Schulversager machen Schulpolitik.

Bremer Schulleiterin zieht vor Gericht, weil sie keine behinderten Kinder an ihrer Schule will.

Diese Schulleiterin befürwortet wohl laut Meinung der bento-Leser auch Euthanasie. Schon werden fleißig Plakate geschrieben und eine Demo angemeldet: „Schulleiterin diskriminiert Rollstuhlfahrer!“ „Prothesenträger ins Gas? Schulleiterin sofort absetzen!“ Um zu deeskalieren, wird die Schulleiterin von der Schulbehörde vorübergehend vom Dienst freigestellt, denn den Schülern der Hansestadt wurde nahegelegt eine Petition zur Amtsenthebung dieser Frau zu unterschreiben. Schüler, die bisher nicht unterschrieben haben, werden von einem bunten, breiten Bündnis zu einem persönlichen Gespräch gebeten, um ihnen zu zeigen, dass sie auch an ihre Zukunft denken sollten. Die Unterschrift bleibt aber freiwillig.  Dann wartet man drei Wochen und dann kann bento titeln:

Bremer Schulleiterin zieht Klage zurück: Ich war verblendet und habe nicht die ausschließlich positiven Seiten der Inklusion gesehen.   

Wenn man den Ausgangspunkt der Klage kennt

In Bremen will die Behörde an dem Gymnasium eine Klasse einrichten, in der sowohl Kinder mit Gymnasialempfehlung unterrichtet werden als auch Kinder mit Wahrnehmungs- und Entwicklungsstörungen (W&E-Schüler). Bereits im neuen Schuljahr soll es diese Klasse geben. (wie oben)

und dann die Überschrift des bento-Berichts liest, dann würde weder dieser Redaktion, noch der Schulbehörde eine gewisse Inklusion schaden. Sie könnten ja mal unter den ganzen Schwachköpfen einen inkludieren, der nicht völlig verblödet ist. Wenn man bedenkt, dass das Bremer Schulsystem seit Jahrzehnten die größten Nullen produziert, dann muss man sich nicht wundern, dass das Ergebnis irgendwann auch in der Schulbehörde sitzt.

der Behinderte nicht richtig lesen oder sprechen kann, Probleme mit Zeit, deren Wahrnehmung und Selbststeuerung hat;

der Behinderte erhebliche Probleme mit eigenverantwortlichem Handeln hat, die zuweilen bis in den Bereich der Boshaftigkeit reichen;

der Behinderte Regeln nicht folgen kann, gesellschaftliche Standards von Reinlichkeit oder Gesetzestreue nicht befolgt, dass seine Fähigkeit, Probleme des täglichen Lebens (Busfahren) zu bewältige eingeschränkt ist,

der Behinderte Handlungen des täglichen Lebens vom Toilettengang bis zum Essen nicht eigenständig ausführen kann (zitiert hier).

Zumindest nach dieser Definition trifft einiges auch auf die Mitglieder der Schulbehörde zu: …Probleme mit der Wahrnehmung hat..(…). …, dass seine Fähigkeit, Probleme des täglichen Lebens (in diesem Fall ihren Job) zu bewältigen eingeschränkt ist.

Ich habe mal kurze Zeit gegenüber einer ausgelagerten Behinderteneinrichtung gearbeitet. Die hatten fast so viele Betreuer wie Schüler, was auch wirklich notwendig war. Die meisten hatten irgendwelche Spleens und Spastiken und konnten auch nicht alleine aufs Klo gehen. Echt bewundernswert, mit welcher Geduld die Pfleger das hingenommen haben, dass die Lernfortschritte marginal waren, manche Kinder zeitweise Ausfälle hatte, dass man zwei Leute brauchte die zu bändigen, und auch fast dauernde Zuwendung brauchten und diese auch lautstark einforderten. Natürlich waren das zeitweise auch ganz nette Kinder aber eben anstrengend.

Wenn man nun bedenkt, dass heute auch in den Gymnasien (ins besondere auch in Bremen) Kinder sitzen, die keine fünf Minuten stillsitzen können, dauernd dazwischenreden, weil sie keinerlei Selbstkontrolle oder Selbstwahrnehmung besitzen, dann kann man sich vorstellen, was los ist, wenn man da noch zwei oder drei geistig Behinderte inkludiert. Da brauchen sie an Unterricht gar nicht mehr zu denken. Welchen Sinn soll es machen, Kinder gemeinsam zu unterrichten, die ohnehin nie den gleichen Stoff behandeln und einzeln betreut werden?

Wenn Sie auch die letzten Lehrer in den Wahnsinn treiben wollen, dann machen Sie das am besten genau so, wie es die Schulbehörde im Sinn hat:

In einer solchen W+E-Klasse sollten 19 Schüler mit Gymnasialempfehlung und fünf W+E-Kinder zusammen beschult werden.

Da haben Sie als Nebeneffekt noch, dass Bremer Schüler zwar aufs Gymnasium übertreten können, während sie in Bayern nicht mal den Einschulungstest bestehen würden.

Die Schulleiterin Christel Kelm, bietet eine einleuchtende Erklärung für ihre Klage:

Der Unterricht im Gymnasium berücksichtigt die Lernfähigkeit der Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Lerntempo auf einem Anforderungsniveau …“ Nach Auffassung der Horner Schulleiterin ist dieses im Schulgesetz verankerte Anforderungsniveau für Kinder mit schweren geistigen Behinderungen schlicht nicht zu erreichen

Jetzt könnte man meinen, dass sich Gewerkschaften und die staatlichen Einrichtungen hinter die Lehrer stellen, schließlich müssen sie ja die Traumwelten von Politikern ausbaden. Doch weit gefehlt.

„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ (Die LINKE)

Dieser offene Verhinderungsversuch der Einrichtung einer inklusiven Klasse erfüllt mich mit Scham“ (Vorsitzende der GEW Christian Gloede)

Typisch linkes Geblubber. Wenn die Visionen haben, dann muss es einfach funktionieren und, wenn nicht, dann wird es wie hier von reaktionären Kräften sabotiert. Daran sind schon ganze sozialistische Länder gescheitert.

Man muss sich wundern, dass man zwölf Schuljahre braucht und womöglich noch ein Studium dazu, um am Ende an völligem Realitätsverlust zu leiden. Das müsste doch in weniger Schuljahren auch zu schaffen sein. Jedem engagierten Lehrer sei geraten, dass er bei solchen behördlichen Vorgaben spätestens mit 50 auf die Frühpensionierung hinarbeitet. Dass die gleichen, die den Lehren solchen Schwachsinn aufs Auge drücken oder Medien, die das noch für gut finden, immer wieder was von „Lehrergesundheit“ faseln, das grenzt schon an Heuchelei.

Wenn jemand einen Vorschlag macht, was man alles tun sollte, weil es ja so toll ist, dann sag ich immer:

Super Idee, solange ich nichts damit zu tun habe.

Wenn alle für das Gute kämpfen, dann kämpft bento immer noch für das ganz Gute, für das noch Tolerantere, noch Humanere. In diesem Fall sind sich alle einig, dass Inklusion immer supi-toll ist und ein Rollstuhlfahrer einem geistig Behinderten gleichgesetzt werden kann. Diesmal verliert bento das Alleinstellungsmerkmal. Das gebührt diesmal der Klägerin Christel Kelm. Die vereinigt in diesem Fall mehr Hirn auf sich, als sämtliche Behörden, Parteien und Medien zusammen.

2 Gedanken zu “Schulversager machen Schulpolitik.

  1. In den USA haben die Linken das Schulsystem schon so ruiniert, dass Kinder bessere Chancen haben die Zulassungstests für Unis zu bestehen, wenn sie erst gar nicht zur Schule geschickt werden. Bald sind wir auch soweit.

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    1. Und wer es trotzdem schafft und dann was mit Gender und Diversity studiert, der hat am Ende auf dem Arbeitsmarkt weniger Chancen und dafür mehr Schulden, als jeder, der nie eine Schule besucht hat.

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