Heiße Luft.

Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt: „Osnabrück. In Deutschland gibt es mehr Übergriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen als bisher bekannt. Polizei und Verfassungsschutz registrierten im zweiten Quartal 274 islamfeindliche Angriffe – zunächst war von 201 Fällen die Rede gewesen. Auch im dritten Vierteljahr waren es mit 217 ebenfalls mehr als noch zu Jahresbeginn (im ersten Quartal) mit 200 Fällen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) vorliegt.“

Die Zeitung hält natürlich die Originalantwort unter Verschluss. Ähnliche Behauptungen auf anderen Gebieten könnte man heute auf keiner alterativen Nachrichtenseite mehr unterbringen, ohne einen Link auf das Original zu setzen. Aber egal. Als interessierter Bürger will ich natürlich genauer wissen, welche Angriffe es gegen muslimische Einrichtungen gegeben hat. Schon Mitte des Jahres meldete die Welt hunderte Angriffe auf Muslime und Einrichtungen.

Für mögliche Einzelfälle kombinierte ich Moschee+Schnitzel und Moschee+Schweinekopf. Dabei kam ich allerhöchstens auf 10 Fälle im Jahr 2017; es sollen 15 im ersten Quartal gewesen sein. Die jetzige Anfrage der Partei DIE LINKE habe ich nicht gefunden; anscheinend stellen sie diese Anfrage aber inzwischen mindestens zweimal im Jahr. Darum habe ich mir die Auswertung des 4.Quartals 2016 angesehen. Da muss man schon fragen, wie viel heiße Luft man dort noch hineinblasen muss, um hier eine überdurchschnittliche Bedrohung zu erkennen. Bei fast jeder Beleidigung der Religion oder Bedrohung im Internet wird sofort von einem Angriff, Hasskriminalität und Straftat gesprochen. Da marschiert auch fast standardmäßig der Staatsschutz auf.

Es gab 9 Verletzte durch Rechtsextreme, aber keine Verhaftungen(?). Dass es dafür immer einer gewissen Anzahl an Hohlköpfen bedarf, versteht sich von selbst. Dass sich diese „volkstümliche“ Religionstruppe aber als stigmatisiert oder diskriminiert sieht, halte ich allerdings für einen Witz. Schon wenn es in den unteren Fußball-Spielklassen Bedrohungen der Schiedsrichter oder Massenschlägereien gibt, dann heißen die Spieler laut Aufstellung meist nicht Willi, Heinrich oder Franz.

Die muslimischen Neubürger sind auch außerhalb des Spielfeldes wesentlich fleißiger. Allein in der letzten Woche finden sich mindestens 14 „Einzelfälle“ für Deutschland, da braucht man solche Banalitäten wie in der Antwort der Bundesregierung gar nicht bemühen. Messern, belästigen, vergewaltigen, das volle Programm.

Haben unsere Volksvertreter (die sollten eigentlich auch Christen vertreten) je eine Anfrage zu Übergriffen auf christliche Gotteshäuser gestellt? Aber „Dumme-Jungen-Streiche“ sind wohl keine Anfrage wert, auch wenn es heißtRund 200 Kirchenschändungen werden aktuell pro Jahr allein in Bayern angezeigt. Es werden Kreuze zerbrochen, Altäre zerschlagen, Bibeln angezündet, Taufbecken umgestürzt und die Kirchentüren mit islamischen Bekundungen wie „Allahu akbar“ beschmiert.“

Schon mal deswegen einen bestürzten Politiker gesehen? Eine Lichterkette? Höchstens hat ein Pfarrer dann die als rechtsextrem gebrandmarkt, die ihren Unmut über diese Schändungen gezeigt haben, und ihnen eine Instrumentalisierung dieser Taten vorgeworfen.

Solange es keinen Anschlag auf einen Gottesdienst in Deutschland gibt mit mehreren Toten, wird sich das auch nicht ändern.

Ach. Ich erinnere mich. Gab es nicht letztes Jahr durch einen islamischen Anschlag mehrere Tote auf einem Weihnachtsmarkt?

Es bleibt wie‘s ist! Alles gut! Hier gibt’s nichts zu sehen! Einfach weitergehen.

Bild:Von Caspar David Friedrich – 1./2. Unbekannt3. GalleriX, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2184609