Das Morgengrauen

Noch vor Sonnenaufgang schaffte es der Nachrichten-Radiosender BR 5 das erste Propagandahighlight des Tages zu setzen. „Erneuerbare Energien tragen zu 30% zur Stromerzeugung in Deutschland bei. Der Strompreis ist nur so hoch, weil der konventionell erzeugte Strom so teuer ist. Ökostrom ist dreimal billiger.“ Hätte man beim Fahren beide Hände frei, müsste man ob dieses Schwachsinns das Autoradio aus der Verankerung reißen.

Allein Wasserkraft und Biogasanlagen sind grundlastfähig und decken bereits die Hälfte dieser ominösen 30%. Wind und Solar liefern dagegen nur „Flatterstrom“. Wird zu viel davon produziert, dann sinkt natürlich der Preis an der Strombörse; manchmal so weit, dass man den Abnehmer sogar dafür bezahlen muss. Trotzdem erhält der Betreiber einen garantierten Preis für die Einspeisung, die Differenz holt man sich als EEG-Umlage vom gewöhnlichen Verbraucher wieder. Das Gleiche gilt, wenn mangels Netz oder mangels Bedarf der Strom nicht abgenommen werden kann. Nix geliefert und trotzdem verdient.  Man könnte ja wahrheitsgemäß auch behaupten, dass Wind- und Solarenergie unseren ganzen Strombedarf decken könnte. Blöd nur, dass man sich auf Wind und Sonne nicht verlassen kann. An 300 Tagen im Jahr liefern sie nur 25% ihrer installierten Leistung. Alles was sich jenseits der 50% bewegt, kann man schon in Stunden und Minuten angeben. Dieser Strom kennt fast nur die Extreme: Nicht vorhanden oder zum Verschenken.

Doch bei der Heimfahrt beweist BR 5, dass noch eine Steigerung möglich ist: Der Papst mahnt wegen der Flüchtlinge, die wegen Kriegen und Dürren wegen des Klimawandels zu uns kommen. Deshalb besucht er auch ein Mahnmal für Flüchtlinge, das in Anlehnung an das Flüchtlingskind Kurdi gestaltet wurde. Nur etwas erwachsener, wie ich herausgefunden habe, damit auch alle jungen, kriegserprobten Männer abgedeckt werden.

Dürre in Afrika! Alle paar Jahre wieder, und schlaue Leute haben sich sogar damit beschäftigt, warum das so ist. Nix mit Klimawandel. Zyklische Wiederkehr von kalten und warmen Meeresströmungen. Das Problem ist weitgehend hausgemacht. Noch vor 500 Jahren gab es bei uns Hungersnöte, doch schon damals gab es nicht nur Klimaesoteriker wie heute. Die sind nicht winselnd weggerannt, sondern man zwang den Landesherrn eine Vorsorge zu organisieren und den Anbau auf Mangelzeiten vorzubereiten. Denkt man den Gedankengang dieses Papstes weiter, dann soll ich wohl noch Hosianna schreien, wenn man uns am Wagensonnenriegel (geplant, aber durch Protest und Abstimmung verhindert) ein Windrad vor die Nase pflanzt, um für Afrika den CO2-Anteil zu senken. Manche afrikanische Länder bringen es auch so auf die Reihe, es geht also.

Dass ein Papst sich aber für NATO-Propaganda hergibt und ein Flüchtlingsdenkmal mit einweiht, das sprengt alles. Kein Wort, als man die Zuwendungen an die Flüchtlinge in den Lagern im Libanon massiv gekürzt hat. Und am Ende hat er dann bei der Oster-Fußwaschung denen noch die Füße gewaschen, die noch genug Kohle hatten, wegzurennen. Dass darunter „Gläubige“ waren, die ihn abgrundtief verachten müssen, ist da auch schon egal.

Der Tod von Kurdi wurde instrumentalisiert, um die Bevölkerung in Europa weich zu kochen, den ganzen Nahen Osten herein zu bitten. Da war es egal, dass Kurdi noch leben könnte, wenn der Vater nicht nur an sein Gebiss gedacht hätte. Dass er am Ende zur Beerdigung seines Sohnes zurück in die Heimat gefahren ist, zeigt, dass die Bedrohungslage wohl doch nicht so groß war, um wegzurennen. Man muss die ganze Geschichte nicht auseinander dividieren, doch wie blöd muss man sein, dass man diese plumpe Inszenierung der medialen-globalistischen Durchlauerhitzer auch noch in Stein meißeln will?

Wenn nix mehr hilft und die Glaubwürdigkeit der Politik und der Medien schon dahin ist, wer hilft? Der Papst. Dieses lallende Etwas, als würde Mutter Theresa auf dem Sterbebett durch ihn sprechen.

Als ich einen angehenden Pfarrer fragte, warum es unbedingt nötig gewesen ist, einen Marxisten zum Papst zu machen, hat er mir gar nicht widersprochen, dass er einer sei. Es ist ja auch nicht so abwegig, dass Ratzinger durch den Wunschkandidaten der weltkommunistischen Globalistengilde ersetzt wurde. Schließlich war Bergoglio auch schon unter der argentinischen Militärdiktatur pflegeleicht.

Die in einer Nachricht komprimierte Kombination aus Flüchtling, Kurdi, Klimawandel und Papst ist so dick aufgetragen, wie die Ein-Minuten-Fassung eines Rosamunde-Pilcher-Filmes. Auch der hartgesottenste Fernsehzuschauer würde spätestens hier zum GEZ-Verweigerer werden.

Kein Problem für Bayern 5. Da ist immer noch eine Steigerung möglich.