Bericht aus einem „Schurkenstaat“.

Die Hetze gegen Ungarn und die anderen Visegrad-Staaten mag kein Ende nehmen. Man spricht von Orban-Regime und totalitären Zügen. Wer jedoch durch Budapest geht und es mit Berlin vergleicht, sieht an kleinen Dingen, dass kein Ungar mit den Zuständen in Berlin tauschen möchte. Und ich war mindestens 15 Mal in Berlin in den letzten 10 Jahre.

Heute bin ich Richtung Donau zum ungarischen Parlament gegangen. Man kann über einen großen Platz bis an die Treppen des Gebäudes herangehen. Polizisten und Sicherheitspersonal war zwar präsent, doch nicht schwer bewaffnet. Gegenüber dem Parlament steht ein modernes Denkmal mit einer zweiköpfigen Ehrenwache. Zur Wachablösung kommen zwei Soldaten im Paradeschritt und mit scharfen Kommandos wird das Zeremoniell durchgeführt. In Berlin? Undenkbar. Linke Chaoten und andere Deutschlandhasser würden etwas von der Widerkehr des deutschen Militarismus faseln, während man gleichzeitig einer der größten Waffenexporteure ist. Wenn man diese Schreihälse schon bei einem normalen Gelöbnis mit Polizei fernhalten muss, dann glaubt wirklich keiner, dass man in Berlin durch gewöhnliche Passanten hindurch eine Ablösung einer Ehrenwache abhalten könnte wie in Budapest. Die Zustimmung des Volkes zu seiner Regierung kann man am besten daran ablesen, wie sich die Volksvertreter vor dem Volk verschanzen müssen. Man muss nur dieses Bild mit den folgenden vergleichen.

Parlament

Wache

Blick auf das Innenministerium in Budapest. Finde den Fehler zu Berlin!

Innenmin1

Das rechte Gebäude im Hintergrund ist das Innenministerium. Der Bürgersteig führt direkt daran vorbei und davor steht ein einzelner Polizist in einer gelben Warnweste. Vergleiche mit hier. Die nette Bronzeplastik dieses jungen Mädchens im Minirock wäre in Berlin inzwischen auch undenkbar. Sämtliche Monika Herrmanns und andere „Suderfassl“ aus dem pädogrünen Milieu würden dagegen wegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit auf die Straße gehen. Wer in Budapest in die Metro hinabfährt, merkt erst wie bieder die Werbung bei uns geworden ist. Da zieren ganze Bilderreihen von nackten ansprechenden Frauenrücken die Wände. Für diese Schönheit wird sich keine ungarische Frau beleidigt sehen.

Auch in Budapest gibt es viele Arme und Obdachlose aber kein Vergleich zu der Siffe und dem Dreck z.B. vor dem Münchner Hauptbahnhof, am Alexanderplatz oder im Berliner Tiergarten. In keinem Park finden sich Rotten von aufdringlichen Drogendealern oder zugekifften Rastafaris. Auch solche staatlich geförderten Gammelbezirke wie an der Köpenicker Straße, wo die ANTIFA-Asozialen ihren Müll nur auf die Straße werfen und ihre Baracken nach Belieben ohne Bau- oder Brandschutzvorgaben errichten dürfen, während eine armdickes Bündel an Versorgungsleitungen über den Bretterzaun hineinführt, wären in Budapest nie möglich.

Und dann schreibt die taz über Ungarn:

Die angeschlagene Regierungspartei Fidesz griff zum altbewährten Mittel und trommelte einen „Friedensmarsch“ zusammen. So heißen die Massendemonstrationen, mit denen Orbáns Getreue Stärke gegen ihre Gegner zeigen.

Organisiert wurde der Marsch von einem Verein, aber diesmal halfen alle staatlichen Strukturen mit, die öffentlich-rechtlichen Medien warben offen für die Teilnahme. Sogar aus Polen wurden tausende PiS-Anhänger mit Bussen herangekarrt. Ihre Anwesenheit ist logisch. Verliert Orbán, dann bleibt niemand in der EU, der Polen vor europäischen Verfahren schützen könnte.

Der sogenannte Friedensmarsch zeigt diesmal, wofür er eigentlich veranstaltet wird. Er dient einzig und allein der Einschüchterung.

Einschüchterung? Hat nicht Malu Dreyer letzten Samstag in Kandel die altbewährten Mittel der DDR wiederaufleben lassen, wo Gewerkschaften, Kirchen, NGO und Parteien Hand in Hand mit der Regierung die Einheit beschworen und man die Teilnehmer zur Gegendemo mit kostenlosen Bussen herankarrte? Diente diese Veranstaltung zusammen mit der gewaltbereiten ANTIFA nicht allein dazu die Frauen einzuschüchtern, als sie für mehr Sicherheit demonstrierten?

Dabei habe ich heute auch Protest gegen Orban gesehen, doch das lief gesittet und kreativ ab und weder Polizei noch Passanten schenkten dem ganzen besondere Aufmerksamkeit. Man bedenke, welche Maschinerie in Gang kam, als sich in Hamburg eine einzelne Person mit einem „Merkel muss weg“-Schild aufgestellt hat. Aber die deutschen Schlafschafe glauben immer noch, dass in Ungarn die Demokratie in Gefahr sei und nicht in Deutschland.

Protest gegen das von Orban initiierte Denkmal zur deutschen Besatzung.

Protest

ProtestText

Denkmal

In Budapest spürt man genau, was passiert, wenn man mächtige Gegner gegen sich hat. Man rückt enger zusammen. Und die Ungarn wissen genau was sie nicht brauchen.

Das zum Beispiel auch nicht:

Euro

 

Ein Gedanke zu “Bericht aus einem „Schurkenstaat“.

  1. Von den ganzen Anschuldigungen, die ich bislang gehört habe, fand ich nur überzeugend, dass es Gesetze gibt, deren Wiederabschaffung eine Dreiviertelmehrheit erfordern.

    Bei Polen warte ich schon länger auf etwas substantielles.

    Das heißt nicht, dass nichts beunruhigendes dort passiert. Man erklärt es uns nur nicht genau, weil man ungern Sachen anprangert, die die deutsche Regierung auch macht.

    Bei Duterte in den Philippinen ist zu beklagen, dass er tatsächlich seinen Polizisten ein bisschen zu freie Hand lässt. Das Land ist im Bürgerkrieg mit Drogenmafia und ISIS. Entsprechend kommt es bei der Polizeiarbeit zu Toten. Da ist er mit der Aufklärung nicht kooperativ genug. Ansonsten bin ich Fan. 😉

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.