PNP: Das Bayerwald Kampfblatt kommt ins Straucheln.

Der Bayerwald-Bote, das Kampfblatt der Passauer Neuen Presse (PNP) für die niederbayerische Provinz, hat schon die letzten beiden Jahre darum gebettelt, dass ich mal ein paar Worte über die verliere, damit auch wirklich niemand den verdienten Niedergang dieses Traditionsblattes durch ein unüberlegtes Abo verhindert. Denn die meisten Abonnenten kennen den Titel der Zeitung noch in Fraktur und, weil Rentler spät aufstehen, habe auch ich täglich die Möglichkeit diese kurz bei ihm zu überfliegen, bis das Abo mit dessen Tod für immer enden wird.

Man sagt, dass Menschen, die in allen Belangen genau dem statistischen Durchschnitt entsprechen, ziemlich bescheuert rüberkommen. Der Bayerwald-Bote (BB) ist dasselbe in Zeitung. DIE WELT oder focus haben zumindest manchmal einen Ausreißer, der nicht genau dem Mainstream folgt, doch der BB setzt die geforderte politische Agenda so speichelleckend um, dass man von dieser Penetranz schon vor dem Frühstück das Kotzen bekommt.

Der Bayerwald- Bote hat im überregionalen Teil täglich, und zwar wirklich täglich, den gleichen Aufbau. Alle Berichte sind fast wortgleich von den dpa-Meldungen abgeschrieben, oft ist es der gleiche, den man tags zuvor im ARD-Videotext lesen konnte. Eine Arbeitskollegin wies mich darauf hin, dass die auch wortgleiche Überschriften von Bild-online übernehmen. Inhaltlich besteht die Zeitung weitgehend aus Hetze gegen Trump, Hetze gegen Putin, Hetze gegen Ungarn und Hetze überhaupt gegen alles, was nicht Merkel-links-grün oder pro-EU ist. Während man in andere Zeitungen beim Vergleich von Meldung, Kommentar und Interview daran noch Nuancen unterscheiden kann, verfolgt der BB das Modell lückenloser Propaganda und Indoktrination sogar noch strenger.

Die Überschrift zu einer Meldung auf der ersten Seite nordet den Leser gleich emotional ein. „Trump poltert gegen Nordkorea“. Ein unfähiger Proll ohne Manieren hantiert mit Atomwaffen. Rechts am Rand im Kommentar dürfen dann immer abwechselnd zwei Tschoanalisten in der gleichen Manier weiterhetzen. Manchmal genügte es alle „Trump“ in deren Texten durch „Merkel“ zu ersetzen, um bei facebook wegen Hasskommentar gelöscht zu werden. Aber weil dem nicht so ist, lassen sich diese Einpeitscher für das politkorrekte Narrativ ihre Ausflüsse in einem Interview mit einem passenden Politiker oder Verbandsvertreter auf der zweiten Seite unten noch bestätigen. Oft unter einer passenden politkorrekten Karikatur am oberen Rand als nochmaliger Verstärkung. Wahlweise originell geht es gegen Trump, Russland oder AFD.

Neben den für das Interview gängigen „Politgrößen“, wo jeder mal darf, dürfen aber drei immer wieder ihren Senf zu internationalen Themen dazugeben: Norbert Röttgen, Elmar Brok und Katrin Göring-Eckert. Wie kommen eigentlich eine Studienabbrecherin, ein bedeutungsloser Hinterbänkler aus dem EU-Parlament und ein geparkte Alzweckwaffe zu solchen Ehren? Das sind die drei Sprechroboter und NATO-Durchlauferhitzer von der Atlantikbrücke, die problemlos die Wörter Fassbombe, Krimannexion und Verantwortung der Weltgemeinschaft in einem Satz unterbringen können. Brok inszeniert schon manchmal selbst, was er später in der PNP als gängiges Narrativ ausgibt.

Dazu garniert die Zeitung das Ganze auf der ersten Seite mit Eisbärenbildern auf Eischollen, Esoterik der Klimakirche, umstrittenen Äußerungen von soundso und irgendwas aus dem bösen Osten. Der Zeitung nach ist Deutschland das friedlichste Land der Welt. Messer sind unbekannt, Nogo-Areas höchstens Plätze mit Rauchverbot und Calais immer noch eine Reise wert.

Dabei setzen die von der PNP grundsätzlich die Schreibschablonen der Neuen Medienmacher mit Kadavergehorsam um und halten auch noch drauf, wenn andere Zeitungen lange festgestellt haben, dass sie dem Leser damit auf den Senkel gehen. Ungelogen fast täglich seit 2015 konnte man auf der Reportageseite Bilder sehen mit ausgezehrten Flüchtlingsfamilien, verweinten braunen Kinderaugen und unzählige Geschichten von der gelungenen Integration von Raketentechnikern und Biochemikern. Und dazu wandelte sich der Begriff Asylant, zu Migrant über Flüchtling und Schutzsuchende am Ende zu Hilfesuchende. Die machten das echt konsequent mit.

Diese Bayerwald-Schreibfuzzis halten ihre Leser darüber hinaus für vollverblödet. Die haben nichts dabei gefunden, dass sie später Bilder nochmals verwendet haben, obwohl die schon lange als Fake aufgeflogen waren. (vergl. hier mit hier, hier mit hier)

Ich hab‘ da mal hingeschrieben und mich beschwert, weil die ein halbseitiges Bild mit einem kenternden Flüchtlingsboot auf die erste Seite gedruckt haben, wo im Vordergrund einer im Wasser steht und ein Selfi von sich macht (hier). Das hinderte die Dödels aber nicht daran, es später nochmals zu verwenden, um abermals einen Tränendrüsen-Artikel zu schreiben (hier oder auf das obige Bild klicken). Journalist ist bei denen anscheinend schon jeder, der Recherche mit nur einem Fehler buchstabieren kann. Da muss man aber finanziell schon arg klamm sein, wenn man sich kein Allerweltsbild mehr als Alternative leisten kann.

Auf der Seite 4 links am Rand als zweite Meldung von oben (nachweislich geht dort der Blick immer als erstes hin) steht immer was mit AfD, wo einer irgendwas gesagt hat und wer darüber bestürzt ist. Weiß nicht, ob man die kennen muss und wen das interessieren soll, ist mir nur aufgefallen.

Und nun kommt heute die Wochenendausgabe der Bayerwald-Boten und da steht nix. Zweimal durchgeblättert. Da steht wirklich nix. Da sind also diese paar Dödels, die dieses Schmierenblatt noch ernährt, gestern Abend zusammengesessen und haben schweigend auf die folgenden (oder inhaltlich ähnlichen) Zeilen auf einer Seite geblickt, die kurioserweise das Schicksal der Zeitung im Namen trägt. Schall und Rauch.

Hillary Clinton und die Führung der Partei der Demokraten hat einen ehemaligen britischen Geheimagenten (Christopher Steele) den Auftrag gegeben und dafür bezahlt (160’000 Dollar), ein „Dossier“ über Donald Trump zu erstellen, mit belastenden Material über eine Russland-Kollusion und sexuelle Abenteuer in Moskau, was aber keinerlei Wahrheitsgehalt hat. Steele ist von seiner politischen Einstellung her ein Gegner von Trump, hat einen Roman erfunden, um Hillary ins Amt zu verhelfen.

Dieses Dossier wurde Parteifreunden beim FBI ausgehändigt und dann dem FISA-Gericht vorgelegt, um einen richterlichen Beschluss zu erhalten, die ganze Kommunikation von Trumps Umgebung abzuhören. Es wurde erhofft, Beweise für eine Russland-Verbindung und anderen Schmutz zu erhalten. Der Antrag zur Verlängerung alle 90 Tage wurde vom FBI und vom Justizministerium immer wieder beim Gericht beantragt, sogar nachdem Trump zum Präsidenten gewählt wurde.

Der Inhalt des Steele-Dossier wurde nie vom FBI auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft, bzw., man hat gewusst es ist fabriziert, aber trotzdem für die Genehmigung zum Abhören dem FISA-Gericht vorgelegt. Steele war sogar Informant für das FBI und wurde dafür bezahlt.

Wir haben also hier den Fall, dass eine Partei und eine Kandidatin ein gefälschtes Dossier erstellen haben lassen, um den Konkurrenten bei den Präsidentschaftswahlen zu diskreditieren und damit auszuschalten. Die Mitglieder in der Führungsspitze des FBI und des Justizministeriums, die auf der Seite von Hillary Clinton standen, haben dann dieses Dossier genommen, um das FISA-Gericht zu täuschen, um Trumps Team abhören zu können, sogar danach noch als er gewählt wurde. Das sind alles strafbare Handlungen!

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: FISA-Memo ist jetzt veröffentlicht worden http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/02/fisa-memo-ist-jetzt-veroffentlicht.html#ixzz563m88SxQ

Dann haben sie auf ihren Handy rumgedaddelt, was denn der Nachrichtensender BR5 oder der ARD-Videotext so bringt. Auch nix. Da hat man so eine schöne Agenda und mit ein paar dürren Worten auf 6 DIN-A4-Seiten löst sie sich ins nichts auf. Die braune Hoffnung mit Friedensnobelpreis meint also in Wirklichkeit Yes we can auch kriminell, wenn’s sein muss. Die Frau, die immer so schöne Worte für jede Minderheit macht, war sich selbst am nächsten und zu jeder Schandtat bereit.

Wir haben das Mantra vom bösen Putin, der Trump angeblich zum Präsidenten gemacht hat, rauf und runter gebetet. Haben wöchentlich über die Russlandverbindungen von Trump fantasiert, über russischen Weiber in russischen Hotels.

Russlandversteher, Rechtspopulisten, Alt-right und als dieses Pack.

Vor allem die letzten beiden Jahre haben wir kübelweise Dreck über alle ausgekippt, die nicht der links-grünen Gesinnung gefolgt sind, haben wir diskreditiert, lächerlich gemacht und in die rechte Ecke gestellt. Zuletzt Lisa Fitz mit ihrem Lied als „Verschwörungstheoretikerin“ betitelt.

Und jetzt ist unser schönes Lala-Land, das nur auf Lügen aufgebaut war, aufgeflogen.

Da haben sie dann entschieden erstmal nix zu schreiben.

Ja, Jungs und Mädels. Dann geht mal heute Abend einen heben, am besten bis zur Besinnungslosigkeit, dann habt ihr Sonntagmorgen den Kopf frei, um zu überlegen, was am Montag in Eurem Käseblatt stehen soll.

Die meisten lesen es zwar ohnehin nur mehr wegen der Todesanzeigen. Doch wenn ihr die Sache jetzt relativiert, kleinredet oder verschweigt, um uns weiterhin mit Eurer Hetze gegen Trump, Putin und angebliche Rechtspopulisten zu nerven, dann käme das nicht so gut.

Dann bleiben in Zukunft nicht nur Eure Praktikanten ohne Bezahlung.

 

Bild: Autor