Trump vs. Steinmeier. Der Bürger hört, was er verdient.

Letzte Woche gab es den Vorlauf zu der Weihnachtsansprache von Frank Walter Steinmeier, sowie der erwarteten Neujahrsansprache von Angela Merkel. Donald Trump ist schuld an den Unruhen im Nahen Osten und hat sich mit seiner Steuerreform das größte Geschenk selbst gemacht. Im Mittagsmagazin bei Armin Lehmann berichtete diese Woche darüber sogar ein ZDF-Hetzer in Washington vor Ort mit Schaum vor dem Mund. Wie kommt es, dass sich das Establishment in Politik und Medien inzwischen auf die ihnen genehmen Bruchstücke einer Meldung stürzt und dann völlig unbeherrscht und emotional aufgeladen loszetert wie ein Proll.

Bei Trump will man davon ablenken, dass viele Teile seiner Steuerreform auch von seinen erbitterten Gegnern unterstützt werden, solange man ihnen vorgaukelt, es wären die Vorschläge von Bernie Sanders. Auch war die Anerkennung Jerusalems als Israelische Hauptstadt durch Trump auch von Clinton und Obama ausgesprochen worden, doch nur als leere folgenlose Worthülse, allein zur Selbstprofilierung. Dass die Moslems nun beleidigt rumpöbeln und sich wie kleine beleidigte Kinder schreiend auf den Rücken werfen, als hätten man ihnen ihr Spielzeug weggenommen, das wird allein der Entscheidung Trumps zugeschrieben und nicht den zivilisatorischen Defiziten der Palästinenser.

Deutsche Politiker reden bei Weihnachts- und Neujahrsansprachen immer so, als bestünden ihre Kritiker nur aus Pflegefällen, die von verschenkten Steuergeldern zu wenig abbekommen haben.

…Nun bin ich im zurückliegenden Jahr viel unterwegs gewesen in unserem schönen Land und habe Orte kennengelernt, die alles herbeisehnen – nur keine Stille.

Orte, in denen es schon lange keine Tankstelle oder Lebensmittelgeschäfte mehr gibt, inzwischen auch die Gaststätte geschlossen ist, die Wege zum Arzt immer weiter werden und die letzte Busverbindung eingestellt ist. Solche Orte gibt es zu viele, im Osten wie im Westen unseres Landes. Und aus diesen Orten weiß ich: Es gibt eine Stille, die bedrohlich werden kann. Denn für die, die geblieben sind, ist das Leben schwer geworden! Und ich kann verstehen, dass die Menschen dort unzufrieden sind, sich sogar abgehängt fühlen. Aber ich habe auch Menschen kennengelernt, die nicht hinnehmen, dass Leere sich breitmacht, – Menschen, die diese Stille wieder mit Leben füllen. Ich denke – stellvertretend für andere – an einen kleinen Ort in Sachsen. Vielen, vor allem jungen Leuten, war es viel zu still geworden. Es sind Leute, die ihre Heimat als einen Ort erhalten, der Gründe gibt, zu bleiben, vielleicht sogar dorthin zurückzukehren…

Steinmeier redet, als habe er ehemalige Kriegsgebiete besucht, wo der Wideraufbau vorübergehend ins Stocken geraten ist, würde man die Worte „schon lange“ in „noch nicht“ verändern. Dabei sind es nicht irgendwelche alte verbitterten Hinterwäldler, die dieses Gesülze nicht mehr hören können, sondern gut ausgebildete Familienmenschen in der Nähe der großen Städte. Die wollen nicht, dass man Almosen an sie verteilt, sondern, dass man nach der Spätschicht nicht von Gruppen „junger Männer“ angemacht wird oder die eigenen Kinder in der Schule von deren Ableger. Die wollen sich eben nicht ein weiteres Windrad in den Garten pflanzen lassen, um sich gut zu fühlen, wenn man für sich und seine Familie eine der höchsten Strompreise Europas zahlen muss. Dieses Gesülze geht Unternehmern auf den Senkel, die einen Bewerber gerne nach Leistung auswählen und auch wieder loswerden möchten und nicht nach Geschlechter-Quote, Kopftuchfarbe oder Wo-komm-ich-her-Status.

…Das Geld fehlt, wo es andernorts auch fehlt. Aber das hat sie nicht aufgehalten: Deshalb gibt es dort jetzt wieder ein von Freiwilligen betriebenes Café und Treffpunkt dort im Zentrum, ein kleines, als Bürgerinitiative gegründetes Kino, einen von Nachbarn gebauten Spielplatz und Häuser, für die die Gemeinde Sorge trägt, die sie vor dem Verfall schützt und für junge Familien wieder herrichtet. Solche Menschen, die ich in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ebenso getroffen habe wie in Bayern und Niedersachsen, solche Menschen machen Mut – und sie verdienen Ermutigung. Mehr noch: Sie verdienen Unterstützung durch die Politik…

Was für ein Witzbold! Versuchen Sie mal professionell sowas anzubieten. Unter dauerndem staatlichen Misstrauen, Vorschriften, Regulierungen und Gebühren, sowie einer steuerlichen Daumenschraube, bei der sie ohnehin 50% abdrücken müssen, können Sie am Ende froh sein, wenn sie nicht bei 70 Wochenstunden auf Hartz-4-Neveau landen.

Für Politiker sind Menschen mit Eigeninitiative potentiell kriminell, der Rest ist unmündig und muss geschützt und betreut werden. Sie haben aus den Augen verloren, dass der Staat vorrangig zuständig ist für äußere und innere Sicherheit und Rechtssicherheit und diese auch durchsetzen muss.

An den Hochwassern oder der Schneekatastrophe von 2006 konnte man sehen, dass sich die Bürger am effektivsten organisieren, wenn sich Politik weitgehend heraushält.

Der Staat muss sichere Rahmenbedingungen schaffen und traditionelle Strukturen erhalten, die sich als erfolgreich erwiesen haben. Er muss an die Fähigkeiten seiner Bürger glauben, eigenverantwortlich zu handeln,

Trump hat dies in einer kürzlich gehaltenen Rede wieder aufgegriffen, weil er glaubt, dass der Staat darüber hinaus nicht in der Lage ist, alles und jedes zu regeln und zu regulieren und sich auf seinen Kern rückbesinnen muss.

…A nation without borders is not a nation.

A nation that does not protect prosperity at home cannot protect its interests abroad.

A nation that is not prepared to win a war is a nation not capable of preventing a war.

A nation that is not proud of its history cannot be confident in its future.

And a nation that is not certain of its values cannot summon the will to defend them…                                                                                                               

Das ist die Blaupause für deutsche Medien und deutsche Politik wie man es auf keinen Fall sieht: Das eigene Land darf ruhig eine Landschaft sein, ein grenzenloses Allgemeingut für Allerwelt.

Man darf die eigene Bevölkerung in den finanziellen Würgegriff nehmen zu Gunsten von Ländern, wo die Bevölkerung weit besser dasteht oder wo man sich „humanitär verpflichtet“ sieht.

Man will sich militärisch engagieren und andere Länder sanktionieren, wenn es gegen vermeintlich deutsche Interessen oder die „Weltgemeinschaft“ geht, bringt aber keinen eigenen Hubschrauber mehr in die Luft, geschweige denn ein U-Boot ins Wasser.

Die Zukunft Deutschlands sehen sie in der Verneinung jeder deutschen Kultur und deren historischen Leistungen und der Verleugnung jeglicher traditioneller Werte. In abartiger Weise degradieren sie den Bürger auf einen immer neidischen und nimmersatten Konsumenten, der unfähig ist, über sein eigenes Schicksal zu bestimmen. Und der Staat ist der Betreuer.

Wenn Trump nur halbwegs Erfolg hat, dann kann er wiedergewählt werden. Denn für den traditionellen Amerikaner ist jeder für sein eigenes Schicksal verantwortlich und wenn es einem persönlich nicht gelingt, ein gutes Auskommen zu erreichen, so reicht es bei anderen zu sehen, dass es möglich ist. Es ruft bei ihnen Bewunderung hervor und ist Ansporn und nicht die Quelle von Neid, wie in Deutschland. Die amerikanische Linke will allen einreden, der eigene Misserfolg komme von Rassismus, Antifeminismus und der Vorherrschaft des weißen Mannes. Man produziert im Studium so nur mehr Schneeflöckchen und Jammerlappen, die ihr ganzes Leben bei den Eltern leben müssen, weil sie danach lebensunfähig sind. Deutschlands Sozialsystem und überbordendes Netz halbstaatlicher Organisationen bietet auch für diese Minderleister noch eine Überlebenschance, wenn nicht gar ein fürstliches Auskommen.

Unser Wahlsystem sorgt im Gegensatz zu den USA dafür, dass ein Steinmeier oder auch eine Merkel, fern jeder direkten Zustimmung durch die Bevölkerung, wiedergewählt werden können und wir so auch weiter die Ansprachen hören, die wir verdienen.