Hirnlos in den Untergang.

Ein Lehrer, der bis vor Kurzem an einer Münchner Schule gearbeitet hat, hat mir erzählt, dass ein Schüler, der auf das Probenblatt seinen Namen, das Datum und den Kopf richtig schreiben konnte, schon kein ungenügend mehr bekommen konnte. Ich dachte immer so was gäbe es nur außerhalb Bayerns. Eine Lehrerin, die aus Hessen nach Bayern zog, erzählte mir schon vor 30 Jahren, dass sie zum Direktor zitiert wurde, weil sie einem Schüler in der Facharbeit der Oberstufe 0 Punkte gegeben hatte, weil er eben leere Blätter abgegeben hat. Doch ihr Vorgesetzter machte entsprechend Druck ihm einen Punkt zu geben, damit er nicht durchfällt. Schließlich war es der Sohn eines wichtigen Sponsors der Schule.

Nun muss aber das Niveau seit 2006 aus irgendwelchen Gründen in den Schulen und an den Universitäten allgemein rapide gesunken sein. Bis zu 90% der Studenten innerhalb einer Studienrichtung sind nach Aussage von Professoren nicht studierfähig. Es bestehen eklatante Mängel in der Rechtschreibung und Grammatik und für nicht wenige bedeuten Prozentrechnen und Dreisatz schon eine Hürde.

Nun muss man sich schon fragen wie es während der Schulzeit mit den ganzen Erleichterungen durch spezielle Unterrichtsmaterialien und Lernprogrammen möglich ist, dass die Ergebnisse wesentlich schlechter sind als 30 Jahre zuvor. Ein Grund ist sicher in den roten Hochburgen, dass man das Niveau in allen Schularten so absenkt, dass auch wirklich jeder das Klassenziel schafft und der Aufwand dazu sich in Grenzen hält. Hier mit einem Beispiel aus der 6.Klasse eines Gymnasiums beschrieben. (voller Text hier)

Aktuelle Aufgabenstellung (ich glaube, es war eine Klassenarbeit, bin mir jetzt aber nicht sicher, ob es nicht doch eine Hausaufgabe war): Ein Satz, in dem ein Wort fehlt. „Klaus * aus dem Fenster.” Dann muss man per multiple Choice wählen, welches Wort da reinpasst. sprang. spregt. Sprung. und so. Man muss nicht mal selbst drauf kommen, sondern einfach das passendste aus vieren auswählen.

An den Universitäten stellt man jetzt nicht nur die Defizite fest, sondern, dass die Studenten gar kein Interesse daran zeigen, diese Mängel auch zu beheben, obwohl es mit den heutigen Möglichkeiten gar keinen Aufwand mehr macht, mal schnell etwas nachzuschlagen. Mir kommt das vor wie das Phänomen, das man bei Arbeitslosen beobachtet. Je weniger man jeden Tag macht, desto fauler wird man, sodass man es zum Beispiel den ganzen Tag vor sich herschiebt, die Spülmaschine auszuräumen, obwohl man eh nix zu tun hat. Solche Leute werden dann wirklich wieder behutsam an einen 8-Stunden-Tag herangeführt. Nun drängt aber das studentische Prekariat in Fächer und Berufe, wo viel Gelabert wird und am Ende auch der Schaden nicht so groß ist, dass gleich Duzende Menschen sterben. Also irgendwas Soziales, was mit Medien, Lehrer oder man bleibt gleich an der Uni. Nun sind uns die US-Amerikaner wie immer voraus und seit Jahren heißt es, dass dort die Unis lauter Vollhonks produzieren mit wertlosen Abschlüssen, aber ich hatte bisher keine Vorstellung wie dort das Niveau ist.

Das Lehrpersonal dort sprengt wirklich alle befürchteten Erwartungen. In diesem Video sind einige vorgestellt. (bei 12:09 besonders sehenswert)

Auch bei uns legen die Professoren schon den Grundstein, dass am Ende Leute an Stellen sitzen, wo sie völlig ungeeignet sind und sogar Schaden anrichten:

Ich arbeite als Professor an der Universität und muss die Seminar-, Haus- und Abschlussarbeiten meiner Studentinnen und Studenten benoten. Das ist eine heikle Aufgabe. Das System verlangt von mir, Noten zu geben, und diese spiegeln gewisse Anforderungen der Ausbildung. Doch manche junge Menschen bringen nicht die Voraussetzungen mit, gute Arbeiten abzuliefern. Das fängt schon bei der Rechtschreibung und dem Schreibstil an. 

Wie wäge ich ab zwischen der Wahrung wissenschaftlicher Standards und dem Versuch, auf die persönliche Situation der Studierenden einzugehen? Wie gehe ich damit um, dass ich Studierenden mit der Vergabe einer schlechten Note bestimmte Zukunftsmöglichkeiten eventuell verbaue? Und schließlich: Wann muss ich schonungslos gegenüber Studierenden sein, die unbedingt eine akademische Karriere machen wollen, die ich aber für ungeeignet halte?“ (hier)

Manche Schüler bringen nicht die Voraussetzungen mit, gute Arbeiten abzuliefern? Und da hat man Bedenken, so jemandem zu sagen, dass er besser eine Lehre macht, als seine Zeit an der Uni zu verschwenden?

Ich kenne junge Leute, die so eben Abitur gemacht haben. Die haben einen völligen Größenwahn und meinen alle anderen wären auf der Brennsuppe dahergeschwommen, dabei sind sie sofort beleidigt, wenn sich mal wo abzeichnet, dass sie falsch liegen. Nur um das zu vermeiden, behandelt man sie fälschlicherweise so sensibel. Das habe ich selbst schon im Studium erlebt. Da ich vorher 8 Jahre Fabrik und Montage hinter mir hatte, konnte ich bei den Dozenten natürlich entsprechenden Umfang und Qualität vorlegen. Trotzdem wurde ich von denen immer scharf aber konstruktiv kritisiert. Als ich mal einen ansprach, warum er zu mir immer so streng wäre, obwohl schon offensichtlich erkennbar wäre, dass die meisten keine ebenbürtige Leistung abliefern konnten. Da meinte er, dass ich ja besser werden wolle. Wenn er das bei den anderen wäre (vor allem bei den Frauen), dann kämen die gar nicht mehr.

Vielleicht will man die ganzen Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke nur deshalb abschalten, weil sich später keiner mehr findet, der sowas bedienen kann.

Man nehme einen Studenten aus diesen Jahrgängen, der von den Eltern einigermaßen üppig ausgestattet wird. Der braucht nicht kochen können, weil er abends immer zu Paolo geht, hat keinen blassen Schimmer, was eine Kilowattstunde ist, geschweige denn was die kostet. Der musste noch nie ein Formular ausfüllen oder eine Waschmaschine bedienen, weil er die Wäsche am Wochenende heimbringt, und die Eltern sorgen dafür, dass er auch mal mit dem Nachwuchs aus dem gutsituierten Bekanntenkreis zusammenkommt. Eigentlich müssten die Eltern für so ein Kind eine Pflegestufe beantragen können.

Die menschliche Zivilisation ist so weit gekommen, dass besonders auch die selbst nicht Überlebensfähigen ihr Fortkommen haben und denkt, dass der Gipfel der Evolution der alltolerate, sensible und geschlechtslose Weichling sei mit seinem vormals weiblichen ebenfalls unmündigen Gegenstück. Mit der Zuwanderung aus gewaltaffinen und hochfertilen Kulturen ist das Ende dieser Spezies schon eingeläutet.

Schäuble hat mal gesagt, man brauche die große Krise um das vereinte Europa zu vollenden. Ich meine, dass man sich die große Krise wie einen EMP, einen mehrwöchigen Stromausfall oder einen wirtschaftlichen Zusammenbruch für unser Überleben fast wünschen muss. Denn das Gegenteil wird eintreten: Es gibt noch genügend „bösen“ weißen Männer und Frauen, die Fähigkeiten und Organisationstalent haben, sich abzuschotten und diese Zeit zu überleben, während die ganzen Minderleister für ein Hochtechnologieland  wegsterben werden.

Sollte es dann nochmal einen Neustart geben, dann wird der Arbeitsmarkt wieder nach Leistung und Ertrag regional geordnet und nicht nach pseudointellektuellem Gesülze in einer EUdSSR mit verschenkten Bildungstiteln für alle.

 

 

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