Kultur wird mobil.

Auf der rechten Seite pi-news muss man ja manchmal die etwas überspitzte Wortwahl wegrechnen oder auf die immer verlinkte Originalquelle gehen. Die Realität will es aber manchmal, dass es weder Überspitzung noch Satire bedarf. Sie ist einfach schon so zu gut. Der Besitzer des Balinger Bahnhofs, ein GRÜNER Vorkämpfer, fühlt sich durch das Verhalten der flüchtigen Neuankömmlinge gestört und beklagt die Vorfälle in einem Leserbrief an eine Tageszeitung, der dort abgedruckt ist. Vor allem, weil diese zwar immer von der Polizei einkassiert werden, kurze Zeit später aber wieder am gleichen Ort auftauchen. Sogar ein Vergewaltiger konnte live als alter Bekannter identifiziert werden. Am Ende des Artikels beklagt eine pensionierte Lehrerin, dass es nach der anfänglich großen Nachfrage nach Sprachkursen einen massiven Einbruch gegen Null (bzw. auf Null) gab. Die Ursachen könne man sich nicht erklären.

Liest man den Leserbrief des GRÜNEN, der nun Anfeindungen ausgesetzt ist, und die Klagen der Integrationshelferin, da muss man sich schon fragen, wie solche Leute im Geiste verschaltet sind. Kein Bericht in Tageszeitungen, keine Meldung über die kulturelle Eigenart bestimmter Herkunftsländer, keine Statistik war in der Lage, etwas zu ergründen oder vorauszusehen. Die Verhältnisse mussten buchstäblich die Tür eintreten, um überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden. Womöglich hält man das jetzt noch für einen Balinger Einzelfall, während der Rest Deutschlands von der Bereicherung der Zu-uns-Kommenden profitiert.

Man sollte eine Art Kulturmobil durch Deutschland fahren lassen. An Bord eine Horde testosterongesteuerte Reisefreudige mit Messerset. Eine Stunde Aufenthalt in jeder bisher unbereicherten Kleinstadt oder Stadtteilen von Hamburg oder Berlin, dann klappt es auch mit dem Umdenken.