Der Marsch der Bekloppten.

In den USA gibt es ja seit Trumps Wahl unzählige Pro-Frauen-Märsche. Man erkennt sie an diesen seltsamen rosa Strickhauben, die die Teilnehmer tragen. Soweit ich mich erinnern kann, berichten auch deutsche Medien immer wieder darüber und suggerieren uns, dass hier eine mächtige Anti-Trump-Bewegung übers Land rollt. Allein die Anzahl bei jedem dieser Events ist lächerlich im Vergleich zur Bevölkerungszahl von 280 Millionen. Da wundert es, dass das eine Meldung wert ist, eine Großdemo im Jemen mit 10000 Teilnehmern oder der pro-live-march, an dem mit Trump zum ersten Mal ein US-Präsident teilgenommen hat mit der gleichen Anzahl, dagegen im Fernsehen kaum Beachtung fanden.

Man kann von infowars halten was man will. Wo sich deutsche Medien aber eine Scheibe abschneiden können, ist der Umstand, dass deren Berichterstatter die Menschen ungeschnitten und unbedrängt zu Wort kommen lassen. So entstehen Charakterstudien über Leute, die man uns als Zukunft der USA nach Trump verkaufen will. Gott bewahre! Wer will kann sich die Originale antun (insg. Ca. 20 min), wem das zu lange dauert bzw. schlecht Englisch kann, hier eine Zusammenfassung.

  • Ein Großteil der Frauen konnte nicht beantworten, warum und wofür sie eigentlich an dem Event teilnehmen. Manche sagten, dass sie wie die anderen für Toleranz und gegen Rassismus stünden, zeigten aber der wirklich freundlichen Journalistin den Stinkefinger oder beleidigten sie; ein älterer Herr drehte sich sogar um und ließ einen lauten Wind fahren.
  • Die behaupten alle, dass die Frauen gewinnen werden und die Frauen von der Unterdrückung befreien wollen, können aber kein Beispiel benennen, wo die Freiheit von Frauen in den USA eingeschränkt würde oder worin der Sieg bestehen sollte.
  • Sie sagen, Trump wäre ein Antisemit und anti-Frauen (antifeministisch sowieso), können kein Beispiel dazu benennen und leugnen einfach, dass Trump Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt hat und noch nie vor Trump so viele Frauen in der Regierung waren. Dazu behaupten sie, dass Trump für den shut-down verantwortlich ist bzw. war.
  • Sie wehren sich gegen die Frauenverachtung von Trump, während Weinstein und andere Hollywood-Größen und B.Clinton überhaupt nicht zur Sprache kommen.
  • Die reden dauernd von Frieden und Toleranz und haben kein Problem damit Trump zu töten.
  • Sie verurteilen den Bau der Mauer zu Mexiko, sperren sich aber dagegen, dass jeder ins Land darf, wer will. Auf den Widerspruch angesprochen, meinen sie, dass man das „smarter“ lösen müsste.
  • Sie wollen gleiche Löhne für alle und propagieren teilweise ein kommunistisches System als Lösung, gehen aber für die Freiheit auf die Straße.

Schon häufiger ist mir aufgefallen, dass solche Leute einfach wie irre weitergrölen, auch wenn sie direkt angesprochen werden. Diese Events sind dazu so professionell flankiert von Organisatoren und Ordnern, dass sie wie eine angeordnete Veranstaltung wirken und nicht wie ein spontaner Aufmarsch.

Mich verwundert der Erfolg Trumps trotz seiner Rüpelhaftigkeit auch, aber es lassen sich die positiven Effekte seiner Politik auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt eben nicht leugnen. Diese Events sind nicht mehr als der Versuch eine Gegenbewegung zu hypen, die es in Wirklichkeit nicht mehr gibt.

Denn die meisten Amerikaner wollen Sicherheit, niedrige Steuern und Arbeitsplätze und sind keine veganen, feministischen Weltenretter, die die Uni jedes Jahr für den freien Markt als fehl- und unqualifizierten Ausschuss ausspuckt.

Die eigene Nutzlosigkeit für die Gesellschaft, für die man dazu noch Unmengen an Studiengebühren für sinnlose Abschlüsse verbraten hat, versucht man durch die moralische Selbstüberhöhung zu kaschieren.

Die Bestätigung des eigenen Gutseins versuchen sie sich gegenseitig auf solchen Frauenmärschen zu holen. Da packte sogar den Berichterstatter von infowars das Mitleid.

Könnten sie sich nicht an ihrem Feindbild abarbeiten, würden sie sich ihres sinnlosen Daseins bewusst. Eigentlich müssen sie beten, dass Trump möglichst lang im Amt bleibt.

 

Bild: Screenshot youtube bearbeitet