pro-familia. Die Eugeniker der Gegenwart?

Die Zahl der Abtreibungen hat letztes Jahr nach längerem Rückgang wieder zugenommen. Interessant wäre dabei der Anteil deutscher Frauen. Aber egal wie viele Statistiken ich mir angesehen habe, es war mir nicht möglich, das zu belegen, was ich vermute. Nämlich, dass die relativ geringen Unterschiede zwischen den Prozentanteilen von Frauen, die in den verschiedenen Bundesländern abtreiben davon herrührt, dass deutsche Frauen mehr abtreiben und Frauen aus dem islamischen Raum dies ausgleichen. Nimmt man eine Statistik über kinderlose Frauen, bleiben beim geringsten Ausländeranteil bei höchsten Abtreibungswert die wenigsten kinderlos. Das verstehe wer will. Offensichtlich ist jedoch, dass unabhängig davon die Grundschulen in den Ballungsräumen wie Berlin zu Ausländeranteilen von fast 100% führen. Kindervermeiden, egal wie, scheint also eher eine Domäne deutscher Frauen zu sein. Viele entscheiden sich inzwischen gegen ein Kind, weil sie finanzielle Einbußen oder sogar Armut befürchten. Wenn man jedoch sieht, welche Betreuungs- und Geldleistungen es im Vergleich zu früher gibt, halte ich das eher für vorgeschoben.

Meiner Meinung nach ist es für Menschen wesentlich wichtiger akzeptiert und angenommen zu sein, als das finanzielle Auskommen. Nun hat man uns jahrelang unterschwellig beigebracht, dass die vollwertige Frau Karriere machen muss, Kinder dabei nur Stress machen und ihnen noch den letzten Freiraum nehmen und die Männer sich nieee beteiligen, sondern, wenn es nach dem Bild in der Werbung geht, völlige Dödel, so dass die Frau alles selber machen muss.

Dazu hemmt Familie die Selbstentfaltung, zwei Kinder sind schon verdächtig (wie schaffst du das nur?), mehr als zwei sind schon Mutterkreuz. Würde man uns diesen Lebensentwurf nicht so madig machen, würde es ganz anders aussehen. Würden Medien ein positives Bild zeichnen und Ehe und Kinder als ein Gut zeigen, das es mit jeder Karriere aufnehmen kann, dann würden sich Frauen und auch Männer nicht als wertlose Hausfrauen sehen, sondern ganz selbstbewusst auftreten.

Die Vorfeldorganisation des derzeitigen progressiven Frauenbildes -selbstbewusst, erfolgreich, Single und vor allem kinderlos- heißt pro-familia.

Pro-familia setzt sich für straffreie Abtreibungen auch ohne Indikation ein und bietet sich auch als externer Partner für Schulen an. Wenn schon in Bayern mein Sohn damals in der 6.Klasse eine Broschüre über Analverkehr mit nach Hause brachte, dann will ich gar nicht wissen, was solche Organisationen treiben, wenn diese Themen schon im Kindergarten angeleiert werden. Nur Pädophile, die bei pro-familia gute Arbeitsbedingungen finden, können annehmen, dass Kinder den gleichen Blick auf Sexualität haben wie sie. Dabei weigern sie sich die natürliche biologische Entwicklung (die für 99% der Kinder zutrifft) positiv zu begleiten und schaffen im Gegenteil Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und ein Verschwinden des natürlichen Schamgefühls.

Bei den Demonstrationen der Gegner von Frühsexualisierung (Demo für alle) und Abtreibung (Marsch für das Leben) findet man natürlich auch pro familia unter dem „bunten“ Bündnis im Kampf gegen dieses rechte Gedankengut. Und der unbeteiligte Zuschauer frisst dann, was ihm die Medien vorsetzen, dabei sitzen genau dort die echten Nazis und Lebensverachter.

Pro-familia wurde 1952 wurde von dem 1899 in Berlin geborenen Sozialhygieniker und Bevölkerungswissenschaftler Hans Harmsen gegründet. Über ihn heißt es in Wikipedia:

Bis Ende des Zweiten Weltkrieges betrieb er Eugenik im Dienste der nationalsozialistischen Machthaber. Nach 1945 wurde er Professor an der Universität Hamburg. Er war Mitgründer, Präsident und schließlich Ehrenpräsident von Pro Familia.

Und in einem anderen Absatz sieht man sofort, dass hier zusammenkommt was am Ende zusammengehört.

Zu seinen medizinischen Lehrern hatte der sozialdemokratische Eugeniker Alfred Grotjahn gehört, von dem sich Harmsen aber bereits früh durch rassenhygienische Argumentationen unterschied. Dies geht auch aus einer Stellungnahme auf der evangelischen Fachkonferenz für Eugenik am 18. Mai 1931 hervor: „Dem Staat geben wir das Recht, Menschenleben zu vernichten – Verbrecher und im Kriege. Weshalb verwehren wir ihm das Recht zur Vernichtung der lästigen Existenzen?

Da schickte man von Anfang an ja einen richtigen Experten ins Rennen. Zwar kann man jetzt die Unwerten nicht so direkt ins Gas schicken, sondern man geht den Umweg über die „Familienplanung“, braucht man zwar einen langen Atem und ist nicht weniger blutig, wenn man an Abtreibungen denkt, aber Frauen erhalten am Ende die Möglichkeit von Karriere und Freiheit, da ist das schon allgemein akzeptiert, außer bei den lächerlichen Gestalten vom Marsch für das Leben. (Übrigens ist Oliver Welke für mich einer der widerlichsten Typen im deutschen Fernsehen)

Nun richtete sich die Arbeit von pro-familia allerdings von Anfang an gegen das „unwerte“ Leben weißer Frauen und Männer. Hab noch keinen von denen im Türkenviertel auf Hausbesuch gesehen, um die über Familienplanung durch Verhütung und Abtreibung aufzuklären. Doch wenn man zurückverfolgt, woher pro-familia kommt, dann heiligt der Zweck die Mittel, da konnte es ruhig auch ein Nazi sein. Das Böse steckt aber dann eher in sozialistisch als in national. Das ist dann keine 180°- Wende, sondern das Fortführen des Begonnenen.

Die Gründung ging unter anderem auf Vorarbeiten von Margaret Sanger zurück, einer Aktivistin der Bewegung für Geburtenkontrolle, die 1921 die American Birth Control Leaguebegründete, aus der 1942 die US-amerikanische Organisation Planned Parenthood und 1952 auch die (deutsche) Pro Familia und (internationale) IPPF hervorgingen.

Planned Parenthood ist der größter Betreiber an Abtreibungskliniken in den USA. Sie (hier)

…ist eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die in über 650 Kliniken im Land medizinische Dienste (anbietet).

Mehr Selbstwiderspruch in einem Satz geht ja gar nicht. Sie erhalten ohne Gewinnorientierung nicht nur $ 342 aus staatlichen Programmen wie Title-X, sondern machen auch noch über 1 Milliarde Umsatz.

Dass Title-X als Programm zur Familienplanung aufgelegt wurde, genau in die Zeit ,in der man den Feminismus puschte, um die Frauen, die vorher „unproduktiv“ zu Hause hockten, endlich zu Steuerzahlern zu machen, ist sicher nur ein Zufall.

Nun ist planned parenthood auf andere Weise wieder ins Gespräch gekommen, wo deutlich wird, welche abartigen Gestalten sich dahinter verbergen. Grob gesagt, versucht der Satanische Tempel in Jefferson City (Missouri) ein Gesetz zu verhindern, das Abtreibungen einschränken soll. Sie halten die Aussage, dass eine Abtreibung einen eigenständigen einzigartigen und lebenden Menschen tötet für wissenschaftlich zu ungenau und rücken die Aussage in einen religiösen Kontext, der den Satanisten dann einen eigenen Angriffspunkt bietet. Nun hat man durch verdeckte Ermittlungen herausgefunden, dass sich planned parenthood 2016 mit diesen Satanisten zusammengesetzt hat, um zu besprechen, wie man Teile der abgetriebenen Föten gewinnbringend vermarkten könnte. Es wurden nun weitere Ermittlungen wegen illegalem Organhandel aufgenommen.

Dass im Umfeld solcher abartigen Verbindungen, noch krankere Hirne existieren, sieht man an der Aussage von ein paar „Ethikern“ an der Universität von Oxford:

Parents should be allowed to have their newborn babies killed because they are “morally irrelevant” and ending their lives is no different to abortion.

Na, das ist mal ’ne Ansage. Warten wir mal ein paar Jahre, dann ist es sicher erlaubt, dass pro-familia gemeinsam mit den Schülern ein Neugeborenes seziert.

Ich habe inzwischen das Gefühl, dass wir die angeblich schlimmsten 12 Jahre der Menschheit noch toppen können.

Bildquelle: http://www.simplepedia.de/lib/exe/fetch.php?w=270&tok=031ea0&media=parteien:nsdap:euthanasiepropaganda.jpg + Bezugnahme auf Yascha Mounk

 

 

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