Arielle hat abgetrieben!

Planed Parenthood, die Kümmererorganisation für alles Sexuelle in den USA, hat vor Kurzem folgenden Tweet abgesetzt:

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Man meint also, dass eine Zeichentrick-Prinzessin mindestens abgetrieben haben muss, ihrem Prinzen keine Kinder schenken muss, sondern pro-choice natürlich selbst bestimmen darf, ob sie abtreiben will oder ist mindestens eine illegal eingereiste Transe. Natürlich sind die Retweets entsprechend negativ, dass man sich bald danach entschieden hat, den Tweet zu löschen.

Prinzessinen von Disney sind für KINDER und das sind Erwachsenen-Probleme. Jesus! Diese tolle Scheiße ist es, dass wir jetzt Donald Trump haben!

 

Doch das Problem dieses Tweets geht viel tiefer, denn Märchen sind dann noch die letzte Bastion, die die Neomarxisten stürmen wollen, um auch den Kleinsten ihre Ideologie reinzudrücken, die langsam über Jahre fast unbemerkt in jeden Film und jede Fernsehserie eingesickert ist.

Im Grunde werden alle Errungenschaft des antiken griechischen Theaters geplättet, an dem sich alle Dramen in Theater, Film und Fernsehen bis vor wenigen Jahren orientiert haben.

Nitzsches Buch „Die Geburt der Tragödie“ gibt einen Abriss über die Entwicklung. Kurz zusammengefasst: Zu Beginn zeigte das antike Theater immer das Ringen zwischen den Menschen und den Göttern. Für die Zuschauer gab es keinen „realistischen“ Bruch, wenn dort irgendwelche göttlichen Chöre auftraten, denn es waren Mythen.

Auch in den Märchen gibt es keinen „realistischen“ Buch, wenn dort, Zauberer, sprechende Tiere oder Fabelwesen auftauchen.

Die eigentliche Veränderung ist dann, dass sich das Theater später mit dem Ringen der Menschen untereinander und in seinem Inneren beschäftigt. Also eine „reale“ Handlung, die sich immer zwischen dem apollinischen Maßhalten und dem dionysischen Rausch abspielt. Jede unglückliche Liebesgeschichte ist so aufgebaut.

Wenn nun das Märchen für Kinder den Mythen der Antike entspricht, dann merkt man erst wie bescheuert es ist, hier eine Frauenquote für „ich habe abgetrieben“, „ich bin illegale Einwanderin“ oder „ich bin Transe“ einzuführen. Womöglich hält die Prinzessin ihrem Retter die rosa Nierenschale mit den zerschredderten Resten ihrer letzten Abtreibung unter die Nase und meint dann, dass sie vorübergehend nur Lebensabschnittspartnerin sein könnte, bis sich was Besseres findet. Da kreischen die Kleinsten vor Freude, dass sie es dem Macho so richtig gegeben hat.

Für die Kinder erscheint uns das als Witz, während man kaum bemerkt hat, dass man die Erwachsenen längst weichgekocht hat und sich das täglich freiwillig antun. Die etwas unbeholfene Anfang war die Lindenstraße, wo in einer einzigen Straße ein Normaler, ein Schwuler, ein Ausländer, eine Lesbe, ein Rechtsradikaler, usw. lebten und sich immer alle an der Herkunft, Religion oder Geschlechtlichkeit abarbeiteten, also alle immer in Bezug auf den marxistischen Götterraum der völligen Gleichheit handelten und beurteilt wurden.

Die althergebrachten Hierarchien müssen geglättet werden und sämtliche Fernsehfilme und Serien arbeiten sich heute daran ab. Glauben sie nicht? Die Frau Kommissarin sagt immer: das ist mein Kollege… (nicht umgekehrt), während ihr oberster Vorgesetzter immer ein männlicher Besserwisser ist. Am Ende zeigt sich, dass die Frau alles geraderückt, alle Vorurteile gegenüber Ausländern und Moslems widerlegt sind, der Mörder ein Rechter oder ein gieriger Kapitalist ist, Männer ihre Schwächen einsehen, Lesben immer die besseren Menschen sind. Das ist so penetrant und so verdichtet, dass man bei jedem Tatort kotzen müsste. Nie sind Meinungsverschiedenheiten nur sachlich, immer ist typisches Verhalten des anderen schuld. Frau darf allerdings zurecht hysterisch werden, wenn etwas falsch läuft, Männer sind einfach nur unbeherrscht.

Es wird dann noch bescheuerter. Man will im Film die Frauen- und Migrantenquote von Kommissaren und Polizisten erhöhen, obwohl man in der Realität inzwischen festgestellt hat, dass eine gewisse männliche Robustheit nicht schaden könnte und viele Türken in der Polizei die gleichen Probleme machen wie als Zivilpersonen. Rettungsflieger, Bergwachtler, Soldaten werden ebenso mit einem Frauen- und „Exoten“anteil durchsetzt, der niemals der Realität entspricht. Damit können aber filmisch Handlungen und Probleme hochgekocht werden, als würden alle Akteure fortwährend parallel daran arbeiten, sämtliche bestehenden ethnischen, geschlechtlichen und sozialen Unterschiede zu überwinden (Man stelle sich den Film Apocalypse Now mit der heute „passenden“ Besetzung vor). Daran sollte sich der Zuschauer ein Beispiel nehmen und täglich selbst dafür in den Kampf ziehen. Flankiert wird das natürlich mit der täglichen Nachrichten-Berichterstattung darüber, wie richtige Gesinnung auszusehen hat.

Folgt man Nitzsche, wird das Leben vor allem als schöpferisches sinnvoll. Das Dionysische ist dabei nicht nur Grundlage eines ästhetischen Prinzips, sondern auch existenzphilosophischer Ausführungen. Nicht in Maß und Normen liegt demnach das Leben begründet, sondern in der ständigen Selbstüberwindung bzw. Selbsterschaffung des Subjekts. (hier)

Man prügelt uns medial zurück in die Frühzeit der Antike, nur, dass wir uns nicht mehr an den Göttern ausrichten, sondern eigenes und fremdes Handeln an Maß und Norm des Neomarxismus beurteilen; an der guten Gesinnung. Das ist das Gegenteil von Freiheit.

Vielleicht begann mit den ersten PEGIDA-Demonstrationen 2014 der dionysische Rausch der Selbstüberwindung bzw. der neuerlichen Selbsterschaffung der Deutschen, nachdem man zu lange glaubte, man müsse einem inzwischen selbstzerstörerischen Humanismus huldigen.

Das Dionysische ist immer auch wild, ungezügelt, selbstzerstörerisch und schießt über das Ziel hinaus. Das Apollinische scheint aber mit „Kandel ist überall“ und der „Erklärung 2018“ schon auf dem Weg zu sein, um das Ganze mit Maß zu einem schöpferischen und sinnvollen Ziel zu führen.

 

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