Endet die U55 bald in Nordkorea?

Nun ist man also in Europa schon so weit, dass Satire zensiert werden kann, denn es könnte ja ein falsches Bild der Regierenden entstehen, vor allem vor Wahlen. Da dürfte man aber ziemlich viel aus den Zeitungs- und Fernseharchiven entfernen, damit bei Wiederholungen kein falscher Eindruck entsteht. Aber auch daran haben die „Gesetzeshüter“ gedacht.

Informationen, die etwas Falsches vortäuschen sowie alte Fotos, die als neu ausgegeben werden sowie – und das ist der endgültige Abschied der freien Rede – Satire oder Parodien, die zwar keinen Schaden anrichten, aber andere „veralbern“, gab BBC bekannt.

Allein das Verknüpfen von Politikerrealität mit der wirklichen Realität wäre aber schon der Brüller.  Denken Sie sich das Wort „Fachkräfte“, das unsere Politiker so gerne in den Mund nehmen, und kombinieren Sie es im Geiste mit beliebigen Bildern von der italienischen Küste. Da sind wir dann schon beim Gedankenverbrechen. Als letztes Mittel dagegen vorzugehen ist meiner Meinung übertriebener Gehorsam.

Legen Sie einfach die gleichen Maßstäbe an wie der Rechtsextremismusexperte Olaf Sundermeyer, der nach der Sichtung einiger Glatzköpfe unter den vielen Rentnern, Frauen und Familien mit Kinder bei der Demo in Cottbus eindeutige und richtige Schlüsse gezogen hat und zu dem Ergebnis kam:

Der Verein sei von Anfang an eine rechtsextreme Mobilisierungsplattform gewesen, die auch zusammen mit der AfD, mit Pegida, mit ehemaligen Funktionären der NPD und auch mit Rechtsextremisten wie den „Identitären“ agiere, so Sundermeyer.

Solche Sprüche eigenen sich in ein paar Jahren für jeden Bericht über Fronleichnamsprozessionen, Taubenzüchtertreffen oder Synchronschwimmwettbewerbe, wo nicht ausdrücklich Plakate wie „Refugees Welcome“ oder „Gegen Hass und Hetze“ zu sehen waren, um die Teilnehmer auch politisch korrekt zu verorten.

Beim SPIEGEL, focus und anderen Magazinen wird ein Thema meist mit dem Schicksal oder der Meinung vermeintlich echter Personen garniert. Ob es den Wilhelm, der Probleme mit den WG-Mitgliedern hat, wirklich gibt, danach fragt keiner. Die Schicksale einfacher Bürger in den Frauenmagazinen sind frei erfunden und werden trotzdem gerne gelesen. Fake news? Zumindest noch ein Einfallstor, den „gewünschten“ Untertan Bürger satirisch zu überzeichnen.

Als man in der DDR die Übererfüllung der 5-Jahres-Pläne feierte und die Helden der Arbeit auszeichnete, hat man Reden gehalten, die klingen heute auch wie Satire. Und hier könnte man ansetzen, wenn sich das Meinungsfenster weiter schließt.

Schreiben Sie Berichte oder besser noch, drehen Sie Videos und lobpreisen die Errungenschaften der Regierung über Gebühr.

Verhalten Sie sich so, dass wirklich niemand auf die Idee kommt nicht mitgemeint zu sein. Schreiben sie unverfängliche Mails an Politiker und beschweren sich bei deren Vorgesetzten, wenn in deren Antworten auch nur ein * oder ein  _  fehlt; gehen Sie, egal welchen Namen Sie tragen, vor Gericht, wenn Sie mit Herr oder Frau angeredet werden, denn sie sind genderfluid und halten sich grundsätzlich immer gerade für das andere Geschlecht.

Doch besonders bei solchen oder ähnlichen Aktionen versteht der Staat auf Dauer keinen Spaß. Jeder Büttenredner, Comedy oder Karikaturist ist in der Zwischenzeit so justiert worden, dass er freiwillig weiß, was ein No-go in dieser Richtung ist, wenn er seinen Job behalten will.

Auch Amateurentertainer, die nichts zu verlieren haben, spüren inzwischen staatliche Repression. Man muss die Aktionen eines Sven Liebich nicht toll finden, müssten aber eigentlich harmlos sein, wenn eine Regierung gute Arbeit macht. Man muss sich aber wundern, dass man ihn bei der Promillereichweite seiner Aktionen als Gefahr sieht, er könnte für den einen oder anderen ein Augenöffner sein. Solche Leute finden sich womöglich präventiv auch mal in der Psychiatrie wieder.

Derbe Witze, die es immer schon gegeben hat, fallen heute unter Hasskommentar und man erzählt sie am besten nur mehr mündlich unter den Personen seines Vertrauens.

Die vermeintliche „Hetze im Netz“ ist nur eine Übergangsphase zu wirklich guten, tiefgründigen Witzen, jenseits des politkorrekten Klamauks in den Öffentlich-Rechtlichen-Medien. Allerdings sagt das auch viel über den Zustand unseres Landes.

Nachtrag: Eben lese ich auf einem anderen Blog:

…Ein Leser schrieb mir übrigens, dass er die grüne Doppelspitze kritisiert habe und dafür seines Twitter-Accounts dauerhaft verlustig gegangen ist…

Wenn die Dödel von der jetzigen grünen Jugend endlich in solche Positionen kommen, dann brauchen Sie nichts kritisieren, da reicht es, wenn Sie ein Video von deren debilen Gelaber auf Twitter posten, um dort dauerhaft gesperrt zu werden.

 

 

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