Virtue Signalling, die Moralpose.

Die meisten deutschen aus Medien, Polit- und Kulturbetrieb haben ja mit der Zeit alle Entwicklungen in den USA wohlwollend übernommen. Besonders Gender-Mainstream und die dritte Welle des Feminismus sind dabei zu nennen. Nachdem Harvey Weinstein mit seinem frauenfeindlichen Gehabe aufgeflogen ist, wurde die Kampagne #metoo gestartet, wo Frauen aus der Film- und Musikbranche ihre Erlebnisse sexueller Übergriffigkeit schildern. Inzwischen sind auch weibliche Angestellte am Brüsseler Politbüro darunter. Noch vor Trumps Wahl haben sich Wichtigtuer aus dem Kulturbetrieb dazu verpflichtet, die USA zu verlassen, sollte er die Wahl gewinnen. Auch das nuschelnde Untalent Till Schweiger hat sich dem sofort angeschlossen. Die sind natürlich immer noch da und echauffieren sich darüber, wenn sie Mails kriegen, wo man sie auffordert, endlich ihre Koffer zu packen.

Da muss man sich wundern, wenn die deutsche Journale nicht den Begriff „Virtue Signalling“ gleich mitübernommen hat. Nein, man muss sich nicht wundern. Denn dieser Begriff sammelt alle diejenigen, die das gemeine Volk aus moralischen Gründen gefahr- und anstrengungslos dazu verpflichten wollen, die Welt zu retten. Es ist das Tapfer im Nirgendwo, das demonstrative Zurschaustellen des eigenen Gutseins, die Präsentation der eigenen Tugendhaftigkeit in Dauerschleife. Mit etwas Anstrengung hätten die Medial-Hochbegabten bei den Neuen Deutschen Medienmachern aus dieser eckigen Übersetzung sicher einen griffigen Begriff für eine Kampagne gemacht. Schließlich wandelten sie Asylant auch zu Asylbewerber zu Flüchtling hin zu Schutzsuchende, um auch den letzten Kritiker emotional weichzukochen.

Man winselt mit den angeblich aussterbenden Eisbären wegen des CO2-Ausstoßes und fliegt noch schnell mit dem Privatjet zur Verleihung eines Umweltpreises. Während man selbst mehrere Villen in ethnisch rein weißen Gebieten mit diversen ungenutzten Schlafzimmern besitzt, soll der gemeine Proll die Wohnung mit allen Unkulturen der Welt teilen. Der moralisch verkommene Bodensatz von Hollywood oder des US-Musikbetriebes ist der Vorreiter des Virtue Signalling.

Nun läuft man Sturm gegen sexuelle Belästigung und Anmache durch böse weiße Männer, die einem als Gegenleistung einen Aufstieg in der Branche ermöglicht haben. Das sind abartige Typen, von denen sich Frauen schon vor 50 Jahren fernhalten hätten sollen, um ihr eigenes Ding zu machen.  Wo sind die rein weiblich geführten Filmstudios und das rein weibliche Management in der Musikbranche? Gibt’s nicht. Die Weiber wollen auf die Bühne und vor die Kamera und nicht irgendwelche Kalkulationen für Sets und Plattenverträge machen. Dafür darf der Mann auch die Drecksau sein.  Das wissen beide Seiten. Diese verlogene Aktion, bei der jedes Nachpfeifen, jeder Klapps auf den Hintern und am Ende jedes Kompliment kriminalisiert wird, dient nur dazu, sich selbst zu profilieren und gewöhnliche Frauen und Männer zu entzweien. Der kulturmarxistische Abschaum hält ohnehin zusammen. Wie ich darauf komme? Ausgerechnet Lady Gaga und Joe Biden haben eine gemeinsame Aktion gegen sexuelle Belästigung gestartet. Der, der sich nicht mal schämt, wenn die Kamera läuft, dass er mit seinen geilen Pfoten kleinen Mädchen schamlos sonst wohin tatscht. Das ist dieser widerliche Typ, der einer 13-jährigen bei einem Familienphoto-Termin ins Ohr geflüstert hat, wie scharf sie ihn mache. Obwohl ein Mikro das alles aufgezeichnet hat, hat es ihm in keiner Weise geschadet. Wohl, weil der Tonfuzzi ebenfalls schon am Mikroständer gerubbelt hat.

Wenn sich ein Joe Bien und ein Harvey Weinstein noch während die Kamera läuft so unkontrolliert aufführen wie Nachbars Lumpi, da will man gar nicht wissen, was die treiben, wenn die Kamera aus ist. Und die Frauen und Mütter biedern sich trotzdem an, anstatt ihnen vor aller Leute in die Eier zu treten, wenn sie ihre Töchter befummeln.

Wie schön wäre es, wenn Virtue Signalling eine griffige deutsche Entsprechung hätte. All die Teddybärenwerfer, Feministinnen, Kämpfer gegen Rechts und die ganzen Klimaesoteriker könnten ihre Statements endlich unter einem Sammelbegriff ablegen, der ein Weiterlesen überflüssig machen würde. Tugendschleudern? Moralpose?

„In einer Moralpose erklärte Claudia Roth (Till Schweiger, der DFB…), dass Flüchtlinge…“

Wer würde hier noch weiterlesen?

Bild. youtube, screenshot bearbeitet