Weiße Sharia und Carolins Welt

In den letzten Jahren waren sich die Parteien einig, dass Gender, „Gender Studies“ und alles was damit zusammenhängt eine tolle Sache ist. Man hat einfach Fördergelder vergeben, ohne jemals zu rechtfertigen, was man hier in den letzten 20 Jahren für das Land erbracht hat, außer wenigen unvermittelbaren Frauen mit nutzlosen Studienabschlüssen zu einem lukrativen Job auf Staatskosten zu verhelfen. Kein Wunder, dass man es in all den Jahren nicht geschafft hat, Drittmittel zu aquirieren. Und das will was heißen. Die Kritiker wie Birgit Kelle oder die Demo für alle konnte man leicht durch eine entsprechende Diskreditierung in den Medien ausbremsen, wenn man sie nicht gleich totgeschwiegen hat. Nun hat man die Flucht nach vorne angetreten, denn mit der AfD im Bundestag könnte es doch mal sein, dass diese den Antrag stellen, welchen Mehrwert Gender Studies produzieren, wo die Absolventen in der freien Wirtschaft nachgefragt sind und wo sie ihre Wissenschaftlichkeit nachgewiesen haben. Da kann dann eine breite Öffentlichkeit daran teilhaben, wie man in den letzten Jahren sinnlos Steuergeld verprasst hat.

In der FAZ hat nun Carolin Wiedemann einen Artikel veröffentlicht „Die weiße Sharia. Faschismus und Männlichkeit.“ Die Dame verquirlt hier die gewöhnlichen Positionen zu Frau und Familie der Bevölkerungsmehrheit, die auch mal CDU-Positionen waren, mit völkisch, nationalen Querköpfen, die sich das 19.Jahrhundert wieder herbeiwünschen. Es gibt genügend, auch Frauen, die einen aggressiven Feminismus ablehnen. Sie gehen davon aus, dass Mann und Frau zumindest in gewissen Rahmen von Natur aus typisch weibliche oder männliche Verhaltensweisen zeigen und ihre „biologische“ Rolle auch annehmen.

Ich will mal drei Abschnitte herausgreifen. Schon der Anfang sagt alles:

„Die Argumentation geht bis zum Topos der Rassenschande“, sagt der Politologe Sebastian Dörfler, der zu Antifeminismus in der Neuen Rechten forscht. „Der Frau werden Eigenschaften als natürlich zugeschrieben, die sie zu einer permanenten Bedrohung für die innere Ordnung der Volksgemeinschaft machen.“ 

Da reicht das Wort Volksgemeinschaft, um eine völlig vernünftige Annahme sofort zu diskreditieren. Nämlich, dass einer Frau völlig natürliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Ich kann als Mann versichern, dass man bei einer Frau nach ihrem Aussehen und nach ihren ersten drei Sätzen weiß, was man natürlicherweise ungefähr kriegt. Und da bin ich nicht der einzige.

Leichter ist es, in die populistische Klage einzufallen, gender-neutrale Toiletten seien schuld am vermeintlichen Zerfall der Gesellschaft.

Natürlich sind genderneutrale Toiletten nicht schuld am Zerfall der Gesellschaft, sondern sie sind viel mehr Ausdruck des Zerfalls. Sie sind Ausdruck der völligen Verblödung der Geisteswissenschaften an den Unis. Die Frauen beschweren sich nämlich inzwischen, dass Männer im Stehen in den Kabinen pinkeln, ohne die Türe zu schließen. Die ganzen Tussen haben so lange geforscht und nicht herausgefunden, dass Männer sich meist genau so verhalten, wenn alle Pissoirs besetzt sind. Und jetzt wollen sie ihr eigenes Klo zurück. Vielleicht sollten sie ihre Ideen von der Welt nicht in abgeschlossenen, esoterischen Unizirkeln besprechen, sondern den Mann (oder Frau) auf der Straße fragen. Und wenn man viele fragt, die man nicht kennt, und dann aufschreibt und daraus einen logischen Schluss zieht, das wäre dann Forschung.

Wie das angeschossene Tier ist auch das untergehende Patriarchat, so die Soziologin Franziska Schutzbach, womöglich gefährlicher als das Patriarchat selbst.

Was wollen die nach dem Patriarchat? Ein Matriarchat? Das funktioniert schon nach der Meinung meiner Frau nie, denn Frauen behandeln als Chef ihre untergebenen Frauen wesentlich fieser, als es ein Mann je könnte. In reinen Frauengruppen neigen Frauen zu Intrige und Missgunst und arbeiten uneffektiv mit viel Gelaber. Ihren Worten nach genügt oft ein einziger Mann, damit sich die Gruppe untereinander wesentlich sozialer gibt und auch effektiver wird. Warum das so ist, konnte sie mir auch nicht erklären.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass Sexismus und Frauenverachtung Triebkräfte der Neuen Rechten sind. Dass der Hass auf Feminismus und den vermeintlichen „Gender-Wahn“ all jene verbindet, die sich im „Kulturkampf“ wähnen. Genauso wichtig wie die Schließung der Grenzen scheint der AfD die Abschaffung der Gender Studies zu sein, die die kulturelle Bedingtheit von Männlichkeit und Weiblichkeit erforschen. 

Es hat nichts mit Frauenverachtung oder Hass auf Feminismus zu tun, wenn man Gender Studies für Esoterik hält. Die forschen nämlich nicht an der kulturellen Bedingtheit von Männlichkeit und Weiblichkeit, sondern sie setzen das schlichtweg voraus und bauen darauf ihre ganze „Wissenschaft“ auf.

Deshalb zetern sie ja immer so, wenn ein Biologe kommt und das Bild wieder geraderückt. Ist ja zu blöd, wenn es am weiblichen Zyklus liegt, welchen Typ Mann eine Frau gerade bevorzugt, und nicht an einem Geschwafel in der Erziehung. Mit Verhaltensforschern und Genetikern stehen sie ohnehin auf Kriegsfuß. Anstatt aufgrund von Kritiken ihre Theorien zu verbessern bzw. ihre eigene zu rechtfertigen, ist jede Kritik sofort antifeministisch und rechts.

Echte Konservative verehren die Frau und nehmen die Frau in ihrem Sosein mit ihren Stärken und Schwächen. Frauenquote ist für sie eine Beleidigung der Frau und, wenn Frauen meinen, sie müssten sich neu definieren und Männer müssten das auch tun, das ist dann deren Bier; eine Minderheitenmeinung. Männer wollen schlanke Frauen mit einem geilen Hintern, die Humor haben und nicht alles zerreden müssen. Die wollen eine, die weiß, was sie selbst will, und nicht wartet, dass der Mann sie glücklich macht und wie eine Klette dranhängt.

Frauen wollen Männer, die zwar im Haushalt mithelfen, aber auch sagen wo der Hammer hängt. Einen, der im Schneegestöber mit dem Kanister zur nächsten Tankstelle geht oder nachts in den Garten, um zu sehen, was das für seltsame Geräusche waren.

Dieser Artikel von Frau Wiedemann, übrigens Soziologin (würde ich heutzutage nicht mehr damit angeben), versucht, wie viel andere Frauen vor ihr, jede Kritik abzubügeln und pauschal in die rechte Ecke zu stellen. Diese Frau verwechselt Wunschdenken mit Realität. Alle Frauen, die gewollt eigene Kinder haben- und das dürfte die Mehrheit sein- halten meiner Erfahrung nach dieses ganze Gendergequatsche für überflüssig oder es ist ihnen verständlicherweise völlig unbekannt, weil es ihnen keinerlei Mehrwert bringt.

Jetzt fragen Sie mal, warum es Mathematikerwitze, Informatikerwitze oder Physikerwitze gibt und keinen Witz, über den auch Genderforscher_ Inn*en selber lachen können. Weil es lauter verbiesterte Carolin Wiedemanns sind, für die allein schon die natürliche Vorstellung von Mann und Frau Hass und rechte Hetze ist.

Die müssen dann in der FAZ auch solche Artikel für ihre Selbstvergewisserung schreiben.

Nachtrag: Gleich darunter war auf einen Artikel mit der selben Stoßrichtung hingewiesen. Ein Kommentator hat es passend zusammengefasst. Danke.

Zuvielgesellschaft sagt:
3. Januar 2018 um 12:49 Uhr

….http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/toxische-maennlichkeit-zarte-maenner-braucht-das-land-15364998.html

Ein paar Artikel der letzten Tage lassen vermuten, es hätte eine ganze Bento-Abteilung zur FAZ gewechselt