SPD: Versager versagen bei der Selbstanalyse.

Als ich folgenden Satz gelesen habe, dachte ich, die SPD steht am Anfang der Selbsterkenntnis:

Die SPD hat erforschen lassen, warum sie keiner mag- und hat jetzt die Antwort bekommen.

Ein fünfköpfiges Team wurde damit beauftragt, Gründe für den Niedergang der Sozialdemokraten zu finden. Unter anderem die Soziologin Yvonne Schroth und der frühere SPIEGEL-Journalist Horand Knaup waren dabei. Sie haben mehr als 100 Interviews mit Verantwortlichen, Wahlkämpfern und Parteimitgliedern durchgeführt. (hier)

Was haben wir gelacht. Ausgerechnet eine Soziologin und ein Journalist, die schon Berufs wegen eine Wahrnehmungstrübung haben, befragen 100 SPD-Fuzzis mit der gleichen Trübung.

Yvonne Schroth arbeitet auch für die Forschungsgruppe Wahlen, die damals bei der Prognose zur US-Präsidentschaftswahl für das ZDF schon grandios daneben gelegen ist. Da hat man jetzt anstatt die normalen Bürger zu befragen, genau die genommen, die bezüglich ihrer Partei einen völligen Knick in der Wahrnehmung haben. Das sind nämlich genau die Leute, die einen Schulz mit 100% zum Kanzlerkandidaten gekürt haben und denen es überhaupt nicht aufgefallen ist, wie sich die anderen Parteien gefreut haben, dass sie den korruptesten und machtgeilsten Schnösel als Kandidaten genommen haben. Aber die SPD war ja schon vorher auf einem permanenten Sinkflug. Vor Kurzem habe ich das Zitat einer Berliner SPD-Vertreterin gelesen, die sinngemäß meinte:

„Wir machen so geile Politik und die Bürger honorieren es nicht!“

Und jetzt schicken sie ein fünfköpfiges Team genau zu denen, die ihre Partei wohl ebenso geil finden und meinen, man müsste nur ein paar kleine Stellschrauben drehen, um die absolute Mehrheit zu bekommen, und so sind auch ihre Erkenntnisse.

Die Partei hat zu viel taktiert.Positionen seien mit Rücksicht auf den Koalitionspartner, Autofahrer oder Gewerkschaften ständig verwässert worden, heißt es. Irgendwann fehlte es der SPD an eigenem Profil.

Rücksicht auf Autofahrer? Wo wäre das? Es sind doch eher die Autofahrer selbst, die es inzwischen nervt, dass die SPD jede Gelegenheit nutzt, sie zu gängeln und abzuzocken. Da werden Feinstaub, Stickoxid und CO2 wie tödliches Giftgas behandelt, so dass man mit aller Gewalt Fahrverbote und Quoten für Elektroautos durchdrücken kann. Da können sie auch den Adventskranz verbieten, der genauso viel Stickoxid erzeugt wie ein Auto und, wenn ein paar Leute drum rum sitzen, sicher auch so viel CO2. Da der Feinstaub fast nur vom Bremsabrieb kommt und nicht vom Diesel wird aus Umwelt-Hysterie einfach unterschlagen. Allein aus Selbstschutz kann ein Autofahrer nie die SPD wählen.

Das Hin und Her um die Kanzlerfrage hat die Wähler genervt. Eigentlich hat der Parteivorsitzende das Recht auf die Kandidatur – weil aber Sigmar Gabriel lange nicht „Ja“ sagte und die Partei nicht deutlich „Nein“, sei Martin Schulz als Lösung irgendwann zu spät präsentiert worden.

Die können froh sein, dass die den nicht früher präsentiert haben, dann hätten sie schon lange vor der Wahl gemerkt, dass man mit einem Kandidaten, dessen Beliebtheit noch unter der der eigene Partei liegt, kaum die absolute Mehrheit bekommt.

Dann haben sie laut dem Ergebnis der Umfrage gemeint, dass es daran liegt, dass es im Wahlkampf keine gemeinsame Idee gab und sie keine Volkspartei mehr wären. Man kann keine Volkspartei mehr sein, wenn man sich ausschließlich um das Wohlergehen des Restes der Welt und jeder erdenklichen potentiell diskriminierbaren Minderheit kümmert und man nur würdig ist, die SPD zu wählen, wenn man gnadenlos pro-europäisch, vielfältig, mehrgeschlechtlich und kunterbunt ist. Das trifft zwar auf ihre 20% Stammwähler auch nicht mehr zu, doch, weil viele von denen schon so alt und dement sind, dass für die Brandt der letzte Kanzler ist, an den sie sich erinnern können, und meinen das Thema der SPD wäre immer noch die Ost-Politik, wählen sie immer noch SPD.

Und nach der tollen Analyse wie man den Sinkflug beenden kann haben sie auch noch:

  • So wird an einem neuen SPD-Debattencamp gearbeitet, in dem die Basis wieder mehr Mitspracherecht bekommen soll.

  • Das „Willy Brandt“-Haus, die Parteizentrale, soll völlig neu aufgestellt werden.

  • Und eine umfassende Analyse der einzelnen Wahlkreise wurde ebenfalls gestartet.

SPD-Debattencamp. Das sieht dann so aus, dass sich die ganzen steuer- und parteialimentierten Dödel von den SPD-Kreisverbänden zum kostenlosen Fressen und Saufen einladen lassen und die Mitglieder auch mal was sagen dürfen, an das sie sich nicht halten brauchen.

Die Parteizentrale wird man sicher deshalb mit noch mehr Leuten neu aufstellen, damit die ganzen Qualifikationslosen, die ihr Bundestagsmandat verloren haben, nicht gleich auf der Straße stehen. Das ist mit Sicherheit ein Grund beim nächsten Mal SPD zu wählen. Und dazu wollen sie vor Ort noch eine Analyse betreiben, um raus zu finden, warum sie versagt haben.

Man kann ja verstehen, dass die Briten ab und zu mal jemanden in die Kolonien geschickt haben, um zu sehen, warum die Einwohner dort so sauer sind, für die SPD-Funktionäre hätte es aber schon genügt mal spät abends mit der U-Bahn durch Berlin nach Hause zu fahren.

Da hätten sie wie auch der Normalbürger gemerkt, dass die ganzen Goldstücke unsere Rente doch nicht bezahlen werden und dass Gendersternchen, die Förderung von feministischen Pornos und Unisex-Toiletten eben nicht gegen die drängendsten Probleme im Land helfen. Und wenn man jahrlange Realitätsverweigerung betreibt, dann wundern die sich, dass die Leute sauer sind.

Da regt sich jetzt der Juso-Kevin auf, dass er immer Hassmails bekommt zum Beispiel der Form

…wann werden spd politiker von asylanten umgebracht??? Immer sind es junge mädchen…wann lese ich: juso chef vom afghanischen lover bestialisch erstochen??

Als ich ihn las, hat es mir einige Augenblicke die Sprache verschlagen“, …

Ach was, Kevin. Wer so eine Scheiß-Partei vertritt, die völlig ignorant gegenüber den Zuständen in manchen Teilen Deutschlands ist, der bettelt ja fast darum, solche Mails zu bekommen. Er will das aber nicht mehr so hinnehmen und auch antworten und sich einmischen. Gute Idee Kevin. Vielleicht hast Du es ja bisher so gemacht wie Deine Parteikollegen, denn von denen habe ich auf meine sachlichen Mails bis auf eine Ausnahme zu 80% keine Antwort bekommen, der Rest war selbstgefälliges Gelaber. Da wundert es nicht, wenn mancher nach dem zehnten Versuch eine Antwort zu bekommen, sich deutlich im Ton vergreift. Vielleicht sollte ich den SPDlern auch mal ‚ne Todesdrohung schicken, dass mir wenigstens deren Anwalt schreibt.

Weil die ganzen keifenden SPD-Schönheiten (hier und hier) selbst einen testosterongeschwängerten Asylanten abschrecken sich über die her zu machen, kann die SPD Schächten und Vergewaltigen von Frauen als religiöse Folklore durchgehen lassen.

Wo die SPD in den Ländern mitregiert, hat sie es immer geschafft alle relevanten Bereiche an die Wand zu fahren. Sie generieren die schlechtesten Schulen, die teuersten Wohnungen und die unsichersten Städte. Gleichzeitig drücken sie jeden kompetenzlosen Parteisoldaten in lukrative Posten und kreisen nur um ihre eigenen Pfründe.

Dass so eine selbstgerechte Versagerpartei auch bei der Analyse ihres Versagens scheitert, ist da keine Überraschung mehr.

 

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6 Gedanken zu “SPD: Versager versagen bei der Selbstanalyse.

  1. Gleichzeitig drücken sie jeden kompetenzlosen Parteisoldaten in lukrative Posten und kreisen nur um ihre eigenen Pfründe.

    Ich war auch mal SPD-Wähler. Was mir schon immer auf den Magen schlug: „Stallgeruch“. Wie kann man OFFEN zu Vetternwirtschaft stehen?

    Auch ein SPD-Evergreen:

    Die Situation ändert sich, aber die Argumente bleiben die gleichen.

    Also stolz sein auf Borniertheit und Dickköpfigkeit. Egal was die Sinne sagen, wir halten Kurs, wir haben recht.

    Das hätte ich denen auch ohne Honorar hingeknallt. Stattdessen haben Sie jetzt ein Protokoll, das behauptet, sie seien noch nicht links und unflexibel genug. Ich glaub es fehlt noch, „mehr Stallgeruch wagen!“

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  2. „Das Hin und Her um die Kanzlerfrage hat die Wähler genervt. Eigentlich hat der Parteivorsitzende das Recht auf die Kandidatur“

    Ja, das monarchische Gehabe um die Thronfolge ist auch was, das der Wähler halt unbedingt voll will. Das fand ich auch schon immer…unfassbar.

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  3. Die haben sich Chicago zum Vorbild genommen, wie man eine der reichsten Staedte/Laender innerhalb weniger Jahre in den Ruin treiben kann, und trotzdem Jahrzehnte lang mit absoluter Mehrheit gewaehlt wird. Die aergern sich nur, dass sie ihr Haurfarbe nicht eintauschen koennen. Dort gibt es ‚white flight‘ hier ‚IQ flight‘. Selbst Resthirnbesitzer wollen mit der SPD nicht mehr in einem Atemzug genannt werden.

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  4. Es ist ja nicht so, dass die SPD gar nix geleistet hat.
    Immerhin haben wir jetzt hunderte und mehr Genderprofexerinnen, Zwangsaufsichtsratsdaminnen, Gleichstellungsfrauinnen, Parteiquotinissinen und Menschengeschenker und ganz neue Geschlechter, nur das männliche gibt es nicht mehr, außer Kevin natürlich..
    Das ist nicht nix !

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  5. Solange wir dies Parteienoligarchie in Deutschland haben, wird sich gar nichts ändern. Lasst uns doch damit anfangen wenigstens Einzelkandidaten für die diversen Parlamente in Deutschland zu wählen. Die Parteien können ja Kandidaten aufstellen, aber gewählt werden muss schon der Einzelne. Allerdings müssen Einzelpersonen, die gewählt werden wollen, die gleichen Rechte besitzen. Es muss Schluss sein mit den Listenplätzen. Sinnvollerweise sollte später dann auch der Bundeskanzler direkt gewählt werden. Dann brauchen wir aber keinen Bundespräsidenten mehr. Aber der kostet ja auch nur Geld und hat sonst keine Bedeutung. Bis so was hier Realität werden sollte, dürfte es ein Hauen und Stechen geben, dass uns allen die Ohren klingeln.

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