Feiglinge haben einen Namen.

Früher standen Gebrauchtwagenhändler ziemlich an letzter Stelle der vertrauenswürdigen Berufe. Nachdem ich mir am Wochenende einen Gebrauchten gekauft habe, kann ich sagen, dass einer wie Reinhardt Marx sicher dahinter liegt. Wenn er ausgerechnet zur Fastenzeit meint

Wenn wir uns einladen lassen zur Umkehr, dann ist damit auch gemeint, dass wir im Blick auf Gott unsere Lebensziele, unsere eigenen Sehnsüchte und Wünsche, neu ordnen. hier

dann soll er nicht an eine Käsmann denken, die womöglich zu viel säuft, sondern sich seine eigene Blaunse anschauen und nicht jedem Wunsch nachgeben.

Marx meint:

Das ist auch heute unser gemeinsamer Auftrag: Jesus Christus und seine Frohe Botschaft zu verkündigen und aus dem Bewusstsein der gemeinsamen Taufe den Glauben an den dreifaltigen Gott öffentlich zu bekennen.

Da braucht es keinen krähenden Gockel, damit er sich als Heuchler und Feigling outet.

Nun hat Markus Söder angeordnet, dass Kreuze in öffentlichen Gebäuden zu hängen haben. Du hast noch etwas um den heißen Brei herumgeredet, denn es heißt:

Kardinal Reinhard Marx, der Chef der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, kritisiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für dessen Kreuz-Erlass scharf. Es sei „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ entstanden, sagte Marx im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Wenn das Kreuz nur als kulturelles Symbol gesehen wird, hat man es nicht verstanden“, sagte der Erzbischof von München und Freising. „Dann würde das Kreuz im Namen des Staates enteignet.“ Es stehe dem Staat nicht zu, zu erklären, was das Kreuz bedeute. (hier)

Da wollte Dir wegen des hohen Cholesterinspiegels nicht das richtige Wort einfallen, doch es nahte Hilfe von Deinem Busenfreund Bedford-Strohm. „Instrumentalisieren“ sollte das Wort heißen. Und, wenn ich dieses Bild sehe, dann kann man verstehen, dass manche auch mit dem Fuß ins Gesicht treten.

Wenn jemand Weltmeister im Instrumentalisieren ist, dann gehören die zwei großen Kirchen in Deutschland dazu. Es geht schon los mit der Instrumentalisierung der exponierten Position der Bischöfe und Kardinäle, wo man die entsprechende Medienpräsenz bekommt. Glocken dürfen gerne gegen unliebsame Meinungen geläutet werden. Und aus dieser Position kann man auch dem konservativen Christen die grün-linke Agenda verkaufen, damit man für die Erlösung nicht bis zum jüngsten Tag warten muss.

Als Kirche wollen wir diesen Moment nutzen, um uns mit unserer Sendung in diese Entwicklung einzubringen. Wir tun dies, weil das Gebet und das Evangelium nicht nur eine geistliche Inspiration sind, sondern uns zum Einsatz für eine bessere Welt auffordern (…)

die Kirche die Europäische Einigung seit jeher unterstützt und das Projekt konstruktiv begleitet.(…)

Muss wohl am Rotwein liegen, dass man einen Suffkopf Junker für das undemokratische EU-Projekt schon immer unterstützt hat.

Das gilt insbesondere angesichts der großen globalen Herausforderungen: Klimawandel, Migration, wachsende Ungleichheit, terroristische Bedrohungen und internationale Spannungen. Im Mittelpunkt all unseres Tuns und auch des politischen Engagements muss der Mensch stehen. Es geht um nichts weniger als um die Würde und die Freiheit des Menschen, letztendlich aller Menschen.

Klimawandel, Migration, wachsende Ungleichheit und DIE MENSCHEN! Mit diesem Käse hat es 100% Schulz schon geschafft zu scheitern. Gut, dass Ihr euch nicht wählen lassen müsst.

https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2017/2017-183a-COMECE-Kongress-Statement-Kard.-Marx.pdf

Diese Politgelaber hat aber den Nuntius des Papstes nicht davon abgehalten, Euch für dieses Engagement zu danken. Womöglich hat der noch den selben Briefkopf verwendet, wo er dem Adolf schon für sein fortschrittliches Umwelt- und Tierschutzgesetz gedankt hat.

Der Apostolische Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, hat in seinem Grußwort ausführlich Bezug genommen auf die Enzyklika Laudato siʼ von Papst Franziskus. Er würdigte dabei auch das schon seit Langem präsente Engagement der Kirche in Deutschland im Bereich von Umweltschutz, Klimawandel und Ökologie. Ausdrücklich dankte er allen Gläubigen und Organisationen der Kirche, die auf diesem Gebiet tätig sind. hier

Die evangelische Kirche hat ja ihren missionarischen Auftrag, das Wort Jesu zu verkünden schon aufgegeben. Beim diesjährigen Deutschen Katholikentag wird man  dann auch auf diese Linie einschwenken. Die Programmmacher haben es nämlich geschafft, dass darin nicht ein einziges Mal das Wort Jesus oder Jesus Christus vorkommt. Nicht mal unter dem Punkt Bibel und Spiritualität. Europa, Migration, Bewahrung der Schöpfung und interreligiöser Dialog spielen natürlich eine Rolle. Da brauch ich nicht nach Münster fahren, sondern kann einfach zu einer Wahlveranstaltung einer beliebigen Blockpartei gehen.

Bei Katholikentag darf auch dieser Spruch nicht fehlen:

Das Leben ist bunt und vielfältig.

Und wer noch nicht genau weiß, woran er glauben soll, dem kann auch geholfen werden:

Drei Moscheen und die Synagoge in Münster öffnen ihre Türen für Interessierte und geben Einblick in ihre Geschichte und ihren Alltag. Ein Höhepunkt im Bereich „Dialog der Religionen“ ist die christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier am Donnerstagabend.

Ja, Reinhard. In deiner Grußbotschaft hast du ein Mal das Wort Jesus verwendet. Dann haben die Evangelischen mit dem Finger auf dich gezeigt, weil die ohne dieses Wort ausgekommen sind: „Er hat Jesus gesagt!“

Die katholische und evangelische Kirche haben auf Söders Vorstoß genau richtig reagiert, denn beide sind nur mehr die Vorfeldorganisation der etablierten Parteien. So kann man die Wutbürger im Lodenmantel und deren graumelierten Ehefrauen davon abhalten, auch in der Öffentlichkeit Farbe zu bekennen. Wäre ja zu blöd, wenn die ANTIFA da vor Ort noch Nachhilfe leisten müsste.

Wenn die AfD in Erfurt zur Kundgebung bittet, lässt Bischof Ulrich Neymeyr das Licht am Dom ausschalten. Bambergs Erzbischof Ludwig Schick findet, Christen sollten nicht bei Pegida mitmachen, weil Ziele und Parolen der fremden- und islamfeindlichen Organisation nichts mit christlicher Nächstenliebe zu tun hätten. Und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, stellt klar: Wer bei Demos von Pegida und AfD mitlaufe, müsse wissen, dass er den dort geäußerten rechtsradikalen Hetzparolen Legitimation verleihe. Hetze und Rechtsextremismus dürften Christen nicht dulden. (hier)

Ich finde Söders Vorschlag auch einen billigen Wahlkampftrick, doch er gibt mutigen Beamten vor Ort gleichzeitig auch Rückendeckung, die die CSU im konkreten Fall in Erklärungsnot bringen dürfte, wenn Kulturfremde sich am Kreuz vergreifen sollten.

Man wünscht sich so sehr, dass die katholische Kirche ein einziges Mal den Mumm hätte, seinen missionarischen Auftrag zu erfüllen, die Frohbotschaft auch an Andersgläubige verbreiten zu wollen. Dann gäbe es diese Kreuzdiskussion nicht, denn es wäre nur ein Angebot es anzunehmen. Denn das Kreuz ist in keiner Weise eine Bedrohung, weder für Andersgläubige noch für Nichtgläubige. Und das dürfte für einen Staat in der heutigen Zeit ein legitimes Statement an all seine Bürger sein, ins besondere für die jetzt Zugewanderten. Eine Schande, wenn das von einem Politiker ausgehen muss.

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