Trump lässt die Luft aus der G7-Hüpfburg.

Heute muss es anscheinend viele Berufe geben, wo die größte Leistung darin besteht, pünktlich zur Arbeit zu kommen, andernfalls könnten man sich dort nicht so viel mit zwischenmenschlichem Krimskrams beschäftigen. Da wird dann genau darauf geachtet, ob Äußerungen meinungspolizeilich relevant sind, bei Kritik unterschwelliger Rassismus oder Frauenfeindlichkeit mitschwingen oder die politische Gesinnung eine weitere Zusammenarbeit überhaupt möglich machen. Das trifft besonders dort zu, wo Menschen aus Steuergeldern die Visionen linker Weltverbesserer umsetzen (müssen). Das gilt für die ganzen Sozialberufe, Geisteswissenschaften, Schulen und Kindergärten. Da wenn auch alles schiefläuft, versucht man es mit mehr vom Gleichen zu beheben und schiebt das Versagen auf die Umstände und nicht auf die eigene Unfähigkeit. Die merken das aber auch nicht, weil die Ergebnisse ihrer Arbeit ohnehin nutzlos und reines Gelaber sind, das sich nie an der Realität messen muss. Oder interessiert sich jemand für Studien zur Genderkompetenz? Das gleiche gilt für einen Laden, der so oder so irgendwie weiterläuft, auch wenn das, was da getrieben wird, mit der ursprünglichen Idee nix mehr zu tun hat. Man denke nur an Berliner Schulen, das BAMF oder diverse Angebote aus der Sozialindustrie. Dabei schätzen Mitarbeiter bei den Kollegen vor allem Kompetenz, Ergebnisorientiertheit und Konzentration auf das Wesentliche.

Aus meinem eigenen Berufsleben kann ich sagen, dass es mir im Beruf immer völlig egal war, ob jemand ein Proll ist, keine Manieren hat oder den ganzen Tag Scheiße labert über Autos, Fußball und Weiber. Man konnte mit denen trotzdem hervorragend zusammenarbeiten, weil sie eben die oben genannten Eigenschaften besaßen, mit denen ich mich aber nie freiwillig auf einen Kaffee getroffen hätte. Umgekehrt kenne ich aber auch Leute, die sind nett und witzig und mit denen kann man sich gut unterhalten, die möchte ich aber auf keiner Baustelle treffen. Die Politik ist auch so ein Laden, der einfach irgendwie weiterläuft, egal wie kompetenzlos die Leute sind, die sich da treffen. Da reicht es sich nett zu unterhalten und nach Verhandlungen irgendwelche Absichtserklärungen und Kompromisse abzugeben, die für den Lauf der Dinge völlig belanglos sind, weil es ohnehin an der Machbarkeit scheitert oder rechtlich überhaupt nicht bindend oder durchsetzbar sind. Man nehme nur die Dutzende G7- oder EU-Treffen (G8 usw.). Am Ende, nachdem man sich am Buffet vollgefressen und sich auf Steuerzahlerkosten besoffen hat, wankt man dann zum Gruppenbild und macht einen auf ergebnisloses Friede-Freude-Einigkeit, was uns von den Medien als historischer Durchbruch verkauft wird. Und wer diese Harmonie stört:

Deutschland diskutiert nicht. Deutschland hetzt und petzt und pöbelt und grenzt aus oder ein, je nach infinantiler Politclan-Zugehörigkeit.

Und die dazugehörige anschleimenden Medien können die meiste Zeit auch mit Fressen und Saufen verbringen und nicht mit Recherche, weil das Ergebnis der Verhandlungen aus den immer leeren und gleichen Floskeln besteht, wie auch alle Parteiprogramme der Blockparteien.

Und dann kam Trump wie in der Form eines raubeinigen Eisenflechters, der sich eben nicht über Antifaltencreme unterhalten will und auch kein veganes Frühstück in der Brotzeitbox hat. Der pinkelt auch mal vom zweiten Stock in die Tiefe und schickt den Uni-Praktikanten heim, weil er eh nur stört. Der sagt dem Bauherrn auch, dass er den Krempel auch selber machen kann, wenn er sich an seiner Wortwahl stört. Am Ende passt aber das Ergebnis.

Von Anfang an hat man Trump als irre hingestellt und das Ende der freien Welt prognostiziert. Zuerst hat er den Klimahysterikern die heiße Luft rausgelassen, indem er der wirtschaftsschädlichen EPA den Geldhahn weitgehend abgedreht hat und das Pariser Klimaabkommen gekündigt hat. Da gab es Zeter und Mordio in Politik und Medien. Blöderweise konnte man die Sinnlosigkeit des Abkommens schlecht bloßstellen, indem man den Inhalt zitiert hätte. Manch alternative Nachrichtenseiten haben es dann doch mal gelesen und nicht die vorverdaute Version der Medien geglaubt und haben ihn ins Netz gestellt; konnte man von den ÖR-Medien schlecht zusätzlich befeuern, ohne sich lächerlich zu machen. Da dauerte dann die gespielte Empörung nur kurz.

Das gleiche bei der Kündigung des Iran-Atomabkommens, da prognostizierte man schon den 3.Weltkrieg. Empört man sich noch darüber? Mitnichten. Weil, wenn jemand dann doch mal genauer hinschaut, dann wird er auf folgendes stoßen:

Bereits am 25. November 2015 zitiert die britische Daily Mail aus einer Mitteilung der damals noch regierenden Obama-Administration hinsichtlich des Atomdeals mit dem Iran: „The Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) is not a treaty or an executive agreement, and is not a signed document“ (Übersetzung: „Der gemeinsame Aktionsplan ist kein Vertrag oder eine Exekutivvereinbarung, und er ist kein unterzeichnetes Dokument.“)

Was will man mit einer Willenserklärung, die zu nichts verpflichtet und 2025 ohnehin ausläuft, wobei die westlichen Guten in der EU glauben, dass sich der Iran daran halten wird, weil sie ihnen schon mehr vertrauen als den USA. Das ist wie die Willenserklärung einer Schule, sie wolle ihr Schulprofil schärfen. Klingt mords toll und wichtig, wird aber vor allem in Brennpunktschulen regelmäßig durch die Realität geschreddert. Kann man knicken wie das Iran-Abkommen, denn dem wird’s genauso gehen.  Trump hat’s geknickt. Zurecht.

Und zuletzt das G7-Treffen. Ein Pflichttermin für Trump, wenn nicht ein Zwangstermin mit Regierungschefs, die sich nicht einigen können ihren eigenen Untergang zu verhindern und einem kanadischen Schwuchtel, für den Gendersternchen so wichtig sind wie Handelsabkommen, von denen tausende Arbeitsplätze abhängen. Die haben nach Trumps Abreise, nachdem man ihm eine Unterschrift zu einer gemeinsamen Erklärung abgerungen hat, geglaubt, er würde nicht zurückziehen, wenn man ihn bloßstellt, um nicht dafür von den Medien zerrissen zu werden. War ihm aber egal. Denn nachdem das bunte Söckchen eine dicke Lippe gegen ihn riskiert hat, hat er ihnen gezeigt wo der Hammer hängt und sich zurecht nicht ans Bein pinkeln lassen. G7 und Eu gebärden sich wie eine Hüpfburg, der nach und nach die Luft ausgeht, weil man sich auch hier nicht aufblasen konnte, da die EU und Kanada die USA in der Summe wesentlich stärker besteuern und mit Zöllen belegen als umgekehrt. Das sollte dann doch nicht jeder Bürger wissen.

Und jetzt schafft ausgerechnet dieser grobschlächtige Proll es, in Verhandlungen mit Nordkorea zu treten, während Obama in der acht Jahren nur leeres Geschwätz fabriziert und mehrere Länder unter dem Vorwand der Menschenrechte in die Steinzeit zurück gebomt hat, sodass man ihm allein für sein ergebnisloses Gesülze schon vorab den Nobelpreis verleihen musste.

Statt endloser Verhandlungen und Absichtserklärungen hat er gegenüber Kim mit offenen Karten gespielt. Er hat ihm gesagt, was sich ändern muss, hat ihm gesagt, dass er mal Gaddafi googeln soll und hat ihm vor Ort bei Manövern noch die US-Waffen gezeigt, die man einsetzen würde. Ehrlicher geht nicht. Das ist, wie wenn man zu jemandem, der die ganze Nachbarschaft grundlos terrorisiert ein paar nette Leute mit Schlagringen schickt und ihm mitteilt, dass man in Zukunft gut miteinander auskommen würde. Das versteht jeder.

Die Labertaschen beim G7 und der EU haben den Schuss noch nicht gehört. Kompetenzlose Politiker, die im Irrglauben eigener Größe leben und  für die Ergebnislosigkeit und das Ausblenden des Wesentlichen ein Merkenzeichen ist, begleiten ihren eigenen Untergang mit schönen Worten, denn

In den nächsten zehn Jahren werde sich entscheiden, ob die EU überlebt. Dagegen hält er einen Zerfall der Euro-Zone für weniger wahrscheinlich. „Für Brüssel könnte es in den nächsten zehn Jahren eng werden. Es ist sehr gut möglich, dass der Euro die EU überlebt“ … „Die EU ist die schwächste unter den großen Mächten“ … Auf der einen Seite stehe das Imperium Donald Trumps, auf der anderen die Volksrepublik China: Beide könnten Europa immer wieder vorführen … Den traditionellen Parteien, die die EU stützen, falle es immer schwerer, eine Mehrheit zu finden. „In mancher Hinsicht erinnert mich die EU an das alte Heilige Römische Reich. Das ist kein Gebilde, mit dem man ins 21. Jahrhundert gehen will“ …

 

 

 

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3 Gedanken zu “Trump lässt die Luft aus der G7-Hüpfburg.

  1. Eigentlich ist der ganze Berufspolitikbetrieb ein Urlaub. Die Berichterstattung ist auch deshalb so People story maessig. Die fliegen rum, essen lecker, lassen Unterhaendler irgendwelche Phrasen formulieren, unterschreiben feierlich, geben leere Phrasen ab und dann steht eine „Erklaerung“ ohne jegliche Bindung.

    Jetzt ist so eine „Erklaerung“ geplatzt. Das einzige was daran schlimm ist, ist dass manchen auffaellt, was fuer einen ueberfluessigen Unsinn wir praesentliert bekommen.

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    1. Schade, dass ich das kurze Video nicht mehr finde, wo Merkel mit den Anwesenden über eine gemeinsame Erklärung redet. Und zwar in Englisch! Da reichte schon der Wortschatz nicht, um irgendwas Sinnvolles zusammen zu schustern. Schon in den 20 Sekunden, die das Video dauert, war zu erkennen, dass das völlig dilettantisch ist.

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