Schweigen als revolutionärer Akt.

Als die Alliierten nach Deutschland einrückten, war es für Mitläufer und strammen Nazis gleichermaßen von Bedeutung, sich rechtzeitig aber nicht zu früh gesinnungsmäßig neu zu positionieren. Wer schlau war, hielt besser gleich ganz den Mund oder vermied wenigstens Situationen, wo es notwendig war, um dann am Ende dafür entweder von den alten Machthabern oder von den neuen Besatzern abgestraft zu werden, je nachdem wie man entschied.

Im Moment reagieren die meinungsmachenden Akteure wie nach dem Motto „Der Westwall wird schon halten“. Der Schriftsteller Uwe Tellkamp hatte sich so weit vorgewagt, in einer Gesprächsrunde in Dresden die Tatsachen anzusprechen, die von den Mainstreammedien betulichst verschwiegen werden: Merkels Rechtsbruch bei der Öffnung der Grenzen 2015, der vorgegebene Meinungskorridor der Medien, die Folgen der unkontrollierten Einwanderung. usw… Gleich war ein „Recherchenetz“ vor Ort, schnitt die Worte entsprechend zusammen und stellte den Autor in die rechte Ecke.

Das sind die Möchtegerntapferen wie sie mein Urgroßvater vor fast 80 Jahren kennengelernt hatte. Als ihn ein Hitlerjunge, der Sohn des Friseurs, wegen staatszersetzender Äußerungen verhaftet hatte und ihn gerade über eine Brücke führte, sagte er zu ihm: Wenn ich deinen Vater nicht so gut kennen würde, dann würde ich dich jetzt da hinunterwerfen. Der Vater hat sich dann später für seinen Sohn entschuldigt.

Nun rechnen wir die mal weg. Diese Tatsachen, die Tellkamp nannte, sind so gängig, dass man nicht mal mehr eine Quelle angeben muss, und jeder mit ein bisschen Hirn, kann für sich nicht garantieren, dass „der Westwall hält“. Die Folgen der unkontrollierten Einwanderung lassen sich nicht mehr unter der Decke halten, die Isolation Deutschlands in Europa ist offensichtlich, das ganze Fassbombenmärchen in Syrien ist auch kurz vor dem Auffliegen und so ist nicht sicher, ob man mit der Meinung und Gesinnung von heute, morgen noch hausieren gehen kann.

Das Problem ist, dass trotzdem noch immer die linken Gesinnungsterroristen unbeirrt den Takt vorgeben und sich nun der Suhrkamp-Verlag bemüßigt fühlte, sich von seinem Autor zu distanzieren. Wie blöd ist denn das.

Im Moment versuchen die einen sich im vorauseilenden Gehorsam dem bunten System anzudienen, während die andere Hälfte schon versucht, sich neu zu positionieren.

Beispiele gefällig? Da entscheidet sich die Essener Tafel für einen Aufnahmestopp für Ausländer, weil die sich eben teilweise aufführen wie ein Gartenschlauch. Jeder weiß es, kein Politiker traute sich das anzusprechen und nun zeigt der Betreiber der Tafel klare Kante gegen die Kritik dagegen. Anstatt froh zu sein, dass jemand mal den Mumm hat, das zu sagen und etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen, machen wieder alle Politiker auf hochmoralisch, weil die wirklich glauben, der Laden laufe immer so weiter. Die haben nicht mal das Hirn, einfach mal den Mund zu halten.

Nein, jetzt kommen die Klöckner und der Seehofer und wollen jetzt endlich die Probleme ansprechen und konsequent durchgreifen. War der Seehofer nicht der mit dem „Unrechtsstaat“ und die Klöckner, diejenige, die dann PEGIDA-Forderungen auch nicht so schlecht fand? Da muss man ja schon jegliche Selbstachtung verloren haben, dass man das den Leuten dann wieder als neue Errungenschaft verkaufen will.

Vor allem in der Provinz scheint manch eingenordeter Beamte oder Parteisoldat wie damals den Schuss überhaupt nicht gehört zu haben. In Heilbronn will ein AfD-Stand in der Nähe einer Schule über die Demokratie aufklären. Schlimm genug, dass dazu anscheinend Bedarf besteht. In einer Meldung heißt es

Drei Heilbronner Gymnasien haben für heute Teile ihres Nachmittagsunterrichts abgesagt. Abgeordnete der AfD planen für den Mittag einen Infostand für Schüler auf dem Friedensplatz. Das „Netzwerk gegen Rechts“ ruft zu einer Gegendemo auf.

Nun könnte Heilbronn ja zufällig eine Insel der Seeligen sein, wo alles seinen friedlichen Gang geht. So habe ich sicherheitshalber Heilbronn in die Suchfunktion eingegeben und sofort kamen als die ersten beiden Vorschläge heilbronn messer verletzt und heilbronn messer. Wenn die Lehrer ihre nähere Umgebung schon schönreden und ignorieren, dann haben sie auch sicher nicht mitbekommen, dass in Italien 75% der Erstwähler rechte Parteien gewählt haben. Der Umschwung steht also schon am „Westwall“ (hier eher Südwall) und damals haben die das auch ohne Internet mitbekommen.

Auch die Äußerungen von Spahn und Lindner, dass grob gesagt ja HartzIV zum Überleben ausreichen müsste, sind dermaßen unprofessionell, dass es schon weh tun. Sogar der Bodensatz aller Nachrichtenportale, web.de, empört sich darüber. Da kann der Spahn hundert Mal recht haben, dass diese Leistungen von der Allgemeinheit erbracht werden müssen. Wenn sich schon seit spätestens zwei Jahren jeder denkt, er müsse nicht jeden durchfüttern, dann muss man nicht als der, der das als letzter merkt, das als große Erkenntnis verkaufen, um sich damit zu profilieren.

Wenn man im gleichgeschalteten Medien- und Politkartell soweit gekommen ist, dann muss man fast daran arbeiten sich selbst abzuschießen. Aber sogar da gibt es welche, die das schaffen, bevor sie überhaupt vereidigt sind, wohlwissend wie eine Äußerung sein muss, damit man dafür in der Luft zerrissen wird. Nachdem man lang genug Dreck über die AfD ausgekübelt hat, waren sogar die noch lernfähiger. Keine schlechte Idee, ehemalige Anträge der CDU wieder zur Abstimmung ins Parlament einzubringen. Dass man sich in Syrien mit den falschen Leuten ablichten lässt (eigentlich muss es heißen „als die falschen Leute), ist da ein Anfängerfehler. Da hätte es genügt, auf der Parteiseite auf ein syrisches Reiseportal mit entsprechenden Bildern zu verlinken.

Am schlimmsten ist es, wenn sich die dem linken Mainstream anbiedern, die nichts zu befürchten hätten. Die Österreicher haben es vorgemacht, indem sie die Dauerempörten irgendwann abgewählt haben, weil man deren moralisches Gezeter nicht mehr ertragen konnte. In Deutschland ist das noch nicht angekommen.

Tellkamp hat sinngemäß gemeint, dass er Schriftsteller geworden ist, um die Wahrheit klar auszusprechen. Da wirken Leute wie Welke, Wecker und Campino wie billige Huren der Regierenden.

Für die wäre Schweigen schon ein revolutionärer Akt.