Tausche Meinungsfreiheit gegen gute Gesinnung.

Vor allem an den US-Universitäten und auf deren Campus, wo die Studenten meist auch nach den Vorlesungen unter sich sind, sagt man, wäre die Redefreiheit besonders bedroht. Nun wollte man es genauer wissen und hat die Aussagen von 3000 Studenten ausgewertet.

Diese fühlen sich zwar zunehmend eingeschränkt, doch schätzen sie die „Inclusivity“ ebenso stark.

College students believe about equally in free expression and pluralism, with nearly 90 percent saying that free speech protections are very or extremely important to American democracy and more than 80 percent saying the same of promoting an inclusive and diverse society.

Wenn sie wählen müssen, dann bevorzugen alle Studenten, dass die Redefreiheit hinter der Umsetzung einer „inclusiven“ und „diversen“ Gesellschaft zurücktreten müsse. Sie meinen auch, dass „Hassrede“ nicht durch den Artikel der Meinungsfreiheit gedeckt sei und dass es auf dem Campus so genannte „Schutzräume“ geben sollte, für die, die sich durch offene Meinungsäußerungen bedroht sehen.

Eine große Mehrheit meint, dass Hassrede durch die sozialen Medien besonders zugenommen habe und Facebook und Twitter in die Pflicht genommen werden sollten, diese einzuschränken. Wer hätte das gedacht! Dort hätte sogar Heiko Maas ein Wählerpotential.

Stalins rote Horden mussten noch eine Quote von liquidierten Regierungsgegnern vorweisen, die heutigen Studenten wählen ihren Untergang gleich selber. Es ist ja kein Geheimnis, dass das Niveau an den Universitäten besonders in den Geisteswissenschaften immer weiter sinkt, doch dass man trotzdem niemanden findet, der „freie Rede“ und „Inclusivity“ praktisch als unvereinbar sieht, das ist dann schon bedenklich.

Man muss sich wundern, dass es für den Begriff „Inclusivity“ noch keine griffige und weichgespülte deutsche Entsprechung gibt wie „Vielfalt“ und „bunt“, die so zuckersüß daherkommen, dass man einfach nicht dagegen sein kann.

Praktisch bedeutet „Inclusivity“, dass jede Kritik vermieden wird, die die Teilhabe und das berufliche Fortkommen behindern, in der Annahme, dass nicht die Leistung für ein Scheitern verantwortlich sei, sondern allein die Zurückweisung eines bestimmten Geschlechts, der Rasse, der Herkunft, usw. Das hatte nun bisher zur Folge, dass sachliche Kritik immer mit persönlicher Kritik und Abwertung der Hautfarbe, des Geschlechtes oder der Rasse gleichgesetzt wurde. Also hat man sich das gleich gespart und, weil man eben nichts dazulernt, wenn man nicht auf Fehler hingewiesen wird, lauter Uniabgänger mit wertlosen Abschlüssen produziert.

Ist ja zu blöd, dass davon vor allem Frauen und Farbige betroffen sind, und auch zu blöd, dass in den später gut bezahlten MINT-Fächern vor allem weiße, konservative Amerikaner zu finden sind, während die anderen in Medien, Universitäten oder NGOs als Praktikanten oder zum Hungerlohn geparkt werden oder lebenslang bei und von den Eltern leben.

Es wäre unproblematisch, wenn man Universitäten in einen Wohlfühl-Lala-Bereich umwandelte, weil nach der Uni doch die nackten Fakten zählen, doch der Kampf gegen „Hassrede“ wird von Regierungen allgemein dazu missbraucht, dass bestehende Zustände und Probleme nicht mehr straffrei benannt werden können.

Da kann es schwierig werden gegen Abtreibung, Homoehe oder Genderesoterik zu opponieren ohne Probleme zu bekommen. Jede Mischfarbe und jede Religion sind sakrosankt und jede auch sachliche Kritik gilt sofort als „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ oder „Islamophobie“. Erst die Kunstwörter aus der marxistischen Begriffswerkstatt haben es ermöglicht, die Meinungsfreiheit so einzuschränken wie es heute der Fall ist. Jeder der gepuderten Minderheiten muss bei Verbrechen als Einzelfall betrachtet werden, während bei uns der weiße Deutsche, der allein den Meinungskorridor verlässt, sofort auch amtlich pauschal als Nazi bezeichnet werden darf. Inzwischen gilt es ja schon als Hassrede, Politiker der Blockparteien verächtlich zu machen oder die EU-Kommission als Politbüro zu bezeichnen.

Der deutsche Staat hat noch nicht den Schneid gewaltsam gegen seine Kritiker vorzugehen. Das überlässt er noch der ANTIFA und den bunten Bündnissen und verlegt sich derweil auf Schikane, Diffamierung und Zensur.

Solange ich mich mit niemanden unterhalte oder Belanglosigkeiten austausche, kann ich mir leicht einreden, ich könnte Redefreiheit mit „Inclusivity“ vereinbaren. Die gewaltsame Implementierung von „Diversity“, „Gender“ und erzwungener „Inclusivity“ verhindert aber nicht, dass hier Zustände eintreten werden, wo dieser Kram einfach an der Realität scheitert.

Das konnte ich heute beobachten. Leute, die PEGIDA gegenüber mir als Nazis und Arschlöcher bezeichnet haben, weil diese den Islam einfach nicht für kompatibel mit unserer Kultur halten, wundern sich heute, dass durchgesickert ist, dass man nun schon „religiöse“ Ansätze an Schulen im Bayerischen Wald beobachten kann, wie sie schon seit mehreren Jahren aus Essen bekannt sind. Was haben die gedacht? Dass das einfach dortbleibt?

Im Moment machen sich einige Politiker wichtig, weil sie so mutig sind, jetzt Probleme anzusprechen, während sie die, die ihnen das schon seit Jahren erzählen, grundsätzlich in die braune Tonne getreten haben.

Heute habe ich den schönen Spruch gelesen: Und bist du nicht willig, dann brauch ich Geduld. Man kann es abwarten, dass die ersten Politiker trotz unschöner Bilder durchgreifen, denn die bösen weißen Männer und Frauen sitzen am längeren Hebel. Wäre ja zu blöd, wenn der Notarzt auch nicht mehr ins Rotweinviertel einfährt und der Lehrer der Tochter ihm sagt, dass ungefragtes Begrapschen und Penetrieren in machen Kulturen eben zur Folklore gehören.

Die Gesellschaft kann sich von dieser Meinungsdiktatur, Gleichmacherei und Zensur wieder befreien, vorausgesetzt es gibt nicht schon genügend Söldner, Denunzianten und Mitläufer, um (wieder) ein totalitäres System zu stützen.

 

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