Deutschland. Land der Söldner.

Die größte Stabilität, Macht und Möglichkeit sie zu erweitern, gab es immer dann, wenn es genug Söldner gab. Ich meine jetzt „Söldner“ in dem Sinn, dass es Menschen gibt, für die es sich nicht lohnt, selbst jemanden auszurauben.

Der Mangel bei anderen führt dabei immer dazu, seine eigenen Güter durch Tausch überproportional zu mehren. Doch mit der Zeit lässt sich dieser Wohlstand gegen Neider nur schwer verteidigen. Man braucht eine Art Söldner zum Schutz. Es eigneten sich dazu am besten Menschen, die für Nahrung alles tun, weil sie selbst nicht in der Lage waren ohne Sippe zu überleben. Sie zogen ein fortwährendes Auskommen, der schnellen Beute vor.

In den Zeiten, in denen man den Naturgewalten noch höheren Mächten zuschrieb als menschlichen Kräften, lag es auf der Hand, dass man die besondere Stärke eines Mannes oder seine besondere Geschicklichkeit höheren Mächten zuschrieb.

Unter so einer außergewöhnlichen Person zu dienen, war für den unterdurchschnittlich Begabten eher von Vorteil als bloß in einer Sippe zu leben, ins besondere weil eine Verbindung zu höheren Mächten bestand.

Denn geraubt ist nur ein Mal. Es waren die Unfähigen, die sich gerne wo unterstellten, weil sie auch nicht in der Lage waren, das Geraubte zu „investieren“, um später davon zu leben. Die zogen auch in den Krieg für fremde Interessen, denn sie wären ohnehin verhungert. So konnten sie, falls sie überlebt hatten, entweder plündern oder sie bekamen Sold und später Land.

Die Schul- bzw. die Bildungspflicht führte dazu, dass die meisten Menschen auch für sich selbst sorgen konnten und sich nicht als Knecht, Söldner oder Hilfsarbeiter verdingen mussten. Gleichzeitig bot die SPD in ihren Anfangszeiten Kurse und Veranstaltungen für Arbeiter an. So stiegen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Bürger, allerdings auch deren Selbstbewusstsein und deren politischen Forderungen nach Teilhabe.

Man kann heute im ersten Moment den Widerspruch nicht verstehen, warum man einerseits unseren Wohlstand von hoher Bildung abhängig macht, andererseits unser Bildungssystem systematisch an die Wand fährt.

Die Forderungen nach immer mehr Bildung sind nur leere Worte, denn die Schulen haben gar nicht diesen Auftrag:

Die allgemeine Schulpflicht dient in Deutschland der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags. Dieser Auftrag richtet sich offiziell auch auf die Heranbildung der Schüler als zukünftige Staatsbürger.

Aha! Es geht also nicht in erster Linie um einen Bildungsauftrag, sondern um einen Erziehungsauftrag. Früher haben die Eltern ihre Kinder so erzogen, damit sie beschulbar waren, für die Bildung sorgte dann die Schule. Heute reißt der Staat schon vom Säuglingsalter an die Erziehung an sich, während man die Schüler und später die Studenten völlig verblöden lässt und das einzig Sinnvolle oft nur noch von den eigenen Eltern beigebracht bekommen.  Das Niveau ist inzwischen so weit gesunken, dass Abiturienten nichts daran finden, dass in der Mathematikprüfung weder Wurzel noch Logarithmus verlangt werden und man trotzdem eine Studienbefähigung erlangt; auch für Mathematik. (einfach mal Abi-Prüfungsarbeiten von Hamburg anschauen)

Was die Kita und die Ganztagsschule nicht leisten kann, schafft dann die intellektuell völlig entkernte mediale Dauerberieselung. Am Ende soll ein hirnloser aber ungefährlicher, loyaler Staatsbürger stehen.

Man stampft 19000 mögliche Studiengänge aus dem Boden, obwohl vielleicht 10 aus dem MINT-Fächern nötig wären, den Laden zu schmeißen. Es soll die Illusion von Wissen und Bildung vermittelt werden, die später in die Einsicht mündet, dass man allein nicht lebensfähig ist und einfach nix kapiert, sich das aber nicht eingestehen kann. Man wohnt noch zu Hause bei den Eltern und kann nur hoffen, dass der nutzlose und sinnfreie Studienabschluss von einer ebenso nutzlosen und sinnfreien staatlichen oder staatlich geförderten Einrichtung nachgefragt wird. Und er wird seinem Arbeitgeber immer loyal zu Diensten stehen und auch den größten Blödsinn gegenüber den Bürgern umsetzen.

Und somit wären wir wieder an den Anfängen, als sich aus der Sippe langsam ein Staatswesen bildete, wo eine kleine politische und wirtschaftliche Oberschicht vom Rest freiwillig oder durch Zwang ausgehalten wurde.

Unser Heer von Söldnern besteht heute zum Großteil aus dem studentischen Prekariat mit wertlosen Studienabschlüssen, das für Geld alles machen muss. Gibt es bessere Sklaven? Denen kann man sogar ein unbezahltes Praktikum noch als Gewinn verkaufen.

Gleichzeitig muss man den Eltern einreden, dass Haupt- oder Mittelschüler Bildungsverlierer sind und „froh“ sein können, wenn sie eine Lehre machen dürfen. Dabei sind diese Gesellen am Ende wohl noch die einzigen, die etwas können, was Sinn macht und nachgefragt wird. Das darf man ihnen natürlich nicht auf die Nase binden.

Für alle, die völlig resistent gegenüber Bildung und Erziehung sind und auch nicht vor Gewalt zurückschrecken, gibt es noch die Möglichkeit, als Dealer, Schleuser oder Hehler einem Herrn zu dienen.

All die charakterlosen, kriminellen Versager können aber auch wieder als echte staatliche Söldner bei der ANTIFA anheuern.