PNP: „dpa. Schneiden aus. Kleben du hier!“

Irgendwann werden die ganzen Schmierblätter wie der Bayerwald-Bote behaupten, sie wäre ja nur die Überbringer der schlechten Nachrichten und man da ja gar nix dafür könne, dass die nicht mit den „Vorstellungen“ vieler Leser übereinstimmen. Schließlich schneiden da ja nur unbezahlte Praktikanten die dpa-Meldungen aus den Faxen und kleben sie dann zu diesem Käseblatt zusammen. Die von der PNP (Passauer Neuen Presse) können noch keinen Internetanschluss haben, sonst würden sie keinen solchen Blödsinn schreiben wie in der Printausgabe vom Samstag: (hier Anfang mit Bezahlschranke)

Assad will Flüchtlinge enteignen-Berlin protestiert

Dort heißt es zu einem Dekret Assads, dass man äußerst besorgt sei, weil es auf die Enteignung von Flüchtlingen hinauslaufen würde.

Das syrische Regime und seine Verbündeten haben bewusst Oppositionsgebiete belagert, ausgehungert und bombardiert, um die Vertreibung der Zivilbevölkerung zu erzwingen.

Da könnten dann die Hinterwaldjournalisten mal nachhaken: Der Assad hat also die Zivilbevölkerung in Ost-Aleppo und Ost-Gouta vertrieben und gleich noch die ganze Stadt weggebomt. Warum? Womöglich wollte er nur große Park-and-Ride-Parkplätze einrichten, damit man bequemer und ohne Stau in die Westteile zum Shoppen fahren kann. Die ganze Zeit haben die Oppositionellen in den besagten Gebieten friedlich mit Regenbogenfahnen für Demokratie und Menschenrechte demonstriert und die ganze Zivilbevölkerung hat freiwillig mitdemonstriert und das war ihnen so wichtig, dass die gar nicht mehr in den Westteil wollte, um mal ein bisschen einzukaufen oder Verwandte zu besuchen, wie man es sonst immer getan hatte.

Der Westen und seine Verbündeten, sowie ihre besten Waffenkunden im Nahen Osten konnten gar nicht genug davon kriegen, immer mehr oppositionelle Demokratiefreunde ins Land zu bringen oder zu unterstützen. Die nannten sich dann wahlweise Islamischer Staat, Al Quaida, al-Nusra, Jayish al Islam oder die Fateh-al-Sham-Front. Die Oppositionellen von Daschaisch-al-Islam wurden in Gouta sogar von den Vorzeigedemokraten aus Saudi-Arabien unterstützt. Inzwischen sind zusammen mit den NATO-Friedensmissionaren schon so viele Demokratiefreunde im Land, dass sie aufeinander schießen, weil sie sich nicht einigen können, wer die vielen Wahlurnen aufstellen und Wahlplakate kleben darf, wenn dann die ersten freien Wahlen in Syrien stattfinden. Der Westen hat extra die Freie Syrische Armee gegründet und die paar Dödel mit dermaßen viel Geld und Waffen zugeschissen, dass die den Überschuss an all die anderen Demokratiefreunde verhökert haben.

Die Schreibkräfte von der PNP hätte sich schon viel früher fragen sollen, warum in den halbwegs säkularen Staaten des Nahen Ostens vorne dran immer ein Alleinherrscher sitzt. Da aber da nur Schreibkräfte und keine Denkkräfte arbeiten, hier gleich die Auflösung. Die ganzen radikal religiösen Moslems in diesen Ländern, die vom Gottesstaat träumen, lassen sich nicht mal mit Todesdrohungen abschrecken, ganz im Gegenteil. Deswegen haben die Gaddafis, Mubaraks (inzwischen auch Asisi) und Assads die immer möglichst brutal unterdrückt. Solche Leute auch noch wählen zu lassen, darauf können zum Beispiel nur Belgier, Holländer oder Deutsche kommen. Die sind sogar Saudi-Arabien zu radikal, dass sie diesen Abschaum auch als Flüchtlinge nicht ins Land lassen.

Nun behauptet die Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer, dass nun Assad ein Dekret für neue Bebauungspläne für die zerbomten Städte erlassen hat, nur um die Flüchtlinge mit fadenscheinigen Gründen zu enteignen. Dabei haben die Flüchtlinge 30 Tage Zeit, um Ansprüche auf ihr Eigentum nachzuweisen. Assad muss doch um jeden froh sein, der zurückkommt und selbst Hand anlegt, um sein Eigentum wieder aufzubauen. Wer ist da nochmal vor wem geflüchtet? Seltsam, dass nun die geflüchteten Einwohner von Ost-Aleppo wieder in die von Assad eroberte Stadt zurückkehren. Schade, dass die jetzt auf all die friedfertigen Aktivisten verzichten müssen und deren edlen Helfer von den Weißhelmen. Die haben sich samt ihrer Verwandtschaft mit dem Bus nach Idlib rüberfahren lassen. Weil Assad vergessen hatte, die vorher noch mit Giftgas vollzukübeln, hat er dann ein Flugzeug nach Idlib hinterhergeschickt und es dann dort abgeworfen. Ist zwar völliger Blödsinn, aber nicht nur die PNP hatte damals gemeint, dass das eine nette Geschichte wäre.

Damit das mit dem Wideraufbau klappt, sammeln die Europäer, allen voran Deutschland, Geld für den Wiederaufbau Syriens. Das macht auch total Sinn, wenn man gleichzeitig so strenge Sanktionen verhängt, dass es möglichst schwierig ist, dass die verbliebenen Syrer ihr Land einfach selbst wieder aufbauen.

Aber das läuft in Wirklichkeit so: Mit dem Geld werden zuerst die Proxykrieger wieder mit Waffen versorgt. Dann versucht man vor allem die hochwertige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Kraftwerke, Wasser und Stromversorgung zu zerstören, sofern es nicht schon geschehen ist. Dann wird nochmal Geld gesammelt und gibt es als Kredite den Syrern bzw. sagt man denen, dass man es gleich wieder SIEMENS gibt, damit sie die Kraftwerke wieder aufbauen. Zinsen für die Kredite müssten sie aber schon bezahlen, denn die Deutsche Bank sollte auch etwas davon haben. In den Ländern, in die die NATO früher reingegangen ist, wie in EX-Jugoslawien, da haben die den Krempel gleich selber filetiert und übernommen. Aber die Syrer wollen dieses Angebot einfach nicht annehmen.

Nun treffen sich laut Artikel in Paris die Außenminister westlicher und arabischer Länder, um den Syrienkonflikt auch politisch zu lösen. Egal wie viel Waffen die in den letzten Jahren an ihre Proxy-Demokraten verschoben haben, die Syrer haben sich einfach nicht von dem demokratischen Erfolgsmodell überzeugen lassen. In dieser Zeit haben die vom Westen gestützten Gotteskrieger Aktivisten eingesehen, dass sich in Syrien in nächster Zeit kein islamischer Gottesstaat keine Demokratie errichten lässt und sind dann einfach in die Länder ihrer größten Unterstützer geflüchtet. Denn inzwischen haben sie festgestellt, dass man dort nix dagegen hat, wenn man den Gottesstaat dann zum Beispiel irgendwann in Deutschland errichtet. Man muss nur fleißig Kinder machen bis man die Mehrheit hat. Sogar die christlichen Kirchen haben nix dagegen, weil Haus des Friedens klingt einfach so friedlich. Dazu gibt es kostenlos Verpflegung und Unterkünfte -die man sogar noch extra für sie baut-, Halal-Essen in der Kita, für erfolgreiches Vögeln gibt’s Kindergeld -egal, ob es nun 2 Kinder sind oder 20-, Zweit- und Drittfrauen werden ebenfalls vom Staat unterhalten, dass man sich besser um die Vermehrung der Sippe kümmern kann. Man hat sogar das Privileg Minderjährige zu vögeln, obwohl das für Deutsche streng verboten ist. Führerschein gibt’s auch gratis und einen Zuschuss von 1000,-€ fürs Auto. (Stimmt wirklich. Eine Iranerin hat das stolz in der Arbeit den Kollegen erzählt. Die haben sich zusammen mit meiner Frau auch alle ganz toll für sie gefreut).

Bevor man als Märtyrer stirbt und erst im Paradies belohnt wird, sollte man die ganzen Angebote wirklich noch abgreifen!

Eine Zeitung, die diesen Artikel unkommentiert von dpa übernimmt, hält entweder seine Leser für blöd, beschäftigt nur Leute, die außer „Hier d-p-a! Du schneiden! Klebst du hier!“ nichts kapieren müssen, oder versteht sich nur als Durchlauferhitzer regierungsgenehmer Meldungen.

Vielleicht ist aber nur das Niveau so gesunken, dass man nur noch mit Emojis kommuniziert, sodass noch niemand dieses Buch lesen konnte. -Oder durfte?

 

 

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