Wo bucht man inszenierte Krisen?

Ich habe für einiger Zeit über die Agentur InCoStrat&Co berichtet, die vornehmlich aus Kriegsgebieten die passenden Bilder für die Nachrichtenagenturen liefert. Die Mitarbeiter mit intertationaler Erfahrung heften sich an die vom Westen gestützen Truppen, um diese medial zu puschen und so die Unterstützung durch die westliche Bevölkerung zu generieren. Man denke nur an die Freie Syrische Armee (FSA), die mit Millionen von den USA unterstützt wurden, obwohl sie in ihrer Brutalität dem IS kaum nachstanden und die gesponserten Waffen auch weiterverhökerten. Aus dem teilweise kriminellen Umfeld rekrutiert man mediale „Sölnder“, um die passenden Bilder zu inszenieren. Oft ist die Machart aber so dilletantisch, dass man damit höchstens die ausschließlich von den ÖR-Medien sedierten Zuschauer erreicht. Der etwas kritischere Zuseher, merkt bei vielen Beiträgen mit den „Weißhelmen“ auf den ersten Blick, dass es sich um einen Fake handeln muss. So geht diese Art der Propaganda häufig nach hinten los und nagt an der Glaubwürdigkeit westlicher Medien.

Da wundert es nicht, dass man auch die Inszenierung selbst professionalisiert. Dazu gibt es zwei Dienstleister, eine für den eher zivilen Bereich und einen für den terroristisch-militärischen Bereich; Crowds on damand und CrisiscastIn wieweit sie untereinander und mit InCoStrat vernetzt sind, ist mir nicht bekannt.

Crowds on demand ist eine Werbeagentur, die ursprünglich für die gewünschten Fans und Paparazzi bei bestimmten Veranstaltungen sorgt oder um Einzelpersonen mit passenden Bildern zu puschen.

Kurz vor der Wahl im November 2012 sagte Unternehmensgründer Swart, dass das Unternehmen eine Anfrage eines Kandidaten für einen inszenierten politischen Protest in Erwägung ziehe. (hier)

Laut deren Webseite hat man diese Art der Dienstleistung fest im Programm, wer sie nutzt wird öffentlich nicht bekannt gemacht, so dass nur ein Fall mit Namen bekannt wurde.

We provide a cost-effective way to lobby government to pass or defeat legislation, push for approval of projects, and influence government in a grassroots manner. We are the ultimate guerilla lobbying and government relations firm.

Sie geben an, innerhalb von 24-48 Stunden an jedem Ort der USA hunderte von Protestierenden rekrutieren zu können, um Gesetze zu verhindern oder zu puschen  oder für Aktionen und medienwirksame Kampagnen. Dazu liefern sie auch einige Fallstudien ohne Namen als Beispiele. Man kann sicher sein, dass es auch in Europa so läuft. „Breite Bündnisse“ aus Parteien, staatlichen Organisationen und den NGO, die auf Umwegen davon profitieren (z.B. die CARITAS mit ihren Flüchtlingsheimen), um gegen alles außer links zu demonstrieren, werben öffentlich ohne Umwege und werden auch mit Steuermittel unterstützt. Schließlich nehmen viele Bürger zusätzlich freiwillig teil, weil man zu den Guten gehören will. Für die gewünschte Medienaufmerksamkeit muss man bei den Staatssendern ARD und ZDF ohnehin nicht betteln.

Der deutsche Staat bedient sich sicher solchen Agenturen, wo er im Hintergrund bleiben muss, ansonsten erschiene es zu sehr als Regierungspropaganda. Die Agenturen entwickeln zu einem bestimmten Anliegen auch die passende Strategie für ein folgendes Event. Man vergleiche mal die Bilder von PEGIDA und Puls für Europe. Letztere wirkt einfach zu perfekt und aalglatt, auch wenn der Gründer eine Privatperson ist. Niemand würde als Privatmann die ganzen Winkelemente und EU-Fahnen sponsern, so dass die Teilnehmer fast uniformiert wirken. Wer würde für Europa freiwillig auf die Straße gehen, für die ganzen gutbezahlten Bonzen, wo es nicht mal Großstädter tun, die durch die Einwanderung hundertausender Migranten in bestimmten Stadtteilen nun in entsprechenden Shit-holes leben. Puls of Europe ist einfach zu abstrakt, dass es glaubwürdig aus dem Volk kommen könnte und sich jeder das gleiche Fähnchen kauft, ohne dass das professionell angeschoben wird. Das Ganze dürfte auch medial begleitet sein, ähnlich wie durch die Agentur InCoStrat&Co, die ja auch Bilder zu Krisenszenarien liefert. Da kann es schon mal passieren, dass der gleiche Schauspieler als verstörter Betroffener bei drei verschiedenen Terroranschlägen zu sehen ist (hier ab 12:33min)

Interessanter ist jedoch der Dienstleister CrisesCast. Schon der Name sagt, worum es geht. Sie sorgen für eine Krisenmanagementszenario mit Hilfe von professionellen Schauspielern zusammen mit der Firma flashpoint als Partner. Diese Firma hat aber die gleiche Büroadresse wie CrisesCast und ist anscheinend für die eigentliche Krisensituation zuständig, CrisesCast eher für das Außenrum, wo es auch heißt

Our crisis management exercises can test monitoring and communications systems, safety plans including lockdown and evacuation procedures, the ability of emergency services to co-operate and respond effectively and – of increasing importance – their joint ability to respond to the press, media and information posted on social platforms and the internet.

Heißt das nicht, dass die Medien dann auch nicht erfahren dürfen, dass es sich um eine Inszenierung handelt, wenn von einem Anschlag oder einem Amoklauf berichtet wird, wenn man wiederum passend auf die Reaktionen in der Presse, den Medien und im Internet reagieren will? Wenn diese Agentur gebucht wird, dann muss man doch davon ausgehen, dass wir in der Vergangenheit solche Fakes gesehen haben und die Initiatoren aus der Regierung dann mit Gesetzesänderungen reagieren können, die anders nie in beabsichtigter Weise durchgesetzt werden könnten. Man denke nur an das US-Waffenrecht.

Nehmen wir das Massaker an der Sandy Hook Elementary School 2012. Nach Recherchen, war die Schule schon länger nicht in Betrieb, denn sie hatte keine „Sicherheitszertifikat mehr beantragt. Dazu konnten weder Feuerwehrleute, noch Zeugen berichten, dass sie Opfer oder Blut gesehen hätten. Im Abschussbericht und in der FBI-Statistik erscheinen nirgends die 26 Toten.  Die Schule wurde für 50 Millionen Dollar abgerissen und die Arbeiter mit einem Schweigegelübde belegt. Die angestrebte Verschärfung des Waffenrechts kam aber trotzdem. (ausführlich hier)

Zwei weiterer Partner von CrisesCast ist dabei zusätzlich interessant. Der eine ist Kent Police, von der Seite führt aber kein Link. Laut Presse führte Kent Police Department (USA) in dreißig Kilometer Entfernung eine Übung durch. Alle Agenturen befinden sich in Großbritannien, auch Kent and Medway NHS. Das ist eine Stiftung, die sich um psychisch kranke Kinder und Jugendliche kümmert, wo doch Partner, die sich um Schuss- und Explosionsverletzungen kümmern wesentlich näherliegen würde. Kent and Medway NHS liegt in der englischen Grafschaft Kent und dort gibt es auch verschiedene lokale Polizeibehörden, die Kent Police Departments. Wer ist es nun? Das Kent Police Department in Kent (USA), betrieben in einem einzelnen Haus, 30 Kilometer entfernt vom Ort der Schule Newtown, oder die Kent Police Departments, von denen es mehrere in der Grafschaft gibt. Die Partnerschaft von CrisesCast mit dem Sitz in London, so wie flashpoint, Kent and Medway NHS in Maidstone (Grafschaft Kent) würde eher für die englische Polizei sprechen.

Wäre es aber die Kent Police in den USA gemeint, so wäre es doch verwunderlich, dass genau diese eine Polizeistation, die Partner von CrisesCast ist, in der Nähe eine Übung genau zur Zeit des Massakers an der Schule abhält.

CrisesCast schreibt auf ihrer Seite:

We brief and rehearse the team – where possible on location – but at least with video surveillance footage.

Die üben also vor Ort. Nimmt man dann die offizielle Zeitleiste zu dem Massaker, dann fallen zwei Dinge auf:

Only 35 minutes away from Newtown an active shooter drill is taking place at a school in Carmel, Putnam County. The operation is conducted by the Putnam County Emergency Response Team (“ERT). “The ERT is comprised of specially trained and heavily armed officers from the Sheriff’s Office and the Carmel and Kent Police Departments,

Müsste hier nicht „department“ stehen, also in der Einzahl, wenn sich das Wort auch auf Carmel bezieht. Denn andernfalls könnten ja die englischen Kollegen gemeint sein, die ja auch als Partner von CrisesCast und flashpoint auftreten. Keine Ahnung, welche Kent Police gemeint ist, die hier als Partner von CrisesCast auftritt, so oder so wäre es ungewöhnlich. Oder die Namensgleichheit ist nur Zufall.

Was würden sie als Regierung tun, wenn sie keinerlei Skrupel haben, dass es, wenn nötig, auch Tote geben darf und ihr Partner für derartige Inszenierungen ausgerechnet eng mit Einrichtungen zusammenarbeitet, die psychisch auffällige Kinder und Jugendliche betreuen?

CrisesCast hat Ableger in verschiedenen Ländern, auch in Capetown (USA). Wenn sie was von denen wollen, dann können sie dort nicht einfach vorbeischauen. Denn in den angegebenen Städten, sind sie unter keiner Adresse mit diesem Namen vertreten. Auf der allgemeinen Website heißt es nur:

Let us come to you.

Bei jemandem, der offiziell als Dienstleister wirbt, also theoretisch für jeden buchbar ist und zum Beispiel auch den Londoner Flughafen als Partner angibt, da wirkt so ein Gebaren doch recht eigenartig.

 

 

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12 Gedanken zu “Wo bucht man inszenierte Krisen?

  1. Wag the dog. Heute wurden auch in Berlin und Brandenburg die zahl der rechtsextremen Opfer nach oben korrigiert. Ich glaub, jetzt sind es seit der Wiedervereinigung doppelt so viele wie vorher. Da wurde ein paar Sachen umetikettiert, natürlich aus Elitensicht „korrigiert“. Zu Sandy Hook kann ich nichts sagen. Das ist mir zu weit weg und ich weiß zuwenig (obwohl ich pro-gun bin und auf die USA ein Auge hab). Der Pulse of Europe war 1A Astroturfing.

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    1. Ich habe mir jeden Fall zwischen 2005 und 2018 auf der offiziellen Webseite für die Opfer von Rechtsextremisten angesehen. Der letzte Fall, liegt im Jahr 2005. (NSU zähl ich nicht. Ausermittelt, keine Zeugen, keine Fingerabdrücke, keine DNA von den Uwes) Bei allen Fällen handelt es sich um „Milieufälle“, wenn man nach den Gerichtsurteilen geht. Kein einziger wurde wegen einer rechtsextremen Straftat verurteilt. Die haben sogar eine Tat den Rechtsextremen zugerechnet, wo ein Nazi dem anderen Nazi mit ein paar Promille am gemeinsamen Lagerfeuer den Schädel eingeschlagen hat. Da müsste man jede Tat, die zufällig von einem SPD-Wähler begangen wurde, zu den linksextremistischen Opfern zählen.

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      1. Zu einem gewissen Maße, sollte man das auch. Ich bin es leid, dass auch konservative von „ganz rechten Muslimen“ reden, die alle SPD wählen. Komisch, dass SPD die Muslime umwirbt wie blöd, weil die auch alle links denken und wählen, sie aber schlagartig eine „rechte Ideologie“ haben, wenn die Tochter den Schädel eingeschlagen kriegt. Schlagartig. Im wahrsten Sinne.

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  2. @Hast du gesehen?
    https://goldsteinweb.wordpress.com/2018/06/17/state-prosecutor-make-again-a-holocaust-song-lyrics-not-racist/

    Auch komische Zuordnung. Irgendwann gab es Empörung. Hatte aber gedauert. Spricht Bände.
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    Wahrscheinlich arbeitet da mein Hirn schon zu langsam, um diesen Text in der Geschwindigkeit zu verstehen. Wer solche Videos cool findet und so was den ganzen Tag hört, der hat ohnehin einen an der Waffel. Da wird man ganz kirre im Kopf. Die fragen danach eher: Holocaust? Wer soll das sein?

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    1. Na ja, offenbar gibt es da von Bertelsmann und Co. jahrelang gesponsorte Rapper, die so Sachen raushauen können wie „Mach mal wieder nen Holocaust“. Da sind dann auch Verschwörungstheorien und die harten Jungs müssen mit den Molotovcocktails mal so richtig aufräumen. Ist natürlich so gar nicht gemeint, wenn jemand mal stört. Aber im Zweifel ist alles was Akif Pirincci schreibt, möglichst ernst auszulegen.

      Das war über Jahre alles okay und ist es bei anderen „Künstlern“ garantiert immer noch, wenn man halt links ist. Nur als nazistisch einordnen kann man das natürlich nicht. Die beiden werden aber garantiert schlagartig rechts und von Donald Trump inspiriert, wenn sie selbst oder einer ihrer Fans ne Synagoge abfackeln. Auch wenn man den Text im Video nicht versteht, die Jugendlichen lesen den, weil es „Battle Rap“ gibt und man wissen möchte wer wen „disst“. Und die Produzenten haben den scheiß garantiert auch gelesen. Dank der Verkaufszahlen hat so mancher bei Bertelsmann und Co. durch die eigenen Kinder garantiert auch gehört, wie da die Hakennasen durch die Schatten der Zentralbank huschen, ohne dass es jemanden kratzt.

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      1. Regierungen haben wirklich alle Bereiche gekapert, um die Bürger gefügig zu machen: Sämtliche Gewerkschaften und Sozialverbände kämpfen gegen rechts, die Kirchen propagieren die Ansichten der Klimakirche, „Satiresendungen“, Serien und der Tatort norden uns politisch richtig ein, von den „Nachrichten“ will ich gar nicht erst reden.

        Die Lüge findet man da, worüber es weder ernst zu nehmende Dokumentationen gibt, noch bei Kreischberger oder Kill geredet wird, obwohl es Menschen nach Sensation und Blut giert und uns anderes täglich als vermeintlich objektive Wahrheit untergeschoben wird.. Einfach mal überlegen.

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      2. Der Papst ist das eigentlich faszinierende. Da wurde auf die Kardinäle durch geballte Medienmacht jahrzehnte eingeredet, dass ein nichteuropäer Papst werden muss. Irgendwann war der Gruppendruck dann auch in der Kurie. Die meisten Völker außerhalb Europas sind recht weit links, weil es wegen der Armut so verlockend klingt. Man hätte in Indien auch einen konservativen Papst herausfischen können, aber mit der Maßgabe Nichteuropäer war die Sache durch.

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