Armut durch das Netzwerk der Schmarotzer.

Vor Kurzem brachte die ARD die Reportage „Ungleichland“ mit dem Millionär Christoph Gröner, der es vom Bauhelfer aus eigener Kraft zum Immobilienunternehmer geschafft hatte, als Aufhänger. Auf Twitter beschwerte man sich über seine Arroganz und die Seite bento nimmt diese Wut gerne auf.

.Isabel Schneider@isicomeeasygo

Christoph Gröner ist für mich die Personifikation all dessen, was in dieser Gesellschaft schief läuft. Und menschgewordener Brechreiz. Auch wegen seines tollen Teint. #neiddebatte

00:49 – 8. Mai 2018

Sein Gegenspieler ist sein Wachmann, der 2000,-€ Brutto verdient, und man konfrontiert Gröner mit der Frage, ob das gerecht sei. Dabei hat der Wachmann die Antwort schon selbst gegeben: Er möchte nicht mit seinem Arbeitgeber tauschen, weil er dessen Verantwortung nicht übernehmen möchte. Gleichzeitig spricht er drei Sprachen, wäre gerne Richter oder Anwalt geworden, gibt aber zu, dass ihm damals die Initiative fehlte. Aha. Böser Gröner, weil der sich entsprechend reingehängt hat.

So wie uns besonders die SPD seit Jahren einreden will, dreht sich auch diese Reportage um „soziale Gerechtigkeit“, dass irgendein zwingender Zusammenhang bestehen müsste, zwischen der größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich und ob der einzelne mit seinem Einkommen ein gutes Auskommen hat. Würde man das Einkommen eines jeden von heute auf morgen verdoppeln, dann wäre die Schere doppelt so groß und fast jeder in Deutschland hätte plötzlich ein gutes Auskommen. Durch so eine Reportage wird dem Zuseher aus prekären Verhältnissen vorgegaukelt, er hätte persönlich etwas davon, wenn man die Reichen stärker besteuert. Der Staat als Retter. Dabei hat er die heutigen Verhältnisse erst verursacht. Der Staat verwehrt den Bürgern die Freiheit dort Verzicht zu üben, wo er will.

Als ich von zuhause ausgezogen bin, wohnte ich über 15 Jahre hinweg in Wohnungen, die man so heute nicht mehr vermieten dürfte. Die hatten einen Holzofen für mehrere Zimmer, Klo im Treppenhaus, die Fenster nicht isoliert. Das war zwar im Winter nicht direkt ein Vergnügen, aber es war billig. Heute muss der Vermieter Umwelt- und Energiezertifikate beibringen, so dass es solche Wohnungen schlichtweg nicht mehr gibt. Damals war Strom so billig, dass er nicht der Rede wert war. Heute zahlen wir für die Weltenrettung EEG-Umlage und zahlen einen der höchsten Strompreise in Europa.

Der Staat hat auch den selbstständigen Mittelstand zerstört, indem die EU unter dem Deckmantel von Gesundheit und Umwelt ihnen derartig strenge Regelungen auferlegte, dass sie nicht mehr zu stemmen waren. Früher gab es am Ort sechs Metzgereien, die alle selbst geschlachtet haben und ihren Betrieb und Laden im Wohnhaus hatten. Durch irgendwelche Vorgaben wie die einzelnen Räume anzuordnen seien, hat man denen das Wasser abgegraben. Völlig sinnlose Regelungen, die nur von Fleischfabriken auf der grünen Wiese zu leisten waren und heute die einzige Fleischtheke am Ort in einem Edeka beliefert.

Deutschland ist zu einem Billiglohnland verkommen, wo der Staat 50% des Einkommens direkt oder indirekt als Steuern abgreift. Will man aber vom Staat eine Dienstleistung, zu der er mich nötigt, kassiert er aber dann nochmal extra. Wie kann es dann sein, dass die Schulen in vielen Bundesländern derart marode sind und zum Beispiel Schwimmbäder schließen müssen, weil die Kommunen nicht genügend Geld für den Unterhalt haben? Die Parteien haben ein so weit verzweigtes Netz an Steuergeld- und GEZ-Schmarotzern geschaffen, dass dazu einfach kein Geld mehr da ist. Sie haben einen eigenen Arbeitsmarkt geschaffen, wo man alle unterbringt, die so nie ein Auskommen hätten, weil ihre vermeintlichen Fähigkeiten nirgends nachgefragt werden. Man gebe nur „Institut für“ in die Suchfunktion ein. Man erhält irrwitzige Institute, wo man sich fragt, ob es außer der Arbeitsbeschaffung noch einen anderen Nutzen gibt.

Die Reportage suggeriert, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft durch die Ungleichheit gefährdet wäre. Das stimmt eben erstmal nicht. Es ist doch egal, um wieviel reicher jemand im Vergleich zu mir ist, solange ich zum Beispiel in der Lage bin, woanders hinzuziehen, wenn es mir wo zu unangenehm wird. Wenn der Staat jedoch glaubt, er müsse die Menschheit retten und die dann nach Deutschland einlädt, was den Wohnungsmarkt überlastet und Spekulationen antreibt, dann liegt es nicht daran, dass ich zu wenig verdiene, sondern weil der Staat den Markt kaputt macht, da er für die Flüchtlinge jeden Preis bezahlt. Wer lässt da schon einen windigen Postboten mit Familie einziehen.

Der Staat nötigt die Mittelschicht in Privatschulen, weil man die ganzen Steuergelder für marxistische Reformen verbrät, wo dann ausgerechnet die darunter leiden, wo sich die Eltern keine leisten können. Man fährt ein beschissenes Niveau, um jeden einen Abschluss zu schenken und diejenigen die dort die besten sind, weil sie sich anstrengen, konkurrieren dann mit allen, die den gleichen wertlosen Abschluss haben, dafür aber die Kohle haben ein Studium zu finanzieren. Würde man wie früher rigoros nach Leistung aussieben, dann kämen nur die Fleißigen und Schlauen zu einem Studium und nicht zusätzlich die ganzen Minderleister. Dann würden sogar die Zimmer in den Studentenwohnheimen locker reichen.

Etwa 15 Millionen Menschen erwirtschaften produktiv, was der Rest verschleudert. Nur ein kleiner Teil profitiert von den Entscheidungen der Politik, dass man die Globalisierung mit all seinen negativen Effekten für die gewöhnlichen Bürger durchdrückt. Man hat den Kreditmarkt zerstört und als Nebeneffekt enteignet man die Sparer durch Nullzinsen.

Am Ende der Reportage, darf dann ausgerechnet der ran, der in der Flutung Europas mit Kulturfremden ein Experiment sieht, eine monoethnische in eine multiethnische Demokratie umzuwandeln. Da stellt er dann fest, dass 50% der jungen Menschen, es nicht so wichtig finden, ob sie nun in einer Demokratie leben oder nicht, und zeigt dann mit dem Finger auf rechte Parteien, als ob die einen Führer wollten. Dabei ist das Experiment, von dem er spricht, ja schon eine totalitäre Entscheidung von UN- und EU-Funktionären, die von keinem Bürger gewollt ist.

Der Jungfuzzi der SPD, der nie einen Euro erwirtschaftet hat, schreit natürlich auch nach dem Staat als Retter, obwohl seine sterbende Partei ja vor allem in den Großstädten die Verantwortung trägt, dass man jeden kriminalisiert, der sein Geld eigenverantwortlich verdient und nicht am Steuer-Tropf hängt.

Die Reportage schürt nur eine Neiddebatte und lenkt davon ab, wer den Bürger in Wirklichkeit die letzten 20 Jahre geknebelt hat, bis er am Ende seine Entscheidungsbefugnisse dem EU-Politbüro geschenkt hat, die nicht mehr sind, als die Hampelmänner von Konzernen.

Der Staat hat den Reichen erst die Macht verliehen, die sie heute gegen ihn und seine Bürger nutzen. Das Geld allein war es nicht.

 

 

6 Gedanken zu “Armut durch das Netzwerk der Schmarotzer.

  1. Einen kleinen und leider unvollständigen Überblick kann man sich verschaffen, indem man bei Wikipedia mal vergleichend nachliest unter „BAföG, Schüler-BAföG“ und z.B. Grundsicherung, und schon ist der Durchblick weg, übrigens auch bei den Genehmigenden.
    So bekommen z.B. Schüler je eigenes Kind Kinderbetreuungszuschläge, wohlgemerkt Schüler, ist´s Wahnsinn, so hat es doch Methode.
    Frauenrenten in der Oberpfalz, wohlgemerkt dafür wurde gearbeitet und gezahlt, liegen bei irgenwelchen 400,– €, der BAföG Höchstsatz liegt bei 735,– €, da aber nur das halbe Jahr studiert, aber ganzjährig gezahlt wird, eigentlich bei 1470,– € pro Monat !

    Es wäre doch ein sicher angemessenes und umfangreiches Promotionsthema in der ansonsten nichtsnutzigen Soziologie, mal die erzielbaren Einkommen von Schülern, Studenten, dito ausländischen, Grundgesicherten, Rentner und Arbeitslosen gegenüber zu stellen. Scheitert aber wahrscheinlich schon daran, dass Soziologen nicht rechnen können und schon gar nicht mit Wahrscheinlichkeiten zurecht kommen können.
    Dazu kommt bei wissenschaftlichem Arbeiten, dass auch Lösungsvorschläge für Fehlentwicklungen erarbeitet werden müßten. Da ist dann spätestens Ende aller Erwartungen.

    Logischer Schluss, lieber Soziologe oder Germanist als Rentner !

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    1. Da ist es sogar egal, das das BAFöG als Kredit vergeben wird (zu meiner Zeit zumindest), denn den muss man nur zurückzahlen, wenn man später finanziell dazu in der Lage ist. Und das dürfte bei den Genderisten und Soziologen sehr unwahrscheinlich sein, weil so ein Käse in der freien Wirtschaft nicht nachgefragt wird. Vielleicht drückt man ja jedem Kleinstbetrieb noch eine Gleichsetllungsbeauftragte aufs Auge, dann klappt’s auch mit der BAFöG-Rückzahlung.

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      1. „…Sie müssen nämlich höchstens die Hälfte des Bafögs zurückzahlen – oft sogar weniger oder gar nichts.“ lese ich gerade im Finanztip-Newsletter.

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  2. „Sie müssen nämlich höchstens die Hälfte des Bafögs zurückzahlen – oft sogar weniger oder gar nichts.“ lese ich gerade im Finanztip-Newsletter.“

    Stimmt! Ich kann mich erinnern, dass diejenigen , die ziemlich bald nach dem Studium gezahlt haben, nur die Hälfte zahlen mussten. Oft haben die sich das Geld dann geliehen. Die BaFÖG-Verwaltung hat wohl irgendwann gesehen, dass die Begründungen nicht zu zahlen mit der Zeit immer ausgeklügelter wurden, vor allem, wenn man dann eine Familie gegründet hatte. Vielleicht waren die froh, wenigstens einen Teil des Geldes wiederzubekommen.

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  3. Hat dies auf HEIMDALL WARDA – Die das Gras wachsen hören rebloggt und kommentierte:
    eine einzige Einschränkung: ich bezeichne Schüler, die das Abitur nicht schaffen (würden) bzw. mit einer durchschnittlichen Note bestehen, nicht als Minderleister. Der Begriff trifft die Sache nicht richtig. Es gibt Schüler die hatten gute bis sehr gute Noten in Mathematik und Physik, waren aber Nieten in Sport, Deutsch und Fremdsprachen. Kam dann noch ein mieser Lehrer in Geschichte hinzu, sah es mit den Abiturnoten nicht rosig aus. Gott-sei-dank gibt es in den MINT Fächern keinen NC und kein Sport so daß die wissenschaftliche Laufbahn zur Freude wurde. Ein weiterer Grund Nicht-Abiturienten nicht als Minderleister zu benennen liegt für mich darin, daß die Schulen, wie die Eltern noch immer versäumen, die Begabungen ihrer Kinder zu erkennen und entsprechend zu fördern. Zur wissenschaftlichen Laufbahn muß man ebenso berufen sein wie zum Handwerk, die Meisterprüfung bekommt man auch nicht wirklich hinterhergeworfen (die Gesellenprüfung hingegen schon), so daß man sehr wohl Leistungsbringer sein kann, nur eben nicht in schulischen Fächern, die die Eignung zur wissenschaftlichen Laufbahn austesten. Ansonsten ist die Analyse kristallklar und der Finger bewundernswert zentral in die Wunde des Systems gelegt.

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