Warum schwächelt das Medienkartell?

In einem früheren Artikel habe ich schon aufgezeigt, welche Faktoren notwendig sind, damit Macht sich etablieren und auch halten kann und wie sie sich geschichtlich entwickelt haben.

Heute bestehen diese Faktoren grob aus Banken u. Konzernkartellen, der Politik, den Medien, Universitäten, Think-Tanks und der pseudoreligiösen Rechtfertigung für politische Entscheidungen. Dazu gehören z.B. der Glaube an den Klimawandel, der Humanismus und die Geschlechtslosigkeit als Weg zu einer friedlichen Einewelt, Selbsterlösung durch Selbstoptimierung bei gleichzeitigem Ablass für ein nachhaltiges Leben. Auf diesen Zug sind auch die christlichen Kirchen inzwischen aufgesprungen. Bisher haben alle Bereiche doch geduldig auf ihre Chance gewartet und einen langen Atem bewiesen ihre Ziele umzusetzen. Den leichtesten Weg hatten dabei die Banken, denn mit der Gründung der FED mit ihren Vorfeldorganisationen wie der Weltbank und dem IWF, um Länder bei ausreichender Verschuldung zu knebeln, stieß man auf relativ wenig Widerstand. Mit der Einführung des Euro und der Aufhebung der Goldbindung ist man nun mit der Nullzinspolitik in der Lage, die Sparer auch ohne Waffen zu berauben.

Durch den Kalten Krieg und der Neuausrichtung der NATO durch den PNAC ist der Militärisch-Industrielle-Komplex nichts anderes mehr, als das militärische Räumschild, damit westlichen Konzerne die im Zeichen der Menschlichkeit eroberten Länder entsprechend filetieren zu können. Ex-Jugoslawien ist dafür ein gutes Beispiel.

Terror und das Schüren von religiösen, politischen und zwischengeschlechtlichen Spannungen führten dazu, dass die Menschen immer mehr Überwachung, Einschränkungen der Freiheit und der Zensur hinnehmen. Man hat sich die Zeit genommen, all dies langfristig und unaufgeregt umzusetzen, bis die Menschen geradezu von sich aus den Staat in allen Belangen um Hilfe riefen.

Die „Rettung der Welt“als Religionsersatz und Lebenssinn, mit denen man uns verschiedenste einschränkende Maßnahmen unterschieben wollte, brauchte mehrere Anläufe. Mit der Ölkrise 1973 und den Prognosen des Club of Rome wollte man die Einschränkungen von Konsum und Mobilität vorantreiben, doch die Wissenschaft steigerte Energieeffizienz und Nahrungsmittelerzeugung, dass nichts davon eintraf. Nach Waldsterben und Ozonloch funktionierte erst die Verhinderung des Klimawandels als nunmehr 4. Versuch der Umsetzung. Unterstützt von Medien und Politik hat sich nun erst ein milliardenschwerer Klima-Industrieller-Komplex entwickeln können, der einfach zu viele Abhängigkeiten geschaffen hat, um den Irrsinn der Energiewende noch zu stoppen.

Noch vor wenigen Jahren war man auch politisch fast am Ziel. Die faktische Auflösung der Nationalstaaten in der EU mit einer nicht gewählten New-Governace, eine Art Politbüro der Eliten. Doch dieses Projekt ist ins Stocken geraten. Eine kurze Einlassung von Professor Kruse bringt es auf den Punkt. Politik und Medien haben die Macht des Internets und die Möglichkeiten der gegenseitigen Vernetzung völlig unterschätzt, während die Bevölkerung erst langsam diese Macht erkennt.

Mit der ersten Welle wollte jeder seine eigene Internetpräsenz mit Blog, Twitter- und Facebookaccount. Doch es reichte eben nicht einfach im Netz zu sein, um bei den anderen die Neuigkeit zu finden, weil es am Ende ein Austausch von Banalitäten bzw. leeres Selbstdarstellen, Schleimen oder Pöbeln wurde. Die Anbieter griffen Passendes ab und eliminieren inzwischen auch Unerwünschtes. Doch das Netz reinigt sich meiner Meinung nach inzwischen selbst. Viele Blogs werden kaum gepflegt oder verlinken nur auf andere Seiten, denn es macht eben auch Arbeit. Doch vor allem auf politischen Seiten zeigt sich, dass eine gute Recherche und die Veröffentlichung im Netz die etablierten Strukturen ins Wanken bringt.

Nicht mal mehr der Tagesschau gelingt es, ihre eingefahrenen Narrative unwidersprochen zu verbreiten oder für die Politik unerwünschte Dinge zu verheimlichen. Newsletter, regelmäßige Veröffentlichungen, das sofortige Sichern von Fakten in weiser Voraussicht machen es den etablierten Medien immer schwerer Blogger oder Vlogger heimlich verschwinden zu lassen. Über Reden und Zitate zu zweitklassigen Anlässen ist früher kein Politiker gestolpert. Früher war es den Journalisten vorbehalten das in ihrem Sinne Passende auszugraben; heute kann dies der Laie. Die Leier von Ignorieren, Diffamieren und Kriminalisierung bis man die passende Reaktion in der Bevölkerung gegenüber Personen, Parteien oder Demonstrationen erzeugt hat, funktioniert einfach nicht mehr.

Während der „Freizeit-Journalist“ vor seine plötzlichen Macht fast in Ehrfurcht erstarrt und nun auch locker mit Klarnamen freundlich aber bestimmt Politikern und Medienmachern sagt, dass man sich nicht mehr für dumm verkaufen lässt, scheinen die professionellen Anbieter nervös zu werden. Politische Blogs und Internetseiten haben schnell gelernt, dass gut moderierte Kommentarbereiche die Pöbler recht schnell fernhält und unseriöse Quellen und Falschmeldungen durch eine Art Selbstreinigung keine Chance haben. Fast möchte ich auch von einer Art freiwilligem Crowd-Funding geistiger Ware zu bestimmten Themen sprechen.

Der Schutzraum bei den ÖR und etablierten Printmedien funktioniert nicht mehr. Während man früher unwidersprochen Meldungen und Kommentare veröffentlichen konnte, muss jeder Journalist heute fürchten, dafür an den Pranger gestellt oder lächerlich gemacht zu werden. Doch die haben den Schuss einfach nicht gehört. Wer heute eine Margarete Stokowski, eine Sybille Berg oder einen Jkob Augstein braucht, damit sie uns die Welt erklären, dem ist nicht mehr zu helfen.

Politiker, Medienleute und Funktionäre hatten die Deutungshoheit und fühlen sich nun von den Widerworten der unzufriedenen Konsumenten bedrängt und sprechen dann von Hass und Hetze und davon, dass sie jetzt beleidigende Mails bekommen. Ein bisschen Journalistenschule mit Volljährigkeit als einzige Voraussetzung und irgendwas mit Medien reicht eben nicht mehr, um den Leuten die Welt zu erklären. Die merken einfach nicht, dass sie einfach nur kleine Lichter sind.

Die abgeschotteten Zirkel von Banken, Konzernen, MIK, Kirche, Weltklimarat können ungestört ihre Macht stabilisieren, doch das Internet und die Vernetzung der Bürger hat den abgeschotteten Bereich von Medien und Politik aufgebrochen.

Die haben in ihrem bisherigen Wohlfühlraum nicht gemerkt, dass Meinungsmache kein Selbstläufer ist, sondern, dass Propaganda auch Kompetenz, Professionalität und Selbstbeherrschung verlangt. Empörung und Bestürzung allein genügen nicht mehr zur Meinungsmache. Das Versagen zeigt sich klar beim Umgang der Medien und der etablierten Parteien beim Umgang mit der AfD als sie in den Bundestag einzog. Man brandmarkte die Reden als völkisch, rassistisch und fremdenfeindlich in der Annahme, dass die Leute sich dieses Schauspiel nicht selbst auf you-tube anschauen würden. Da ist der Schuss natürlich nach hinten losgegangen, denn die Reden haben nun mehrere Tausend Zugriffe, sowohl von den Anhängern, als auch von denen, die sich eigentlich über die Reden lustig machen wollten. Die haben die anderen Parteien erst dahin getrieben. Und die AfD hat das professionell genutzt, dass sie die unvorzeigbaren Dödel in den Bänken ließ und nur kompetente Leute mit Doktortitel oder mehr vorließen. Dass sich nun ein Politiker der Konsensparteien darüber beschwert hat, dass er nun immer Vorschläge von AfD-Reden auf you-tube bekommt, ist fast schizophren.

Da hat man nun pro-westliches Fernsehen und Zeitungen installiert, die Journalisten und Politiker jahrelang durch die Atlantikbrücke gebrieft und die lassen sich nun von einer Laienarmee aus Bloggern, Vloggern und alternativen Medienseiten aus der Fassung bringen?

Hier heißt es, nicht übermütig werden und die Lage unterschätzen. Über Jahre ist es gelungen, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich die Gesellschaft in einer Art innerer Führung in gewünschter Weise weiterentwickelt hat, dass am Ende eine unsolidarische, leicht zu manöverisierende Masse entsteht. Leiharbeit, Einwanderung von Minderqualifizierten oder Gender sind nur einige dieser Maßnahmen zur Umsetzung, die ohne Anweisung trotzdem zu gewünschten Resultaten führten. Das Internet und der zunehmende Mut auch öffentlich präsent zu sein, weil man Rückendeckung aus dem Netz hat, zum Beispiel durch Livestream, wird nun zur Gefahr für die Eliten, ihre Ziele zu erreichen.

In diesem Moment sollte man aber innehalten. Alles gewollt? Rechte und populistische Anti-EU-Bewegungen sind in anderen Ländern auf dem Vormarsch und man verteilt Fahnen an inszenierte Pro-EU-Demonstrationen, führt Gesetze ein, die islamophobe Äußerungen unter Strafe stellen und fordert einen gemeinsamen EU-Finanzminister? Wie blöd muss man sein, wenn man damit ein schon marodes System retten will. Vielleicht soll aber das Pendel nur brachial in die andere Richtung zurückschlagen, so dass die europäische Idee an ihren braunen Ursprung zurückkehrt.

Jeder, der gegen das Meinungskartell anschreibt, sollte sich nicht dazu instrumentalisieren lassen, dabei mitzuhelfen. Wie viele Kommentare habe ich schon gelesen, wo es heißt, wir kennen eure Namen oder Nürnberg 2.0. Wer weiß, ob die Eliten nicht wieder mit dem Gleichen unter anderem Namen antreten, wo sie immer oben schwimmen und die Völker gegeneinander aufhetzt werden.

Nutzen wir das Netz in unserem Sinne der Wahrheit zu dienen und nicht, um freiwillige Söldner der Eliten zu sein. Bleiben wir wachsam.

 

 

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