Josefa, die Heldin aus dem Bayerwald.

Der größte Fehler der BAMF war sicher nicht die auflaufenden Asylanträge einfach durchzuwinken, um wenigstens eine Fortbildung zu bekommen, wie man eigentlich zu entscheiden hat. Denn in der Bremer Bürgerschaft hat man sich ja über jeden weiteren Neuankömmling gefreut, damit die Deutschen endlich verschwinden mögen. Wahrscheinlich hatten die Mitglieder der Stadtregierung gar keine Bedenken, als man ihnen eine Blondine aus dem Bayerischen Wald vorgesetzt hat, die nur den Realschulabschluss geschafft hatte. Da blieben dann die Vorkämpfer, Bremen in eine multikulturelle Buntlandschaft umzuwandeln ganz locker. Und weil sie noch den Film „Eine ganz heiße Nummer“ gesehen haben, wo sich die Josefa ja in ihren Augen so unvorteilhaft ins Bild gesetzt hatte, da traf man sich abends beim Italiener um zu besprechen, wie man das bunte Projekt fortsetzen wollte. Zusätzlich gab es mit der Kleinstpartei FDP keinen echt gefährlichen Draht nach oben in den Bund, das BAMF und die Bürgerschaft anzuschwärzen. Was haben die gelacht über die Ernennung der Josefa.

Doch die haben sich ganz schön getäuscht. Man möge mir die Wortwahl verzeihen, doch ihr Lebenslauf entspricht genau dem Waidler-Motto: Wer sein Oasch bewegt, der bewegt wos.

Nach dem Realschulabschluss machte Schmid zunächst eine Ausbildung im Finanzamt in Viechtach und daraufhin auf dem zweiten Bildungsweg ein Fachabitur. Anschließend absolvierte sie eine verwaltungsdienstliche Ausbildung im Regener Landratsamt und arbeitete eine Zeitlang als Polizeiinspektorin bei der Zentralen Bußgeldstelle in Viechtach. An der Universität Passau studierte sie Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft und schloss das Studium mit dem Master ab, woraufhin sie einige Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Juristischen Fakultät der Universität Passau tätig war.

Das mag man woanders inzwischen nicht mehr so sehen, doch wer im Mittelgebirgs- oder Alpenraum aufgewachsen ist, der wird als Kind erfahren haben, dass Dinge im landwirtschaftlichen oder kirchlichen Jahreskreis eben getan werden müssen; geplant oder, wenn es nötig, spontan. Wer nicht mäht, wenn das Wetter schön ist, der ist selber schuld. Wer nicht den Schnee aus der Ausfahrt räumt, der kann eben nicht rausfahren. Wer als Jugendlicher den Bus versäumt, weil er getrödelt hat, der hat im Viechtacher Umland dann echt ein Problem. In Berlin oder Bremen dauert das Problem vielleicht fünf bis zehn Minuten. In solchen Städten schaut man auch ins Internet, anstatt die Vorhänge aufzuziehen, wenn man wissen will wie heute das Wetter wird.

Und die Josefa aus Viechtach, die als Kind schon gemerkt hat, wenn auf einer Wiese auffällig wenige oder auch auffällig viele Kühe standen, die merkte auch, dass eine Behörde eben nicht einfach mal 30 Asylentscheide zwischen Brotzeit und Mittagspause abarbeiten kann.

Und die Bremer Hochnasen haben auch nicht gemerkt, dass der Waidler und auch die Waidlerin sehr zuverlässig sind, höchstens, dass man auf die Waidlerin warten muss oder sie zu spät kommt, aber das tun alle Frauen.

Als ich studiert habe, habe ich in Schwandorf in einer Firma angerufen, dass ich dort nebenher arbeiten will. Als ich gesagt habe, dass ich aus dem Bayerischen Wald komme, da hat der gesagt, ich könne sofort anfangen, mit denen hätten sie nur gute Erfahrungen gemacht.

Da hätten die Bremer mal lieber in Schwandorf an einer beliebigen Firma anrufen sollen.

Und wie es Politiker immer machen, wenn die eigenen Leute gefährlich werden, versetzt man sie einfach. Da die Josefa aber ein waidlerisches Rückgrat hat und nicht irgendein Gender-Tralala studiert hat, wehrte sie sich natürlich gerichtlich und wollte natürlich zurück in die Höhle des Löwen. Zum Glück können die etablierten Parteien immer mal bei der dritten Gewalt anrufen, wenn‘s gefährlich wird, sodass die Josefa nun wieder in Deggendorf sitzt.

Vor 30 Jahren wärst Du Ministerin geworden.

Kommt vielleicht wieder.

2 Gedanken zu “Josefa, die Heldin aus dem Bayerwald.

  1. Liebe Männer, lasst euch gesagt sein, es gibt noch Frauen mit Eiern, mit verdammt vielen sogar und das ist etwas, liebe Geschlechtsgenossen, was euch heutzutage leider überwiegend abgeht.
    Man kann es auch Stolz, unbeugsam, aufrecht, standhaft oder Mut nennen.
    Waren früher mal Tugenden.
    Die Zeiten scheinen gut zu sein für die Laschets, Woelkis und Wendehälse a la Seehofer, scheinen…..tempora mutantur…

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