Das banal Böse ist wieder da.

In einem etwas längeren Artikel berichtet und echauffiert sich die Süddeutsche Zeitung (SZ) darüber, dass ein Lehrer der früher beim SDS und bei solid mitgearbeitet hat, nicht als Lehrer in den Staatsdienst übernommen werden darf, weil er sich von der linken Gesinnung nicht glaubhaft distanzieren konnte. Das Prantl-Blatt für die moralisch richtige Haltung konnte wohl nicht glauben, dass der Radikalenerlass aus den Siebzigern in Bayern heute noch Anwendung findet. Schließlich gehört es in anderen Bundesländern zum guten Ton linksextremistische Organisationen zu unterstützen. Eine Vergangenheit in oder im Umfeld der SED oder Stasi sind dort einer Karriere förderlich oder zumindest nicht hinderlich. Wäre der Benedikt frühzeitig zur Grünen Jugend gegangen, dann wäre er sogar aktiv aufgefordert worden eine linksradikale Organisation in Form der Roten Hilfe zu unterstützen. Das war damals der politische Arm der RAF, heute immer noch gern genommen. Im Kampf gegen rechts hätte er auch Häuser von politisch Falschdenkenden entglasen dürfen und könnte für diese Aktionen womöglich sogar Fördergelder für ein Projekt von „Demokratie leben“ bekommen. Zumindest hätte man ihm anfallenden Gerichtskosten erstattet.  Aber in Bayern laufen die Uhren dem Wandel noch etwas hinterher, nichtsdestotrotz solid, die Linksjugend, sich ja schon etwas von der gewaltsamen Umsetzung von Sozialismus und Kommunismus distanziert und inzwischen an eine freiwillige „Erleuchtung“ glaubt.

Als linker Jugendverbandes halten wir nichts davon zum Töten unserer Gegner_innen und zur Gewalt gegen andere Linke aufzurufen. Vielmehr sehen wir unsere Aufgabe in der Befähigung der Menschen durch Bildung im Sinne eines marx’schen Humanismus in einen wahrhaft menschlichen Zustand – in dem „alle Verhältnisse [umgeworfen sind], in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“[4] – hinüberzutreten, in welchem als gesellschaftlicher Grundsatz gilt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“

Das fällt dann bald unter Religionsfreiheit. Vielleicht hält die SZ die Entscheidung des Verfassungsschutzes gerade deshalb auch für Bayern für verfassungswidrig.

Den schreibenden Moral- und Gesinnungsaposteln ist aber nicht aufgefallen, dass Benedikt unabhängig von seiner politischen Haltung als Lehrer völlig ungeeignet ist, obwohl sie ihn sogar selber zitieren. Der hat studiert, hat zwangsweise NS-Dokus im Fernsehen rauf und runter gesehen und kann vielleicht alle Stolpersteine auswendig aufsagen, doch all dieses Wissen hilft nicht gegen diesen miesen Charakter, der schon vor 80 Jahren dafür gesorgt hat, dass eine rot-braune Brut an die Macht gekommen ist.

Zum SDS sei er über seine damalige Freundin gekommen; die Münchner Ortsgruppe sei lose organisiert und winzig gewesen, mal waren sie zu dritt, mal immerhin zu siebt.

Auch in den Bundesvorstand sei er nur aufgerückt, weil seine frühere Freundin ihn empfohlen habe und weil die Führungsebene händeringend Vertreter aus dem schwächelnden bayerischen Landesverband gesucht habe. Mitglied bei „Solid“ sei er nur geworden, weil dieser Verband den SDS finanziert; da habe er als Vertreter der Studenten mitreden müssen.

Da knickt also ein angehender Lehrer schon vor der Autorität einer Freundin ein, um sich aktiv bei einem Verein zu engagieren, der zu meiner Zeit schon die Mensa mit Flugblättern zugemüllt hat, wahlweise mit Bildnissen von Marx, Che Guevara und Mao. Es gibt ja schon genügend Mitläufer für die gute Sache nach dem Motto „An der richtigen Gesinnung werdet ihr sie erkennen“, die sich als freiwillige Wühlmäuse und Denunzianten in Elternbeiräten einnisten, um solche rechten Subjekte zu eliminieren. Da folgt man freiwillig dem Rat der Experten, ein Auge auf akkurat geflochtene Zöpfe und Röcke bei den Kindern von zu engagierten Eltern zu haben.

Das sind Kinder, die besonders gut spuren – und deshalb meist kaum auffallen (hier)

Die machen das schon freiwillig auf Expertenrat, dieser angehende Lehrer redet sich auf seine Freundin hinaus, was tut er erst, wenn er verbeamtet ist und der Schulrat ihn auffordert, über die Schüler etwas zur eventuellen falschen Gesinnung der Eltern zu erfahren?

Hat sich der Schüler positiv zu Ehe und Familie geäußert? Erzählt er vom ökologischen und autarken Leben zu Hause mit eigenen Hühnern und Gemüsegarten? Sehr verdächtig! Hannah Arendt hatte recht:

„Da die Neigungen und die Versuchung in der menschlichen Natur, doch nicht in der menschlichen Vernunft, verwurzelt sind, nannte Kant die Tatsache, daß der Mensch, seinen Neigungen folgend, versucht ist, Böses zu tun, das „radikal Böse“

Ja, Benedikt, die Neigung zum sorglosen Leben. Wenigstens bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit kann man diesen kleinen Zusatzdienst schon bringen und schließlich ist der Schulrat eine Autorität. Eine bessere Beurteilung und einen Hunni mehr gibt es dann auch. Wenn man ein Haus abbezahlen muss, da ist jeder zusätzliche Euro eine Erleichterung. Bei der SZ ist nicht aufgefallen, dass sich hier genau wieder so spießbürgerlicher, charakterloser Schreibtischtäter herauskristallisiert, von denen es immer Tausende gibt und die sowohl das Überleben des 3.Reiches, als auch der DDR erst ermöglicht haben, und die sich wie das Fähnchen im Wind drehen. Um den bayerischen Vorgaben zu genügen, kann man sich ja mal distanzieren, war nicht so gemeint, Jugendsünden. Vielleicht heiratet er ja und geht dann zufällig ins rot-rot-grüne Thüringen. Da sind die alten Qualitäten sogar beim Kultusminister gefragt.

Benedikt Grassl bietet sich als politisch geläutert an, denn er will am Ende einen sicheren Job beim Staat, für den man bereit ist, seine politischen Überzeugungen zumindest äußerlich entsprechend anzupassen und, wenn vom Dienstherrn gefordert, auch offen zu vertreten. Wenn er noch etwas wartet oder das Bundesland wechselt, dann ist wie gesagt auch seine frühere Gesinnung wieder gefragt.

„… größte begangene Böse ist das Böse, das von Niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, eine Person zu sein.“ (Arendt)

Allein, dass Du die Unterstützung der „stalinistischen“ Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Fachkräfte für linke Gesinnung und Dauerempörte, bereitwillig annimmst, und Dir eine der größten Tageszeitungen sogar in Bayern die Stange hält, zeigt uns doch, dass Du in Deutschland wieder Mal genau richtig bist.

Unter diesen Umständen wundert man sich, dass inzwischen nicht auch manch Konservativer den Slogan der linksextremistischen ANTIFA übernimmt: Deutschland verrecke!

Bild:http://spartacus-educational.com/00jewishED6.jpg