Die Deutschen verbocken es wieder.

Vor gut 70 Jahren haben mutige junge Leute Flugblätter in den Innenhof der Maximilians-Universität in München geworfen. Sie richteten sich gegen die Zerstörung ihrer Kulturnation mit den Worten:

Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen. Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? 

wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang. 

Goethe spricht von den Deutschen als einem tragischen Volke, gleich dem der Juden und Griechen, aber heute hat es eher den Anschein, als sei es eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern, denen das Mark aus dem Innersten gesogen und die nun ihres Kerns beraubt, bereit sind, sich in den Untergang hetzen zu lassen. Es scheint so – aber es ist nicht so; vielmehr hat man in langsamer, trügerischer, systematischer Vergewaltigung jeden einzelnen in ein geistiges Gefängnis gesteckt, und erst als er darin gefesselt lag, wurde er sich des Verhängnisses bewußt. 

Würde man diesen Ausschnitt auf ein eigenes Flugblatt drucken, wer würde es nicht als Beschreibung der Gegenwart sehen? Nachdem das 3.Reich durch Vertreibung, Verhaftung und systematischer Tötung der ethnisch, religiös und politisch Unreinen zu Herrenmenschen homogenisiert worden war (=Nationalismus + Rassismus), machte man sich daran, dass auch alle europaweit gewaltsam an diesem neuen, gleichgeschalteten Menschen teilhaben können (=Sozialismus).

Damals wurden die Flugblattschreiber durch einen dumpfen, älteren Herrn verraten und der Staatsmacht übergeben, wo sie am 22.Februar mit der Guillotine enthauptet wurden. Blind für die Zeichen der Zeit wurden Freiheitsrechte eingeschränkt, bis am Ende aus Angst alle schwiegen, weil man von faschistischen Denunzianten umgeben war.

Was sich damals von einem Zentrum aus langsam wie ein Krebsgeschwür ausbreitete und gleichsam verkrustete, müssen die gemeinschaftsfördernden Maßnahmen heute nur noch zusammengeführt werden, denn der gleichmachende Sozialismus hat sein Terrain schon europaweit abgesteckt.

In Schweden kritisierte ein 71-jähriger dumpfer, älterer Mann den Islam und warnte davor, dass er durch seinen Hass und seine Frauenfeindlichkeit eine Gefahr für die Demokratie sei. Nach seinen Worten sollten Religionen Privatsache sein. Der Islam dagegen sei eine totalitäre Ideologie, die Diktatur bedeute.

Aufgrund eines Anti-Hass-Gesetzes wurde er nun angezeigt und könnte mit Geldbuße bis Gefängnis bestraft werden.

Bemerkenswert ist die Einlassung der Staatsanwältin:

Was genau daran strafbar sein soll, kann sie auch nicht genau erklären. Es seien nicht einzelne Worte, sondern der Inhalt an sich, der die Gesetzesgrenze überschritten habe. „Ich habe festgestellt, dass die Posts als solche und nicht spezifische Wörter kriminell sind und sich an die Öffentlichkeit richten.

Es ist also irgendwie der Inhalt an sich. Wenn erst die Rechtsprechung in Europa homogenisiert wird, dann naht Rettung aus Deutschland. Hier sorgen ja schon Aussagen, in denen Wörter wie „entartet“, „Volk“, „Autobahn“, „Schäferhund“ oder „Familie“ vorkommen, für Empörung. Die lassen sich dann sicher im Zuge der EU-Vereinheitlichung zusammen mit dem Irgendwie-Inhalt zur strafbaren „Volksverhetzung“ upgraden.

Nun kann man sich ja wie unter den braunen und roten Diktaturen in Deutschland mit satirischer Überzeichnung der Gegenwart behelfen. Doch hier naht Hilfe aus Großbritannien. Dort kann man schon belangt werden, wenn man die Regierung veralbert, denn dies untergräbt die Demokratie. Was erwartet eine Regierung etwas Anderes, als dafür veralbert zu werden, wenn London zur kriminellsten Stadt Europas aufsteigt, gleichzeitig aber noch genügend Polizisten wegen Hate-speech im Internet zu ermitteln und diese anzuzeigen.

Aber auch wenn die dann alle schweigen, dann naht Hilfe- na woher?- natürlich aus Deutschland.

Sie gehen einem traditionellen Beruf wie Zimmerer und Landwirt nach und schotten sich ab, anstatt Gender oder Orientalistik zu studieren und sich unter das bunte Multikuli-Volk zu mischen? Sehr verdächtig! Vor allem, wenn Sie nicht wegen der Steuerklasse heiraten, sondern Kinder lieben und nicht nur eines, sondern drei und mehr davon haben wollen. Sollten ihnen dann noch eine Katharina oder Magdalena mit einem akkurat geflochtenen Zopf eher zusagen als Ashaki aus der Sahelzone und ihrer Frau ein Hans oder Franz mit Schwielen an den Händen, eher als ein Obongo aus dem Senegal, dann sind sie endgültig auf dem Radar des Staatsschutzes, ohne je ein böses Wort gegen Merkel oder den Islam gerichtet zu haben.

Glauben sie nicht, dass sie da noch unbeobachtet Tracht tragen können oder sogar noch Gleichgesinnte zum Tanz treffen können, ohne dass ein Labermeyer etwas von Nazis geifert und sudert.

Gut, dass die wachsamen Medien wie der NDR uns immer wieder die Augen öffnen, wenn sich irgendwo so ein völkischer Abschaum zusammenrottet, und den Finger in die Wunde legt, wenn wir wieder nicht die Zeichen der Zeit erkennen.

Gut, dass wir die Antifa haben, die das Treiben dieser rückwärtsgerichteten, braunen Dumpfbacken in den verschiedenen europäischen Ländern und den USA schon im Kern unterbindet.

Dann braucht es auch keinen, der wieder Flugblätter in universitäre Innenhöfe werfen muss, um uns vor dem schon beinahe eingetretenen Untergang zu warnen.

Und wenn, dann findet sich anstatt eines ergrauten Hausmeisters heute sicher eine bunte Lesbe aus den Sozialwissenschaften, die solche Demokratiefeinde an die zuständigen Stellen meldet und ihrer gerechten Strafe zuführt.

 

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