Eine Krise wird im Kopf entschieden.

Die Bundesregierung in Form von Herr de Maiziere möchte die so genannten Prepper stärker überwachen. Das sind die Leute, die größere Vorräte an Lebensmittel und Werkzeuge für Krisenzeiten horten. Man wirft ihnen in gewisser Weise vor nicht an einen stabilen Staat zu glauben, der auch im Krisenfall für seine Bürger sorgt.

Da sind ihm natürlich Bürger lieber, die inzwischen ausschließlich mit Karte zahlen und so blöd waren wegen der billigen und bequemen Fernwärme ein Haus ohne Kamin gekauft haben. Ihm sind auch die Bürger lieber, die ausschließlich Fertigprodukte kaufen, nicht kochen können und so auch nicht mal das Notwendigste im Haus haben. Sie lassen sich lieber per App zum nächsten Imbiss leiten.

Schäuble hatte mal gemeint, dass man eine große Krise brauche, um Europa zu einen. Es geht darum, dass man möglichst viele Menschen durch Alimentierung und Umverteilung vom „fürsorglichen“ Staat abhängig macht. Man möchte willige, unmündige und unfähige Schafe, die den Eliten nicht gefährlich werden können.

Diese Schafe hoffen, dass ihr Handy im Krisenfall genug Akku hat, damit man auch mitbekommt, wo man staatliche Hilfe bekommt. Das sind die gleichen Leute, die ihren Diesel wegen Feinstaub verschrotten und ihre Kinder in den zweisprachigen Kindergarten mit Yoga schicken, diese aber durch ihr Vorbild so unmündig belassen, dass sie keinen Tag einer Krise überleben würden, weil man schon panikt, wenn im SUV eine Warnleuchte angeht.

Dabei ist durchaus bereichernd, zu überlegen, was man tun würde, wenn es wochenlang keinen Strom mehr gäbe, kein Geldautomat mehr funktionierte und die Nahrungsmittel zu Neige gingen. Man sieht seine Umgebung mit andren Augen. Wer ein Buch gelesen hat über essbare Wildpflanzen, der ist auch neugierig und probiert sie. Gänseblümchenköpfe oder Spitzwegerich; vom Löwenzahn kann man im Grunde alles essen. Es reicht, wenn man dazu einen oder zwei Zentner Kartoffel im Keller stehen hat; Futterkartoffeln haben originelle Formen und sind spottbillig. Dazu 10 Packungen Gemüsebrühe. Auf dem Land sind Krisenzeiten wohl ein Klacks im Vergleich zur Großstadt, denn zumindest Trinkwasser ist in der näheren Umgebung immer zu finden.

Durch diesen kleinen Schritt ist man fast genötigt, sich etwas unabhängig und frei zu machen. Genügend Bargeld im Haus und auch damit zahlen. Der Staat muss nicht wissen, wofür ich mein Geld ausgeben und auch nicht welche Neigungen und Interessen ich habe.

Freiheit und Unabhängigkeit setzen voraus, dass man auch selbstgenügsam ist und mit sich selbst auch etwas anzufangen weiß. Wer ein Musikinstrument spielen kann, alleine Sport betreibt oder sich Tiere hält, kann sich schwer erpressen lassen.

Am Ende sind Prepper nur an ihren Vorräten zu erkennen. Dabei ist es eher die mentale Frage. Wer die Gegenwart, in der wir (zumindest die meisten) sorglos leben können, als glückliche Ausnahme sieht, der wird auch locker bleiben, wenn sich die Dinge um 180° wenden, und nicht nach einem staatlichen Beschützer rufen.