Wie Abgeordnete sich überflüssig machen.

Sicher hat jeder von dem Frauenmarsch in Berlin gehört. Der Grund für die Demonstration war ja, dass sich viele Frauen im öffentlichen Raum durch Migranten bedroht sehen und sich die Zunahme von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung bis hin zur Gruppenvergewaltigung auch statistisch belegen lässt. Die Frauen machen die merkelsche Flüchtlingspolitik dafür verantwortlich. Soweit die Fakten. Dass da auch Männer mitlaufen finden ich nun auch unproblematisch, vor allem, wenn es sich um die Ehemänner handelt. Der Demonstrationszug wurde nun von der Antifa mit Unterstützung verschiedener Abgeordneter blockiert. Obwohl die Polizei laut Gesetz eigentlich dafür sorgen müsste, die strafbare Blockade zu räumen, unterließ sie das und löste den Demonstrationszug auf. (hier)

Im Nachgang beschwerten sich dann die Initiatoren und es kamen von Medien und Politiker im Bundestag verschiedene Äußerungen, die man sich doch etwas genauer ansehen sollte.

In Zeitungen las ich den Ausdruck „selbsternannte Frauenrechtler“ oder „Frauenrechtler“ in Anführungsstriche. Wer hat hier das Monopol sich so nennen zu dürfen? Juristen? Wohl kaum. Es sind die Frauen von ganz links, die meist äußerst wenig mit dem gewöhnlichen und mehrheitlichen Frauenbild zu tun haben. Lesben oder aus Überzeugung Ledige nehmen sich heraus, für die große Mehrheit das Wort zu führen. Sie nehmen sich auch noch die Unverschämtheit heraus, diesen Frauen zu verbieten, dass sie auch für sich in eigenem Namen sprechen dürfen.

Im Bundestag machte ein CSU-Politiker folgende Aussage:

Die AfD mache das Thema Frauenrechte lächerlich. „Wer sich die Mühe macht, in Ihrem Programm nach frauenpolitischen Themen zu suchen, der ist schnell fertig. Es gibt nämlich keine.“

Und? Ich finde, man hat das wie ein Mantra so lange wiederholt, dass wir eine extra Frauenpolitik und extra Frauenrechte brauchen, dass es am Ende jeder glaubte, wir bräuchten die wirklich. Laut Grundgesetz sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Wenn man statt Gleichberechtigung eine Gleichstellung mit Ergebnisgleichheit will, dann braucht es natürlich besondere Rechte (Bevorzugung bei gleicher Eignung) oder Maßnahmen (Professorinnenprogramm), um die männliche Konkurrenz auszubremsen.  Bei den Sonderprogrammen für Kleinstminderheiten, die ihr eigenes Versagen immer einem Unrecht gegenüber Frauen zuschreiben, übersehen sie aber, wo grundlegende Rechte von Frauen eingeschränkt werden: In islamisch geprägten Familien und inzwischen im öffentlichen Raum.

Zu witzig, dass die CDU-Politikerin Ursula Groden-Kranich genau das Argument bringt.

…mit einem Verweis auf das Grundgesetz, in dem Frauen und Männern gleiche Rechte zugesprochen werden. Mit Blick auf die AfD sagt sie, das Grundgesetz beziehe sich „nicht nur auf Frauen, die hier geboren sind, es bezieht sich nicht nur auf Nicht-Muslime“. Es gelte für alle Menschen in Deutschland. Sie sei „stolz und froh“ über die Rechte, die Frauen in Deutschland genössen. Auch sie lehne die Unterdrückung von Frauen bei bestimmten Lesarten des Islams ab.

Wobei der intersektionelle Feminismus (noch so’n Käse aus der Zunft der Bekloppten) in Schweden das sogar akzeptiert.

Vielleicht sollte die Dame berücksichtigen, dass verschleierte Frauen im öffentlichen Raum aus zwei Gründen eben nicht durch die Bedrohung durch Migranten in ihren Rechten eingeschränkt sind: Verschleierte Frauen sind keine „Schlampen“ und so auch kein Freiwild und wer es trotzdem wagt, der trifft schnell auf die Verwandtschaft ihrer diversen Brüder und Onkel, die das dann intern regeln. Warum sollten muslimische Frauen (wenn sie ohne zu fragen überhaupt dürfen) demonstrieren bzw. deutsche „Schlampen“ noch für die dazu, die gar nicht betroffen sind?

Was die Blockade anging, so habe ich heute zufällig einen Polizisten getroffen, der im Bereitschaftsdienst in ganz Deutschland rumkommt. Ich fragte ihn, wie es sein kann, dass die Polizei in Berlin die Blockade nicht geräumt hat. Er meinte ganz trocken: Das ist politisch einfach so gewollt.

Und wenn die sich dann beschweren, dass man sie nicht nur blockiert, sondern Veranstalter auch bedroht, ihre Autos oder Häuser demoliert, dann heißt es, sie stellten sich immer als Opfer dar. Wie blöd ist denn das! Das linke Gesocks macht sich ja schon ins Hemd, wenn sie „Hassmails“ bekommt; das ist alles, was nicht der Einheitsmeinung entspricht oder in denen ihnen als Studienabbrecher oder Laberfachabsolvent vorgeworfen wird, als Politiker ungeeignet zu sein. Und das was sie dann immer als Beispiel vorlesen, soll uns dann suggerieren, dass in Deutschland neben den Heiligen aus Rot-Grün nur noch rechte debile Feinrippträger mit Bierranse und ihre Jogginghosen tragenden Gegenstücken leben.

Die Altparteien brauchen sich nach ihrem Auftreten im Bundestag nicht wundern, wenn sie immer mehr an Vertrauen verlieren. Die Vasallen bei den ÖR-Medien spielen bei jedem Widerwort gegen Merkel die gleiche Leier: rechts, rechtsextrem, Nazi, PEGIDA, AfD, auch wenn die wir hier gar nicht als Veranstalter auftritt, wird das einfach so unterstellt. Die Einheitsparteien greifen das als Fakten auf und hetzen hier gegen die AfD, der die Demonstration dann unberechtigterweise auf die Fahnen geschrieben wird. Trotzdem löblich, wenn diese Partei im dunkelroten Berlin darauf hinweist, dass die Polizei nicht der Privatbesitz von Rot-Grün ist, sozusagen neben der Antifa die legitime Kampftruppe gegen andere Meinungen.

Die ganzen Sitzwärmer im Bundestag glauben wirklich, dass sie die Bevölkerung abbilden und ihr beschränktes Weltbild der Realität entspricht. Es ist eine Frechheit, wenn man alle Belange und Forderungen des Volkes sofort auf eine politisch-moralische Ebene zerrt und damit sofort inhaltlich entkernt. Gleichzeitig wir jede Gegenmeinung sofort der AfD zugeordnet, so dass der mündige Bürger gleich mit in diese Tonne getreten wird.

Es ist also keiner der 700 steueralimentierten Abgeordneten in der Lage ohne Polemik oder ohne Nazikeule zwei einfache Fragen zu stellen:

Warum wird es einer genehmigte Demonstration durch die Polizei nicht ermöglicht, diese auf der vorgesehenen Route abzuhalten, indem sie die Blockaden räumt?                     Wie lassen sich die Übergriffe durch Migranten gegenüber Frauen verhindern oder eindämmen?

Nur die Fragen! Antworten erwartet ohnehin keiner mehr.

Auf die Dauer werden sich aber immer weniger gewöhnliche Bürger davon abschrecken lassen, für ihre Interessen auf die Straße zu gehen, und den Wörtern „rechts“, „rechtsextrem“ und „Nazi“ so einen Bedeutungsverlust verleihen, den sich die Altparteien sicher nicht wünschen.