Schwedens Sprung in der Schüssel.

Fast muss man annehmen, dass die Schweden nur deshalb inzwischen mitbekommen, dass ihr Land untergeht, weil sie auch ausländische Nachrichten lesen. Messerstechereien, Gruppenvergewaltigungen, Angriffe auf Polizei, Rettungskräfte und Lehrer sind an der Tagesordnung. Da braucht man als Frau nachts nur ein paar dunkle Ecken besuchen, wenn man ins Fersehen will. Ob man dann noch Gelegenheit hat, den Beitrag selbst auf Facebook zu posten, steht auf einem anderen Blatt.

In den 70igern des letzten Jahrhunderts haben die Schweden entschieden ein multikulturelles Land zu werden. Fast 200 Jahre lebten die Schweden in Friedenszeiten, während der Rest Europas in dieser Zeit erst richtig loslegte. Dass das Fremde nicht nur in guten Absichten kommt, haben sogar die deutschen Linken noch gemerkt, als der schwedische Traum längst begonnen hatte. Im Laufe dieser 40 Jahre hätte man nun annehmen können, dass man manche Fehlentwicklungen einfach korrigiert und man die Programme für die Integration modifiziert. Gut, das haben die also nicht gemacht, doch dann hätte sich doch ein gewisser Widerstand gegen diese Politik in der Bevölkerung entwickeln müssen, wenn immer mehr von den negativen Folgen betroffen sind. Jeder schlaue Politikstratege hätte sein Programm angepasst, weil man die unzufriedenen Wähler abgreifen möchte. Doch die Altparteien waren so resistent, dass sie nun über alle Parteilager hinweg koalieren, nur um die Schwedendemokraten zu verhindern. Warum die dann nicht gleich fusionieren, ist mir da echt ein Rätsel.

Ein Erklärungsversuch, warum man sich gegen jede Veränderung sträubt, kann natürlich sein, dass viele beim Staat und in der Wirtschaft davon profitieren, dass die Zustände in Schweden eben so sind wie sie sind. Man denke nur an die Asylindustrie in Deutschland. Aber wie so oft in der Geschichte läuft es auch hier darauf hinaus, dass man zwar die Realität ignorieren kann, aber nicht deren Folgen. Wenn zu viele davon profitieren, dass man den Staat ausbeutet und leistungslos darin Leben kann, dann hat der einzelne wenig davon, sich zu verändern. Sieht man die ganzen Profiteure der Genderesoterik und Laberwissenschaften an den Universitäten in Schweden, dann liegt es nahe, dass die dort eher wissenschaftliche Methoden über Bord werfen, als auf diesen Quatsch zu verzichten. Das  Mundtotmachen von Gender- und Islamkritikern durch empfindliche Strafen, lässt vermuten, dass hier nichts anderes als eine kriminelle Vereinigung den Staat gekapert hat. Erfordert zwar kriminelle Energie, würde ich selbst nicht machen, ist aber vernünftig, wenn das Land ohnehin schon unrettbar Schlagseite hat. Da steigt man dann lieber noch zusätzlich in den Drogenhandel ein, als dieses Land zu retten.

Nun bin ich in anderem Zusammenhang drauf gestoßen, dass die Ursache eine andere sein könnte. In dem Artikel beschreibt ein Lehrer die Reaktion als er zunehmende Probleme mit Migrantenkindern anspricht.

Als ich noch Lehrerin in Hauptschulklassen war und über meine Erlebnisse mit erschreckenden Verhaltensweisen von Schülerinnen und Schülern aus vorwiegend nicht deutschen Herkunftskulturen reden wollte, stieß ich regelmäßig auf offene Ablehnung, auch im Freundeskreis. Was ich mir von der Seele reden wollte, durfte ich „so“ nicht sagen. Bei Freunden und besonders dort, wo ich mich politisch beheimatet fühlte – das waren einmal die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Grüne und SPD –, konnte ich regelmäßig ein Reiz-Reaktionsmuster erleben, das durchaus mit dem der pawlowschen Hunde vergleichbar war, das also automatisch eintrat, wenn ich versuchte, über meine belastenden Schulerlebnisse zu sprechen. Der pawlowsche Reiz in diesem Vergleich bestand in einigen Wörtern, die ich benutzte, etwa „türkische Schüler“, „Ausländer“, „Macho“.

Die Reaktionen waren teilweise geifernde Zurechtweisungen, so als befände ich mich nicht nur in schwerem Unrecht, sondern als müsse mir erst noch sozusagen der Unterschied zwischen Karl May und Karl Marx nähergebracht werden. Die Reaktion war (und ist bis heute) zu allererst die stereotype Mahnung, dass nichts und niemand pauschalisiert werden dürfe, und darauf folgt(e) regelmäßig eine Abschwächung oder sogar Abwertung meiner Wahrnehmung und eine automatische Rechtfertigung der Ereignisse und Verhaltensweisen, durch die ich mich beeinträchtigt und geschwächt fühlte.

Natürlich wurde dann immer wieder mehr vom Gleichen versucht. Fördern ohne etwas zu fordern und, wenn das nicht funktionierte, noch mehr fördern, obwohl trotzdem immer alles schlimmer wird. Die Leute, die das anleiern, machen das womöglich nicht aus Bösartigkeit, sondern haben eben zum einen nur einen Knick in der Wahrnehmung, zum anderen versuchen sie mit allen Mitteln ihr Selbstkonzept und somit ihren Selbstwert zu erhalten. Auf Dauer führt das wirklich zu krankhaften Veränderungen und am Ende zu krankhaftem Verhalten.

„Multikulti ist eine Bereicherung, alle Zuwanderer sind potentielle Heilige.“

Derartige Erwartungshypothesen beeinflussen die eigene Wahrnehmung enorm. Sie stellen eine regelrechte Leitorientierung für die Wahrnehmung dar und entscheiden darüber, was überhaupt (selektiv) wahrgenommen wird und wie das Wahrgenommene (vor-)interpretiert wird. In vielen Fällen nehmen Menschen aus der Masse der realen Umweltreize nur diejenigen wahr, die ihren Hypothesen entsprechen. Reize, die den eigenen Erwartungen und Hypothesen widersprechen, werden nicht wahrgenommen, abgelehnt, abgewertet, umgedeutet, verzerrt oder verfälscht. Je stärker eine Hypothese ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie aktiviert wird, desto weniger Informationen werden benötigt, um sie für sich zu bestätigen. Entsprechend hoch muss die Anzahl widersprechender Informationen sein, damit sie widerlegt werden kann. Manchmal gelingt es nie, einen Menschen von seinen Fehlwahrnehmungen und daraus abgeleiteten Fehlannahmen abzubringen: (hier)

Es war ja bisher immer ein Zeichen unserer Zivilisation, in allen Bereichen durch Gedankenexperimente die richtige Lösung für ein Problem zu finden bzw. Folgen abzuschätzen. Im Gegensatz zu früheren Menschen musste man dann nicht mehr aus konkreten Erfahrungen lernen, sofern man sie überlebt hat. Geistig konnte man sich nur weiterentwickeln, wenn man Fehler erkennt und korrigiert hat. Schweden ist weitgehend wieder in die infantile Phase eingetreten, wo Mama schaut, dass der Sohn nicht aus der Katzenschüssel nascht, weil es so lecker aussieht. Nur ohne Mama.

Schweden musste eben zu lange auf die Erfahrung von Kriegen als Möglichkeit natürlicher Selektion verzichten. Da kann man sich natürlich ein Lala-Land aufbauen, in dem auch mit keiner noch so irrsinnigen Politik (z.B. Identitätspolitik) irgendwie viel kaputtgeht.  Das ging so lange gut, solange das Land relativ homogen und ethnisch rein war. Nun merken auch nicht nur manche aus dem Volk, sondern auch die Entscheider und Schönredner, dass die Sache den Bach runtergeht, wenn man Tausende Kulturfremde ins Land lässt, die völlig anders ticken wie erwartet (erträumt). Sie drehen zwar schon geistig in die andere Richtung, doch sie lassen den Zug unbeirrt weiterfahren, wenn man gewalttätige Männer vor Gericht damit entlastet, weil sich die Frau nicht schariakonform verhalten hat.

Die Schweden haben also ein Problem, dass der Sprung in der Schüssel mit der Zeit eben immer größer geworden ist. Ich wage mal eine Prognose, wie das Enden wird. Die übrigen Europäer werden in den nächsten Jahren die gleichen Probleme mit noch schwerwiegenderen Folgen bekommen. Da wird sich keiner mehr aus moralischen Gründen bei den Schweden einmischen, egal was die tun. Das Land hat nur ein Zehntel der Bevölkerungsdichte Deutschlands. Die schlauen Schweden werden sich ins Hinterland zurückziehen. Denen werden die Polizisten, Lehrer und Ärzte folgen, um ihre Dienste dort privat anzubieten. Sieht man sich die schwedische Energiebilanz an, so kann man davon ausgehen, dass die meisten Wohnungen zentral oder mit Öl geheizt werden.

Mit ausreichend Vorräte ins Hinterland gehen. Kraftwerke abschalten und einen Winter keine Straßen mehr dorthin räumen. Im waldreichen Schweden wird keiner erfrieren. Jeder der etwas halbwegs Brauchbares gelernt hat, wird auf diesem Weg überleben.

Diejenigen, die in den Städten zurückbleiben, brauchen sich nicht mehr integrieren oder das Buntland in ihrem Kopf neu denken. Sie werden entweder wegsterben oder das Land verlassen. Die angebliche Vermischung der verschiedenen Ethnien geschieht erfahrungsgemäß nur an den Rändern. Es geht rein um die Verdrängung. Mir kann keiner erzählen, dass diejenigen, die uns etwas von einer zukünftigen Mischrasse durch Masseneinwanderung von fremden Ethnien erzählen, nicht wissen, dass es eigentlich um Verdrängung geht.

Dass Deutschland den gleichen Weg geht wie Schweden, sieht man daran, dass wir ebenfalls einen großen Parteien-Konsensblock haben, der alle Angriffe gegen Migration, Gleichmacherei und Gender zusammen mit den Medien mit allen Mitteln bekämpft. Unser Glück ist, dass Schweden uns noch etwas voraus ist, so dass man deren Erfahrungen dann nicht unbedingt selber machen muss, um für sich persönlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.