Monika Grütters Denkgehege.

Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, tätigte unter anderem folgende Aussage:

Offensichtlich ermöglicht das Internet derzeit mehr Freiraum, als die Demokratie vertragen kann: die Möglichkeit, Daten zu missbrauchen; die Möglichkeit, Deutungsmonopole aufzubauen; die Möglichkeit, Lügen, Hass und Hetze zu verbreiten; die Möglichkeit, sich künstlerischer und geistiger Leistungen zu bedienen, ohne dafür zu bezahlen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Entweder passen Frauen und Digital nicht zusammen, dass man hier eine Bedrohung für die Demokratie sieht, oder das Ganze ist nur ein Vorwand präventiv jede Kritik an der Regierung zu unterbinden und deren Narrative widerspruchslos zu unterbinden. Ich möchte dieses Gesülze mal Schritt für Schritt abarbeiten.

Das Mär von Hass und Hetze wiederhole ich nicht nochmals, denn damit habe ich mich hier schon beschäftigt.

Die Dame meint also, dass die Gefahr besteht, dass jemand Deutungsmonopole aufbaut. Das heißt nichts anderes, als dass die gängigen Narrative, die zur Ukraine, zu Syrien, zur Energiewende, zum Klimawandel, zur Flüchtlingskrise usw. in Frage gestellt werden. Da schafft es also eine jährlich 8 Milliarden teure Maschinerie nicht die Deutungshoheit zu halten und erleidet schon im Angesicht von Freizeitbloggern Schiffbruch. Ist ja zu witzig.

Manchmal glaube ich, die Naivität von diesem Laden ist so groß, dass die glauben, dass die meisten Leute ins Internet gehen und sich wieder aus den vorverdauten Bruchstücken bei heute.de, zdf.de, SPIEGEL.online usw. informieren, während ich mir inzwischen beinahe jede Rede oder Äußerung im Original ansehen oder anhören kann. Da laufen regelmäßig Experten auf und berichten von Hass und Hetze und völkischem Gedankengut, das die AfD im Bundestag verbreitet, und dann wundern die sich, wenn die Leute das mal live oder im Original auf YouTube miterleben wollen und die Zustimmungswerte zu der Partei einfach nicht sinken wollen.

Und gleichzeitig winseln die Politiker der etablierten Parteien, dass die AfD wesentlich mehr Klicks hat, wenn es um die Reden im Bundestag geht, und wenn dann wirklich mal was von den Etablierten eine hohe Verbreitung findet, dann sind es meist ihre größten Peinlichkeiten. Dabei haben sich die staatlichen Medien ja auf allen Formaten bemüht, die AfD möglichst lächerlich oder nationalistisch aussehen zu lassen. Und jetzt heulen sie rum, weil das einfach nicht wie gedacht funktionieren will.

Einen anderen Schauplatz bietet die internationale Politik. Da will man uns jahrelang die Ukraine-Geschichte von der russischen Aggression verkaufen und den Schüssen auf die friedlichen Demonstrationen auf dem Maidan. Dabei kann man sich die ganzen abgehörten Telefonate anhören mit Viktoria Nulands „Jaz (Jazenjuk) ist unser Mann“ und „fuck the EU“ und dazu die Pressekonferenz, wo sie allen öffentlich mitteilt, dass die USA 5 Milliarden Dollar in den Umsturz investiert hätten. Dazu posierten dann noch die Hampelmänner von der Atlantikbrücke mit den ganzen Nazis und Kriminellen von Bandera und Leute wie Grütters winseln dann rum, wenn dann alternative Medien davon berichten, wenn die Bandera-Nazis extra nach München kommen und auf dem Friedhof ihrem Oberbraunen huldigen und damit Klebers Deutungsmonopol in Frage stellen.

Da hören sich die ganzen Politiker so gerne Reden und, wenn man dann die unpassenden Reden verbreitet, dann faseln sie was vom Verlust der Deutungshoheit. Uns soll schließlich deren Geschwätz von gestern auch nicht interessieren, wie sollten sie sonst später das Gegenteil als neuste, alternativlose Innovation verkaufen.

Wer solche Politiker hat wie wir, der braucht echt keine falschen Zitate erfinden, das Original reicht vollkommen. Auch über den Islam oder die Zuwanderer braucht man nun wirklich nichts dazuerfinden, weshalb ja schon die Verbreitung der Wahrheit als rechtswidrig gilt. Tolles Land.

Dazu mokiert Grütters, dass man sich künstlerischer und geistiger Leistung bedient. Also hör mal Du Schnepfe! Jeder, der eine künstlerische oder geistige Leistung erbringt, die nachgefragt ist, für die würde auch jeder bezahlen wollen. Soll nun der mit Steuergeldern aufgeblasene Dünnpfiff einer Künstlergruppe PENG oder des Zentrum für politische Schönheit eine geistige oder künstlerische Leistung darstellen? Soll man deren „Werke“ also nicht mit Bild zitieren dürfen, um auch dem Rest der Steuerzahler zu zeigen, mit welchem Bullshit ihre Steuergelder verbraten werden? Soll also wiederum ein von Steuergeldern gepäppelter „Experte“ mit Nutzlosqualifikation uns das im Kleberjournal entsprechend widerspruchslos vorverdauen, dass ja niemand nix anderes denkt? Das nenn ich mal Demokratie!

Soll man also die irren Ergüsse einer Margarete Stowkowski oder einer Sybille Berg oder einer kommentierenden Medienhure nicht mehr zitieren dürfen, um das im Netz zu verbreiten und seinen Senf dazuzugeben? Gesprochen Kommentare in der ÖR-Medien sind geistige Leistungen, deren Qualität völlig irrelevant ist, weil die ohnehin von GEZ-Gebühren leben. Und das Gesülze muss kritiklos in der Filterblase verbleiben, schließlich wollen sie die Deutungshoheit behalten. Von der ganzen Genderesoterik an den Unis will ich erst gar nicht reden.

Da hat also die 20-Uhr-Tagesschau über 10 Millionen Zuschauer täglich und kann jeden Politiker nach Belieben puschen und absägen und dann glauben die, dass Facebook, ein paar alternative Webseiten mit zusammen vielleicht 1 Million Nutzer oder 400 000 Anhänger von Alice Weidel ein Deutungsmonopol errichten könnten und damit vielleicht Wahlen beeinflussen? Was haben wir gelacht!

Wer eine v.d. Leyen als Totalversagerin wieder als Verteidigungsministerin einsetzt, eine Claudia Roth, eine Göring-Eckert oder eine Nahles in seinen Reihen zum Vorzeigen hat, der dürfte damit eine Wahl doch viel stärker beeinflussen.

Eine Natascha Kohnen (wer es nicht weiß, das ist die Spitzenkandidatin der SPD in Bayern) dürfte die erste Politikerin sein, deren Bekanntheitsgrad noch unter dem Wahlergebnis von voraussichtlich 10 Prozent liegt. Die dürfte doch froh sein, wenn man ihr „geistiges Eigentum“ weiterverbreitet, auch wenn es verrissen wird, denn schließlich wählen die Leute eher Politiker, wenn sie den Namen schon irgendwo mal gehört haben.

Ja, Monika. Das alles beeinflusst natürlich die Demokratie wie du sie dir vorstellst. Du willst unmündige Vollhonks als Bürger, für die sogar Du als große Leuchte herauskommst und die alle vier Jahre brav eine der Blockparteien wählen. Gell, dass wäre schön, wenn man mal auf eine Anti-Putin-, eine pro-Europa- oder eine Gegen-Nazi-Demo gehen könnte, bei der man nicht schon an den Winkelementen erkennt, dass man die mit Steuergeldern gepampert hat oder George Soros als Sponsor auftritt.  Denn die alternativen Medien wollen das einfach nicht so stehen lassen, dass es hier einfach nur um die gute Sache geht.

Ich finde, dass es der Demokratie am meisten schadet, wenn es darin einen Freiraum gibt, wo Politiker wie Du, ihre irren Ideen auch noch widerspruchslos umsetzen können.

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “Monika Grütters Denkgehege.

  1. Absolut erschreckend. Auf Youtube kann man auch sehen, dass amerikanische Privatsender, wenn es um politische Inhalte geht, freizügig ihr gesamtes Material ohne Lizanzgezeter freigeben. Kein Ami käm auf die Idee, dass ein Interview oder so nicht ins Netz gestellt werden sollte. In Deutschland ist alles unter Copyright. Damit nicht die falschen ein „Deutungsmonopol“(?!?) aufbauen.

    Und die paar Blogger kann man tatsächlich an der Hand abzählen. Broder, Tichy, PI news, Voice of Europe und Berger. Die anderen kommen aus der jeweiligen Peripherie und sind bekannt, weil sie aus der Peripherie kommen. Eine Minitruppe. Und selbst das ist schon zu viel. Auf die Straße getraut sich sowieso keiner. Lächerlich.

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