Zum Glück kenn ich nicht jeden.

Eigentlich sollte hier etwas Anderes stehen, doch wenn man einen kurzen Abstecher in sein Stammwirtshaus macht, dann gibt es auch manchen Augenöffner. Der tschechische Kellner dort gehört zu denen, die immer die Leute kennenlernen, deren Existenz ich schon in Zweifel ziehe. Gestern war in dem Wirtshaus Weiberfasching. Da hat eine immer gerufen „Daktari“. Irgendwann ging der Kellner hin und fragte, ob er gemeint sei! Natürlich, sie wolle ein Wasser. Als er es brachte schob sie es weiter und meinte „Daktari“, noch ein Wasser. Das tat er dann und als er es brachte, schob sie es weiter und meinte, „Daktari“ noch ein Wasser. Er meinte dann, er heiße ja …. Die sah jetzt nicht aus wie eine bayerische Maid mit Zopf, sondern schwarze Haare, kurzgeschoren.

Als ich meinte, wie blöd muss man denn sein; die die aussehen wie Feministinnen sind die größten Rassisten. Die behandeln ihn wie einen Untermenschen; wohlgemerkt da waren nur Frauen.

Er meinte, solche kämen zwei oder dreimal die Woche. Letztens kam einer ohne Gruß rein, was kostet ein Kaiserschmarrn. 7.90! – Also 7 €, meinte der und setzte sich hin. Der bestellte dann noch einen Kaffee dazu. Nach dem Essen fragte er, was das kostet. 10,30€.! – 10,30? – Ja, Kaiserschmarrn und Kaffee macht 10,30€. Da war er ziemlich sauer und meinte: So läuft das also hier! Solche Leute müsste man glatt erfinden, wenn es sie nicht (leider) schon gäbe

Der kommt wohl aus Offenbach oder Neukölln, wo das täglich neu ausgehandelt wird. Seit Beginn der Grenzöffnung 1989 waren die Tschechen, die ich in der Arbeit kennenlernte, immer ganz locker und cool. Die Böhmen haben den trockenen Humor, reden nicht viel mit wenig tralala und können über sich selbst lachen. Als der Kellner mich mal nach einem Fliesenleger fragte (schwarz), nannte ich ihm einen Namen. Da meinte er, dass er den kenne, aber der redet nur gescheit daher und kann nix. Als ich ihn fragte, ob das in der Tschechei auch so sei, meinte er, die wären noch viel schlimmer. Die halten sich handwerklich für die Allergößten.

Mit den Böhmischen kann man einen „blöden Schmaatz“ haben. Es gibt im Wald hier die ho-ho-Volltrottel, die sich schon über die Leute im Nachbarort beschweren, und die links Gschudierten, die gleich beleidigt sind, wenn man ihnen Kontra gibt.

So als Waidler würde ich sagen-bin viel rumgekommen-, mit Allgäuern und Oberpfälzern sind wir recht „kompatibel“. Sachsen und Thüringer (Dunkeldeutschland), da stellt sich die Frage nicht, ob da ein Bayer redet; so soll es sein. War immer nett.

Köln? Essen? Offenbach? Und noch weiter bis Sylt? Die halten einen für geistig minderbemittelt. Die geben sich ganz höflich, dass man fragen kann. Und wenn man dann wirklich fragt, dann spürt man, wie die sich denken: Wie kann man bloß so blöd fragen? Die haben echt einen an der Waffel.

Ich war im Kölner Westen mal in einem Rewe. Die Leute, die da in der Schlange standen samt der Kassiererin, die brauchen wirklich zwei Monate Karneval, die schaun nämlich immer, als fänden sie sich selbst zum Kotzen. In der Straßenbahn hat mich dann eine Mitfünfzigerin mit Hund angequatscht, die erzählte mir dann, dass sie dauernd von ihrem Freund vergewaltigt wird. Kein Wunder, dass die dort immer stramm links und sozialistisch wählen, denn die hoffen, dass sie jemand noch auf Erden von dieser Scheiße erlöst. Als Zwischenlösung haben die den Karneval erfunden.

Der Kellner meinte, heute könne wirklich nicht mehr jeder in diesem Beruf arbeiten. Da hat er recht. Da würde ich schon nach einer Woche Amok laufen.

Manche würden nicht vom „deutschen Volk“ faseln, wenn sie alle kennen würden. Allerdings, wenn die oben beschriebenen Dödel doch noch unproblematisch mitlaufen, dann möchte ich gar nicht wissen wie die aussehen, die sich hier nicht integrieren können.