PEGIDA bestellte das Feld.

Ich hoffe, dass der Beruf des Historikers einmal nicht darin bestehen wird, Artikel auf Wikipedia zu einer Dissertation zusammen zu kopieren. Es könnte irgendwann der Eindruck entstehen, es wäre der Weisheit unserer Politiker zu verdanken gewesen, dass sie bei dem Experiment, Europa in eine multiethnische Demokratie umzuwandeln, nun eine Verlangsamung des Tempos angemahnt haben. Schließlich hatte man ja erst nach jahrelangen Studien herausgefunden, dass die Kultur der arabischen und afrikanischen Einwanderer und deren Bildungsstand dem Zusammenleben und den Sozialsystemen schaden.

Diejenigen, die schon lange vor den Politikern davor gewarnt haben, werden in dieser Geschichtsschreibung nicht vorkommen. PEGIDA war und ist die erste Bewegung in Deutschland, die vor den Folgen islamischer Einwanderung gewarnt hat. Trotzdem wird sie wahlweise totgeschwiegen, marginalisiert, diffamiert oder kriminalisiert. Früher dauerte es Jahre bis Politik durch das Studium von Quellen zu Geschichte geronnen war. Heute bietet Wikipedia teilweise eine Historie vom ersten Tag des Ereignisses an. Und hier kann man viel über PEGIDA lernen, denn in Wirklichkeit hat sie einen tiefen Abdruck im Bewusstsein derer hinterlassen, die heute die etablierten Parteien. sowohl im Parlament, als auch auf der Straße herausfordern.

Ich habe die Bewegung vom ersten Tag an im Internet verfolgt und habe auch mehrere Male eine Veranstaltung besucht, denn ich hatte keinerlei Vertrauen mehr in die Berichterstattung der ÖR-Medien und ich wurde dort in meiner Ansicht bestätigt. So bin ich nicht nur auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen.

Die Wurzeln, warum die Reaktion auf PEGIDA so überzogen war, lagen schon Jahre vorher. 2006 war die „Welt zu Gast bei Freunden“, anlässlich der Fußball-WM. Die Deutschen entpuppten sich vor allem für die reservierten Engländer als locker, humorvoll und aufgeschlossen. Von vermeintlichen Nazis, vor denen die Parteien und Verbänden vorher dauernd gewarnt hatten, keine Spur. Und keiner scherte sich um die Grüne Jugend; man fuhr trotzdem mit schwarz-rot-goldener Deko am Auto durch die Stadt. Das Nationale war plötzlich wieder etwas salonfähig und in die Zeit, wo sich immer mehr Abgreifer von Steuergeldern im Kampf gegen Rechts immer weniger Nazis teilen mussten, fiel 2009 die Gründung von „Dresden Nazifrei.“

Am 11. Oktober 2014 gründete Lutz Bachmann PEGIDA. Auslöser war eine prokurdische Kundgebung und Zusammenstößen zwischen Kurden und verschiedenen Islamisten im Oktober 2014 u.a. in Hamburg. Womöglich war aber ein Beweggrund auch, dass die AfD kurz zuvor am Einzug in den Bundestag gescheitert war und so auch über keine Partei gegen diese Entwicklung Einfluss ausgeübt werden konnte. Es blieb nur die Straße. Er erwartete als öffentliche Reaktion die Nazikeule und diese war in der Folge in seiner Ausprägung unsachlich, diffamierend, beleidigend und völlig überzogen. Niemand beschäftigte sich mit den 19 Forderungen von PEGIDA, sondern „Dresden Nazifrei“ bezeichnete die Demonstration von Anfang an als islam- und fremdenfeindliche, rassistische und rechtspopulistische Organisation. Noch nie war es so einfach, solche Mengen an Nazis zu generieren, um damit Förder- und Demonstrationsgelder abzugreifen.

Welcher Politiker, Gewerkschaftler, Kirchenvertreter usw. hätte es gewagt, dieser Deutung zu wiedersprechen? Ganz im Gegenteil übertrafen sie sich gegenseitig in der Wortwahl:

Rassenhass, das Schüren irrationaler Ängste und Sammeln diffuser Aggressionen gegen Menschen anderer Kulturen und Religionen

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wo „menschenverachtend gepredigt“ werde

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Das Benutzen einer „sogenannten christlichen Abendlandkultur“ für ausländerfeindliche, rassistische und menschenverachtende Positionen sei „das genaue Gegenteil von Christentum

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Josef Schuster (Zentralrat der Juden in Deutschland) bezeichnete Pegida als „brandgefährlich“:

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Aiman Mazyek (Zentralrat der Muslime in Deutschland) sagte am 15. Dezember 2014: Rechtsextremisten zeichneten immer wieder eine „fremdenfeindliche Fratze“ Deutschlands, die gar nicht da sei.[300] Die Mottos der Demonstranten zeigten, dass Ausländerfeindlichkeit und antisemitischer Rassismus salonfähig geworden seien.

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rassistische Gewalttäter motiviert, den vermeintlichen ‚Volkswillen‘ zu vollstrecken

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Neonazis und Ausländerfeinde

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Bundespräsident Joachim Gauck nannte Pegida am 12. Dezember 2014 „Chaoten und Strömungen, die wenig hilfreich sind“ und „nicht so viel Beachtung“ finden sollten

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„eine Schande für Deutschland“

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…bezeichnete Özdemir die PEGIDA-Anhänger als „komische Mischpoke“, die „krudes Zeug“ verträte

Und dazu Idioten, Rassisten, Pack, Dunkeldeutschland, Mob, Nazis in Nadelstreifen, widerwärtig und abscheulich, Dumpfbacken (auch hier).

Angela Merkel meinte in der Neujahrsansprache:

Heute rufen manche montags wieder ‚Wir sind das Volk‘. Aber tatsächlich meinen Sie: Ihr gehört nicht dazu – wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion. Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Denn zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen!“

Jeder der sich nun bei einer Gegendemonstration blicken ließ, konnte sich nun als kleiner Stauffenberg fühlen und im Fahrwasser des moralischen Besserseins, konnten sich dann auch Prominente, Journalisten, Medienvertreter und Künstler bei den Guten positionieren.

So viele Rechtsradikale und Demokratiefeinde rief natürlich auch den Verfassungsschutz auf den Plan, doch es heißt:

Der Verdacht habe sich jedoch bisher nicht bestätigt. Offiziell beobachte man Pegida nicht. Die Abgrenzung der Veranstalter nach rechts erscheine ernsthaft, und die Rechten würden bisher nicht von den Demonstrationen profitieren.

Das bunte, tolerante Bündnis aus Politik, KIrchen und Zivilgesellschaft kippte trotzdem fast täglich ihre braune Brühe über PEGIDA aus.

Diese Reaktion hat sicher auch dazu geführt, dass PEGIDA aus einer Trotzreaktion schnell mehr Zulauf erhielt und das stetige Anwachsen auch viele Redner dazu verführte, in der Wortwahl unvorsichtig zu sein, obwohl jede umstrittene Äußerung ausgewalzt und uminterpretiert werden konnte.

Dazu wurde den Rechtspopulisten vorgeworfen, dass sie nur kritisieren und keine oder nur einfache Lösungen anbieten.

Trotz dieses Gegenwindes ist PEGIDA standhaft geblieben und hat sich bei sinkender Teilnehmerzahl nicht aufgelöst. Viele ehemalige DDR-Bürger zehrten von der Erfahrung, dass die Wahrheit siegen würde.

Während der Zentralrat der Juden Schuster PEGIDA als brandgefährlich bezeichnete, haben sich die Demonstranten nicht entsolidarisiert, sondern noch heute sieht man dort Israelfahnen. Heute ist der rechte Antisemitismus das politkorrekte Anhängsel, wenn man den Judenhass der Moslems in Deutschland kritisiert. Dass man bei PEGIDA mit Russlandfahnen aufritt, sehe ich als deutliches Zeichen der Sympathie gegenüber dem russischen Volk und nicht so sehr gegenüber Putin. Die Russlandhetze der Medien zeigt ja ohnehin nicht den gewünschten Erfolg, denn viele sehen vor allem das Engagement der NATO an der Grenze zu Russland kritisch.

Über die Forderungen von PEGIDA hieß es u.a:.

Der Dresdner Schriftsteller Ingo Schulze (,,,) Pegidas Forderungen seien realitätsfremd,

Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier sagte,(…) Er selbst halte die Positionen von Pegida für falsch.

An den 19. Punkten von PEGIDA sieht man, dass Politik und Gesellschaft auf sämtliche Forderungen inzwischen eingeschwenkt sind. Ich habe im Folgenden nur das Wort PEGIDA ersetzt, so dass man sieht, wer für welchen Punkt steht.

  1. Auch das Asylrecht ist für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten. Das ist Menschenpflicht!
  2. Horst Seehofer ist für die Aufnahme des Rechtes auf und die Pflicht zur Integration ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (bis jetzt ist da nur ein Recht auf Asyl verankert)!
  3. Die GRÜNEN sind für dezentrale Unterbringung der Kriegsflüchtlinge und Verfolgten, anstatt in teilweise menschenunwürdigen Heimen!
  4. Die Europäische Kommission ist für einen gesamteuropäischen Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge und eine gerechte Verteilung auf die Schultern aller EU-Mitgliedsstaaten! (Zentrale Erfassungsbehörde für Flüchtlinge, welche dann ähnlich dem innerdeutschen, Königsteiner Schlüssel die Flüchtlinge auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt)
  5. Der Flüchtlingsrat ist für eine Senkung des Betreuungsschlüssels für Asylsuchende (Anzahl Flüchtlinge je Sozialarbeiter/Betreuer – derzeit ca.200:1, faktisch keine Betreuung der teils traumatisierten Menschen)
  6. Die Bundesregierung ist für (…) eine Aufstockung der Mittel für das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) um die Verfahrensdauer der Antragstellung und Bearbeitung massiv zu kürzen und eine schnellere Integration zu ermöglichen!
  7. Die Bundesregierung ist für die Aufstockung der Mittel für die Polizei und GEGEN den Stellenabbau bei selbiger!
  8. De Maiziere fordert die Ausschöpfung und Umsetzung der vorhandenen Gesetze zum Thema Asyl und Abschiebung!
  9. Seehofer ist auch für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten!
  10. Die CSU ist für den Widerstand gegen eine frauenfeindliche, gewaltbetonte politische Ideologie aber nicht gegen hier lebende, sich integrierende Muslime!
  11. Die SPD ist für eine Zuwanderung nach dem Vorbild der Schweiz, Australiens, Kanadas oder Südafrikas!
  12. Die FDP ist für sexuelle Selbstbestimmung!
  13. Angela Merkel ist für die Erhaltung und den Schutz unserer christlich-jüdisch geprägten Abendlandkultur!
  14. Die Freien Wähler sind für die Einführung von Bürgerentscheidungen nach dem Vorbild der Schweiz!
  15. Angela Merkel ist gegen Waffenlieferungen an verfassungsfeindliche, verbotene Organisationen wie z.B. PKK
  16. CDU ist gegen das Zulassen von Parallelgesellschaften/Parallelgerichte in unserer Mitte, wie ShariaGerichte, Sharia-Polizei, Friedensrichter usw.
  17. CSU ist gegen dieses wahnwitzige „Gender Mainstreaming“, auch oft „Genderisierung“ genannt, die nahezu schon zwanghafte, politisch korrekte Geschlechtsneutralisierung unserer Sprache!
  18. Die AWO ist gegen Radikalismus egal ob religiös oder politisch motiviert!
  19. CSU-Politiker ist gegen Hassprediger, egal welcher Religion zugehörig!

Die Heuchler von damals arbeiten fleißig daran, sich alles auf ihre eigenen Fahnen zu schreiben.

Ich denke, die Teilnehmer von PEGIDA gehen heute wieder motivierter zu ihrem Montagsspaziergang, denn sie sehen, dass sie den längeren Atem gehabt haben und ihnen die Gegenwart recht gibt. Immer mehr Bündnisse gehen auf die Straße und wenden sich gegen die archaischen und gewalttätigen Ausprägungen des Islam, die sich nun in unzähligen Gewalttaten bestätigen. Sie wenden sich gegen die Schönrednerei und die Rechtsbrüche der etablierten Parteien und gegen das Abtreten nationaler Souveränität an die EU.

Die Politik tut sich zunehmend schwer, nochmals die gleichen Geschütze wie gegen PEGIDA aufzufahren, denn ihre Forderungen kommen nun auch aus der Mitte der Gesellschaft und mussten teilweise umgesetzt werden, auch wenn die praktische Umsetzung oft boykottiert wird. Inzwischen finden es eben die normalen Bürger schon lächerlich, wenn sich Malu Dreyer mit der ANTIFA gegen einen Frauenmarsch in Kandel verbünden muss.

Je gemäßigter die Demonstranten jetzt auftreten, desto größer wird das Gezeter und die Gewaltbereitschaft der Linken. Dass man Kritiker und Veranstalter auf Twitter und Facebook sperrt, ist nur das letzte Aufbäumen.

Die größten Witzfiguren geben nun die Vertreter der beiden großen Kirchen, die sich in besonderer Weise dem Islam anbiedern und die eigene Missionstätigkeit einstellen. Was für Feiglinge! Vor allem, wenn man an das Schicksal der orientalischen Christen denkt.

In einem Interview meinte Vera Lengsfeld, dass die Deutschen ein Volk der Angst wären. Doch es ist positiv zu sehen, dass nur 10% der Bevölkerung notwendig sind, um tiefgreifende Veränderungen in einem Land hervorzurufen. Ich denke, dass PEGIDA noch heute jeden Montag diesen Umstand im Kopf hat.

Sollten noch einmal dicke Bücher über die Deutsche Geschichte geschrieben werden, dann wird darin auch zu finden sein, dass PEGIDA sich anschickte, die sonst unvermeidliche Zerstörung deutscher Kultur und Lebensart abzuwenden. Und weiter wird es entweder heißen, dass es nicht gelang, dieses Schicksal abzuwenden, oder dass dadurch die Wende eingeleitet wurde. Ich hoffe auf das Letztere.

 

 

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