Erobern „Schneeflöckchen“ auch deutsche Unis?

Es hat eine Zeit gegeben, da hat man sich von dem ganzen Esoterik- und Religionskrimskrams weitgehend befreit und ist allein der menschlichen Vernunft gefolgt. Nannte man Aufklärung und Renaissance. Man lernte aus Erfahrung und änderte dann entsprechend sein Verhalten. Man musste auch nicht jede Erfahrung selber machen, sondern es reichte, es bei anderen zu sehen. In diesem Zusammenhang wäre es interessant, als welches unser gegenwärtiges Zeitalter eingehen wird.

Denn wenn man von den Erfahrungen anderer lernen würde, dann würde man sich am Beispiel Schweden orientieren und einsehen, dass ganze Bataillone an Jungmoslems nicht unbedingt bereichernd sind und am Ende ein Entwicklungsland herauskommt. Vielleicht hat man aber entschieden, es genau wie die Schweden zu machen, denn die Regierung sagt ja immer noch, dass das eigentlich alles halb so wild sei und es reiche, die Gegenmeinungen zu unterdrücken und den ganz Bösen auch besonders viel Zuwendung zukommen zu lassen. Weil Politiker anderen Politikern mehr glauben als der Realität, sehen wir in Deutschland auch keine Notwendigkeit, moslemische Zuwanderung und Familienzusammenführung zu stoppen.

Nun kann man natürlich auf Politiker schimpfen, doch auch der einzelne gibt sich oft beratungsresistent und unfähig aus Erfahrung zu lernen. Wir bauen immer noch mehr Windräder, in der Hoffnung, dass mehr Windräder am Ende auch bei Windstille endlich Strom liefern. Wie viele Privatpersonen haben in Windräder investiert, weil sie glaubten, dass genau ihres die Nennleistung zu 100% 24 Stunden am Tag liefern würde? Was der ganze Plunder wert ist, sieht man daran, dass eine Firma wie Prokon, die alleine durch EEG und Subventionen aufgeblasen war, trotzdem pleiteging. Und die Bürger, die auf riesen Rendite hofften, blieben winselnd zurück. Und anstatt denen zu sagen, dass sie einfach zu blöde und zu gierig waren, hat man nun für die Banken besondere Formulare für die Beratung, dass ja niemand in eigener Verantwortung ein Risiko eingeht und falsch investiert.

Und nun macht man wieder den gleichen Fehler. Die einen merken nicht, dass sie enden werden wie im Moment die ganzen Geschwätzer an den US-Unis, die andere Seite kommt ihnen auch noch entgegen und nimmt sie ernst. In einem Beitrag auf kulturzeit geht es darum, dass man den Polizeigewerkschaftler Rainer Wendt wieder ausgeladen hat, weil er angeblich rassistische Ressentiments schüre. Dazu kommt der Fall der Historikers Münkler, dem man Antifeminismus vorwirft, weil er in der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts keine Frauen erwähnt hat. Liegt aber nicht an ihm, sondern am Mangel an Frauen. Nun steht er unter Beobachtung. An Unis sind jetzt schon genügend Mimöschen, die sich wegen jedem Käse verletzt oder beleidigt fühlen und die sich wie in Berlin unter anderem über ein angeblich frauenfeindliches Gedicht aufgeregt haben, dass ganz im Gegenteil eine Hommage an Frauen sein sollte. Man hat es trotzdem überpinselt.

So wie die ganzen Schneeflöckchen an den amerikanischen Unis, werden auch die in Deutschland die Unis lebensunfähig mit einem völlig unnützen Abschluss verlassen. Am Ende des Berichts meinte Münkler, dass sich die Uni zu einer psychotherapeutischen Anstalt entwickeln werde, wenn so ein Verhalten konsensfähig würde.

Eine Studentin geht mit Flugblättern dagegen an, dass manche nicht mal mehr ein Stirnrunzeln oder eine Attitüde aushalten und sich davon verletzt fühlen. Leider ist es auch hier wieder so, dass sich eher diejenigen durchsetzen, die am lautesten schreien, weil die schweigende Mehrheit meint, dass sich Blödsinn gewöhnlich einfach nicht durchsetzen kann. Doch weit gefehlt. Wer hätte gedacht, dass wir in unserer säkularen Welt irgendwann ernsthaft Rücksicht auf die Eingebungen eines Kameltreibers aus dem Orient nehmen würden?

Niemand verbietet es einem anderen, sich für Hermaphrodit, Nullgeschlecht oder Eichhörnchen zu halten, er darf aber nicht darauf hoffen, dass man ihm an jedem Bahnhof ein eigenes Klo hinstellt und jedes Formular passend zum Geschlecht ausdruckt. Jeder darf sich zu Hause in einen Sack hüllen und sich auch 20-Mal am Tag zum Beten niederbücken. Es sollte aber niemand meinen, dass er sich in Deutschland damit ans Auto setzen kann bzw., dass man irgendjemanden dazu gesetzlich verpflichten könnte, dass sein persönliches Betvergnügen auch noch als jederzeit zulässige Arbeitsunterbrechung gilt, am besten noch bezahlt. Zumindest bisher noch nicht.

Wohin die deutschen Universitäten steuern ist noch nicht absehbar. Der Vorteil gegenüber den USA ist, dass die Studenten nicht auch auf dem Campus wohnen und so die militanten Meinungsdiktatoren wenig Zugriff haben auf andere und einer geistigen Inzucht etwas vorgebeugt wird. Die USA haben aber den Vorteil, dass man eine Fakultät einfach schließen kann, wenn außer moralisches Gelaber nichts Brauchbares mehr kommt, wie in Wisconsin erst kürzlich geschehen. Schließlich muss sich die Uni selbst finanzieren.

Universitäten sind der einzige Ort, wo man diese verletzlichen Mimöschen und Schneeflöckchen, die keinen offenen Diskurs mehr aushalten, parken kann. In diesem Schutzraum können sie ihre Pseudowissenschaften wie Gender oder Kritisches Weißsein betreiben und die Kritik daran als Antifeminismus und Rassismus abtun.

Ich kann aus einem eigenen Beispiel sagen, dass die sowieso einknicken, wenn man ihnen sagt, wo der Hammer hängt, weil sie einfach keine sachlichen Argumente haben, mit denen sie vor Gericht bestehen könnten. Als sich ein Unidozent dafür stark machte, die Frühsexualisierung mit entsprechenden Übungen in Kindergärten und Grundschulen zu bringen, habe ich dem mit Klarnamen einen Brief geschrieben. Darin bezeichnete ich ihn als Perversling, der nichts Anderes im Sinn hat, als dass Erwachsene nun sogar staatlich gefördert ihre abartigen Neigungen nachgehen können. Ich meinte, er könne ja jetzt flennen, dass er eine Hassmail bekommen hätte und mich dafür drankriegen. Ich erlaubte ihm aber meinen Brief zu vervielfältigen und bat, diesen auch wirklich flächendeckend an der Uni auszuhängen, denn wenn noch mehr davon erfahren, was er an seinem Lehrstuhl so treibt, dann wäre schnell Ende mit seiner staatlich alimentierten Wohlfühlecke. Hab‘ nie was von dem gehört.

Darum kann man nur hoffen, dass sich die normalen Studenten nicht von dem Gezeter der feministisch oder religiös Dauerverletzten einschüchtern lassen. Da ist nix. Da ist nur heiße Luft und Nichtskönnen. Man darf nur nicht so lange warten, bis die alle wichtigen Posten besetzt haben und ihre Einheitsmeinung gewaltsam durchdrücken.