. Ich hatte um einen Tag der Rache gebetet, und nun war er gekommen.

Die Lügen mussten also auch nach dem Krieg Bestand haben. Zum einen, weil jedes harte Friedensdiktat von der Bevölkerung akzeptiert würde, zum anderen, weil die persönliche Integrität nicht nur englischer Politiker mit dem Auffliegen der Lüge schnell dahin gewesen wäre.

Nun stehen wie gesagt die Blockparteien im Bundestag vor dem gleichen Problem. All die Anschuldigungen sind weitgehend heiße Luft und viele Forderungen von AfD und PEGIDA standen vor 20 Jahren noch in Parteiprogrammen von CDU und SPD oder wurden auf deren Parteitagen gestellt.

Nun kann man schlecht öffentlich zugeben: „Liebe Wähler, war zwar alles Blödsinn oder zu dick aufgetragen, was wir behauptet haben, aber ihr müsst zugeben, dass ohne unsere Hetze womöglich 20% die AfD gewählt hätten.“ Würde jetzt eher weniger gut kommen.

Stattdessen, kann und muss man entsprechen auf der gleichen Schiene weitermachen, wo die AfD nun im Bundestag sitzt:

 Nazis, Faschistenpack, Dreckfressen“. Zusätzlich drohte er Kießling mit „Halt deine Fresse, ich hau dir gleich aufs Maul“, weil Kießling ihn gebeten hatte, sich an die Umgangsformen eines Landtages zu halten. Die Drohungen mit körperlicher Gewalt erfolgten mehrfach.

Ein solches Verhalten gegenüber gewählten Politikern ruft inzwischen kaum mehr Proteste unter den Bürgern hervor, denn man hat ihm täglich medial ins Hirn gehämmert, was er von den Anhängern von AfD und PEGIDA halten sollte.

Fast hundert Jahre nach dem 1.Weltkrieg erschien das Buch Die Schlafwandler“ von Christopher Clark, das ganz nüchtern den Weg in den Krieg zeigte. Dass am Ende immer der einfache Soldat und die Zivilbevölkerung die Opfer sind, die sich nichts Böses wollten aber vom machtgierigen Establishment missbraucht wurden.

Nicht die bösen Rechten haben das Land gespalten, sondern wieder die Hetzer aus den etablierten Parteien. Als vor 30 Jahren die Republikaner stark wurden, konnte jeder GRÜNE oder SPD-ler nach meiner eigenen Erfahrung mit ihnen am Stammtisch diskutieren. Heftig und kontrovers aber dann war’s auch wieder gut. Und irgendwann verschwanden sie von selbst und die gleichen Leute vertrugen sich wie zuvor. Nun behandelt man alle Vertreter einer Gegenmeinung als Aussätzige und Dumpfbacken.

Irgendwann in nähere Zukunft wird die Pippi-Langstrumpf-Welt der Etablierten zusammenbrechen und die Schmuddelkinder, die schon frühzeitig den Finger in die Wunde gelegt haben, würden rehabilitiert. Aber vielleicht hält man es dann so wie der amerikanische Globalist und Vordenker Thomas Barnett, der am Ende meint, wenn alle Diskreditierung nicht hilft: „…tötet sie!“

Bildquelle:https://zeitundzeugenarchiv.wordpress.com/2017/01/22/alle-deutschen-muessen-vernichtet-werden-alliierte-kriegsverbrechen-im-ersten-weltkrieg/