Lünen von alternativen Medien falsch gedeutet!

Auf journalistenwatch zerreißt heute ein Claudio Michele Mancini den Auftritt des Direktors, der zu dem Vorfall an seiner Schule in Lünen Stellung nimmt, an der ein Deutsch-Kasache einen Mitschüler erstochen hat. Der Autor erregt sich über das Statement dieses Herrn, weil er die Arbeit der Schule, des Kollegiums, Feuerwehr und Rettungskräfte in den Mittelpunkt stellt und nicht die Tat selbst. Er teilt auch gleichmäßige seine Anteilnahme gegenüber den Eltern von Täter und Opfer aus. Der Spruch „Das Kollegium hat das super gemacht!“ brachte den Autor wohl endgültig zum Kochen, denn am Ende meint er

Er weiß nur zu genau, was in seiner Schule alles nicht stimmt. Manchmal denke ich, dass genau solche toleranzbesoffenen Lehrer mit ihrer manischen Blindheit für Realitäten und einem militant vertretenen Humanismus die Ursache von blindwütiger Gewalt sind.

Ich kann garantieren, dass der vorher mit dem Kollegium schon gebetet hat, dass dieser unbeschulbare Dödel nicht mehr an diese Schule kommt. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Kollegium samt Direktor eingeschworen geradezu darauf brennt, seine Toleranz und sein pädagogisches Talent an solchen Gestalten zu erproben. Allein ein Masochist oder der Chef mit seinen wenigen Pflichtstunden (wenn überhaupt) könnte so drauf sein. Der ist aber wohl eher froh, dass bei der Schülerklientel noch alle Lehrer kommen wollen und sich nicht krankschreiben lassen.

Vielleicht hat er die Schulministerin nur deshalb ausdrücklich erwähnt, weil er die vorher schon 20 Mal angerufen hat und die dann gesagt hat, dass er ja so ein „super“ Kollegium hat und das dann schon irgendwie schaffen wird. Weil die Schule in der Nähe von Dortmund liegt, kann man davon ausgehen, dass es da noch welche gleichen Kalibers gibt wie der Mörder. Vielleicht hat er sein „super“ Kollegium nur deshalb gelobt, um der Dame unter die Nase zu reiben, dass er es „super“ fand, dass es ihr die Dankbarkeit für ihre Unfähigkeit, solche Schüler von oberster Stelle auf Dauer vom Schulbetrieb zu eliminieren, nicht gleich live im Schulhof gezeigt hat.

Da der Direktor natürlich auch in Gedanken beim Täter und dessen Familie war, musste sich bei den Journalisten wohl auch gleich der verkniffene Gesichtsausdruck lösen, denn mit dem wollten sie die Frage stellen, ob man wegen der möglichen schweren Kindheit des Täters nicht in Gedanken auch bei dessen Eltern sei.

Was hätte der Direktor nach Meinung Mancinis sagen sollen, damit es in den Nachrichten heißt: „Lüden war der Wendepunkt! Probleme klar benannt!“

„In Kasachstan leben 80% Sunniten. In dieser Kultur führt die Kombination aus „Messer“ und „Was guckst du so blöd“ standardmäßig zu dem Ergebnis, das wir heute gesehen haben.“ Das hätte seine Karriere beendet.

Der Chef dieser Schule hat sein Statement professionell ohne Blick in die Kamera heruntergelabert und die Arbeit der Medien übernommen, das „Ereignis“ selbst verschwinden zu lassen, indem er es gar nicht erwähnt hat, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. So dick hätte er nicht auftragen müssen, um seine Pension zu sichern. Wenn man im Blick auf seine Schule fest damit rechnen muss, mal für so ein Statement vor der Kamera zu stehen, dann geht man das natürlich im Geiste vorher schon durch. Wen muss ich erwähnen? Was darf ich keinesfalls sagen? Da leidet natürlich die Spontanität. Zwischenfragen der Journalisten gab’s dann natürlich auch nicht.

Der Direktor leidet also keineswegs an „manischer Blindheit für die Realität“, sondern hat die Realität verinnerlicht, dass man auf dem Weg zur friedfertigen, multikulturellen Gesellschaft auch Opfer bringen muss und die, die schon länger hier leben, an der Hand nehmen muss, solche „Ereignisse“ auch professionell zu verarbeiten.

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