Petra Pau. Das Gesicht des parlamentarischen Zerfalls.

So nebenbei habe ich erfahren, dass die AfD einen so genannten Hammelsprung beantragt hat. Inzwischen weiß ich, dass damit die Beschlussfähigkeit des Bundestags festgestellt wird. Ich fand das dann nicht gerade unwichtig, da ja nach der Abstimmung über die Ehe für alle Grün-linken bereits beim Feiern war, als dann mit totaler Unterbesetzung das NetzDG verabschiedet wurde. Ich habe mir dann die Langversion angeschaut und ich würde jeden raten, sich wenigstens die ersten paar Minuten anzusehen.

Geschäftsführende Bundestagspräsidentin war Petra Pau (Die Linke). Sie ist beauftragt die Sitzung zu leiten und dafür zu sorgen, dass die Geschäftsordnung eingehalten wird. Man könnte auch eine Anzeigetafel installieren und ein Mikrofon, das bei Zeitüberschreitung nach akustischem Hinweis automatisch den Saft abdreht. Und so unauffällig sollte sich auch eine Frau Pau verhalten. Dieser Frau fehlt jegliche Achtung davor, dass sich Menschen, die sich verbal oft aufs Heftigste bekämpfen, immer die Contenance bewahren und sich freiwillig den Regeln der Geschäftsordnung unterwerfen. Die ist keine Deko und kein Tralala, sondern zusammen mit den zivilisierten Abgeordneten gab es nie eine handgreifliche Auseinandersetzung unter ihnen, wie man sie aus Griechenland und der Türkei -und aus Afrika und Orient sowieso- zu genüge kennt. Der Anlass war hier wenig dramatisch, es ändert aber nichts daran, dass sie ihr Amt mit entsprechender Würde vertreten sollte.

Diese Frau ist für dieses Amt aber völlig ungeeignet. Hier fordert also eine Partei etwas, was die Geschäftsordnung zu recht vorsieht. Es könnten sich bei ungünstigen Verhältnissen ja Abgeordnete zusammentun und wegen der geringen Anwesenheit anderer Abgeordnete Gesetze verabschieden, die objektiv nie eine Mehrheit bekämen. Der Hammelsprung ist die letzte Möglichkeit so ein Szenario zu verhindern. Anstatt ihren Respekt vor der berechtigten Forderung eines Abgeordneten und vor der Weitsicht der Väter dieses Paragraphen zu zeigen, liegt fortwährend eine beinahe ekelhafte Arroganz in ihren Ausführungen. In einem selbstherrlichen Unterton glauben sie sich wegen DENEN DA bei den Altparteien entschuldigen zu müssen, weil die jetzt diesen „Blödsinn“ mitmachen müssen. Gleichzeitig behandelt sie die anderen Abgeordneten wie Grundschüler. „Hat das jetzt jeder verstanden?“ hieß es so oder so ähnlich.

Es ist nicht ihre Aufgabe diesen Vorgang so abfällig zu kommentieren. Solche Gestalten wie Petra Pau führen sich auf, als wäre das jetzt ihr Wohnzimmer, wo die, die schon länger hier sitzen, das jetzt so machen, wie sie das die letzten Jahre immer gemacht haben. Geschissen auf eine Geschäftsordnung. Und so hockt sie auch in ihrem Sessel. So etwas genervt vorneübergebeugt mit dem Ellbogen auf der Platte. Und dreht dann nur angewidert ihren Kopf nach rechts wie jemand der im Wirtshaus nach drei, vier Halbe zum Nachbartisch rüberbellt.

Solche Gestalten wie Pau sind es, die die Bürger nicht mehr ertragen können. Ich konnte mir bisher nicht vorstellen, dass Menschen das ganze System in Frage stellen. Jetzt kann ich es. Ein System, das so etwas wie Perta Pau zu einer der Bundestagspräsidenten wählt, die gewählten Volksvertretern in dieser abfälligen Weise gegenübertritt, so ein System ist in seinen Grundfesten modrig und bedarf grundlegend einer Erneuerung.

Bild: Youtube screenshot bearbeitet.

3 Gedanken zu “Petra Pau. Das Gesicht des parlamentarischen Zerfalls.

  1. Danke für die klaren Worte. Ich finde die abgebrochene Studentin der Theatralik – zwei Semester, meiner Erinnerung nach – Claudia Roth noch schlimmer, und KGE ertrage ich erst recht nicht, auch sie ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Pau hat zu Zeiten der DDR selig wenigstens noch als Kindergärtnerin oder in einem vergleichbaren Beruf gearbeiter.

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