das emotions-journal

Man muss dem Blogger Benjamin Goldstein dankbar sein, dass er diese Perle eines Interviews zwischen zwei BBC-Moderatoren und Ann Coulter gepostet hat. Ann Coulter ist diejenige stramme US-Konservative, die, nachdem Trump das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur gewonnen hatte, in einer Talkshow gefragt wurde, wer denn nun Favorit wäre, und nicht H. Clinton genannt hatte, sondern Trump. Natürlich großes Gelächter im Publikum und den Diskussionsteilnehmern (sehenswert). Wahre Trump-Fans schauen sich nach dem Video meist auch das hier an.

In dem BBC-Interview ging es um die Kinder von illegalen Immigranten, die über die Südgrenze der USA gekommen sind und nun von ihren Eltern getrennt in gesonderten Einrichtungen untergebracht werden. Dieses Interview, das aus nicht erfindlichen Gründen von BBC verstümmelt wurde, ist deshalb so besonders, weil hier die Masche, sachliche Argumente mit Moral zu kontern, in Reinform vorliegt. In Deutschland versucht jeder Gesprächspartner seine sachliche Position auch moralisch zu rechtfertigen, wodurch das Gespräch zu einer unergiebigen Matsche wird. Coulter dagegen ist knallhart. Wenn die Eltern wissen, dass sie von den Kindern getrennt werden, dann sollten sie nicht illegal über die Grenze kommen. Wenn sie es nicht gewusst haben, dann können sie ihre Kinder nehmen und dahin zurückkehren, wo sie hergekommen sind. Natürlich winselt der BBC-Reporter dann, dass ja in Mexiko und den Nachbarn Honduras und Guatemala das Chaos herrscht und täglich Menschen umgebracht werden. Und diese schrecklichen Bilder! Darauf meint Coulter, dass niemand an die amerikanischen Kinder denkt, die dann unter der Kriminalität illegaler Migranten leiden und von Dealern aus dieser Region angespritzt werden.

Die Frau ist knallhart und würde nicht ins Deutsche Fernsehen eingeladen werden. Erst hier ist mir aufgefallen, dass Moderatoren bei uns, wenn ihnen die Argumente ausgehen, auch immer die Moralkeule zücken. Man muss sich hier nicht über den Unterschied zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik auslassen, Fakt ist aber, dass die Verantwortungsethik eben unmittelbar die unschönen Bilder produziert. Alle winseln, wenn nun „Flüchtlinge“ an der deutsch-österreichischen Grenze zurückgewiesen werden, obwohl in diesem Abschnitt sicher noch keiner verhungert ist. Die gute Gesinnung gebietet es auch wirklich alle ins Land zu lassen, die nachfragen, egal an welcher Grenze auf der Welt dies geschieht. Da kommen die Vorkommnisse in den USA wie gerufen, um die Schafe für die edle Haltung hinter Merkel zu sammeln, wenn es um die Grenzen in Europa geht.

Trump ist im Deutschen Fernsehen ein Sonderfall. Nie wird die Entscheidung hinterfragt, sie ist grundsätzlich Folge seines Größenwahns, seiner Unwissenheit oder Boshaftigkeit. Als er vor Kurzem vom Anstieg der Kriminalität in Deutschland twitterte, bezichtigte man ihm der Lüge, obwohl die Statistik nur ein Handlungsnachweis der Polizei ist und nichts darüber aussagt, wie viele Straftaten nicht mehr verfolgt oder angezeigt werden oder noch auf Bearbeitung warten. Seltsamer weise ist seine Behauptung für Journalisten selbst kein Ansporn zu eigener Recherche, wenn immer mehr Einzelfälle bei ihnen auf dem Tisch landen. Für diese Lohnschreiber kein Widerspruch.

Und nun steckt also Trump die armen Kinder von illegalen Einwanderern in die USA, die von ihren Eltern getrennt werden, in eigene Gefängnisse. Da geht gleich die große Bestürzung los, anstatt zumindest zu fragen, ob es nicht daran liegt, dass Gefängnisse normalerweise keine Kinderzimmer oder Wickeltische haben und die angeblichen Kindergefängnisse nicht kindgerechte Einrichtungen sein könnten. Tut man aber nicht und ARD/ZDF zeigen nur Bilder von weinenden Kindern und fast sämtliche Fotos sind durch Gitter oder Zäune hindurch gemacht. Bei manchen bleibt Zweifel, ob diese nicht nachträglich ins Bild gefügt wurden.

Es wird bei der Berichterstattung unterschlagen, dass auch unter Obama diese Prozedur Gang und Gäbe war.

The Obama administration did separate families, sometimes by thousands of miles by deporting male migrants a long distance from their point of entry under the Alien Transfer Exit Program. (Link führt zum entsprechenden Bericht)

Darüber hinaus wurden unter der Obama-Regierung an der Grenze von der Bevölkerung weitgehen unbemerkt entsprechende „Verwahreinrichtungen“ für Kinder durch die Heimatschutzorganisation FEMA geschaffen.

Both FEMA and the Border Patrol were present during construction of the new 55,000 square foot shelter, which is expected to house up to 1,000 immigrant children just three miles north of the border, and subcontractors were moving quickly to erect privacy fences to keep the controversial facility out of public view.

Wäre einer Recherche wert, ob sich Trump nun derer bedient hat.

Der einfach gestrickte Bürger oder Moralapostel kann die unschönen Bilder natürlich nicht ertragen. Die Folgen einer schrankenlosen Einwanderung, die zur Folge hat, dass die Migranten ihr archaisches Frauenbild ausleben, was nicht selten in Vergewaltigung und Mord endet, wird dann der einheimischen Bevölkerung angelastet. Wir waren nicht nett genug, unsere Integrationsbemühungen reichen nicht und überhaupt sind die Deutschen ohnehin Rassisten. Wer die Proteste gegen Trumps Vorgehen sieht, der sollte sich diesen Post nochmals ansehen. Denn auch der angesehene Kongressabgeordnete Ron Paul sieht hinter dem plötzlichen Ansteigen illegaler Einwanderung eine organisierte Bewegung:

I was looking up a little bit on George Soros, he’s a smart man made a lot of money, but he happens to believe in a society that is quite different than a libertarian society … It is known that he has spent on efforts to remake the world $32 billion of his own money … and money from his organizations, they have to be used, whether if it’s in Europe where (migrants) move in massively – I just don’t believe that is spontaneous.

Ann Coulter füllt die trockenen Gesetze mit Leben und zeigt jedem Zweifler, dass die unschönen Bilder nicht das Ergebnis der Gesetze selbst sind, sondern erst deren Übertritt. Schade, dass sie den BBC-Fuzzis nicht gesagt hat, dass die Illegalen zur Probe mal das Gleiche in Nordkorea, Iran oder Australien versuchen sollten.

Die Masche, sachliche Entscheidungen moralisch zu rechtfertigen hat man gerade wieder in den Nachrichten beobachten können. Bei der Lösung der unkontrollierten Einwanderung geht es laut Merkel um den europäischen Zusammenhalt. Zusammenhalt ist aber kein Wert an sich, schließlich halten Clans in ihren kriminellen Machenschaften besonders zusammen. Zusammenhalt wäre, dass man jedem Land zugesteht, zuerst mal dafür zu sorgen, dass mit dem Stopp schrankenloser Einwanderung von Kulturfremden, die Kriminalität eingedämmt wird und die Rechte und Sicherheit der Frauen garantiert werden. Denn nur so besteht das Vertrauen, eine gemeinsame Grenze unkontrolliert zu lassen, weil man sich auf den Nachbarn verlässt.

Was wir sehen ist aber, dass man über die Köpfe hinweg der restlichen gut 20 EU-Mitglieder im kleinen Kreis was entscheidet und alle nicht ablehnen können, weil es ja um den großen Zusammenhalt geht. Ich kann dieses Gesülze von europäischen Werten nicht mehr hören. Dass die jetzt drei Jahre nur was von Toleranz, Vielfalt und Bunt gelabert hat, sieht man an Söder, der gestern meiner Wahrnehmung nach zu diesem Thema zum ersten Mal einen Satz gesagt hat, der nicht moralisch unterfüttert war. Die Visegrad-Staaten haben heute gleich Tatsachen geschaffen, was sie von Merkel Vorstoß halten.

Bisher blieben wir ja verschont von der MSNBC-Heulsuse (ab 9.30, gutes Video über die Hintergründe) Ragel Maddow, die wegen der Kinder während der Sendung zu flennen angefangen hat. Die ist aber so ein Trumphasserin, dass sie für dieses Ziel zu jeder Verrenkung und Lüge bereit ist, um den los zu werden. Schließlich war sie bei dessen Wahl vollkommen traumatisiert (wie obiger Link)und auch den Tränen nahe. Bisher verdrückte nur Claus Kleber, das moralische Weichei, live ein paar Tränen.

Fassen wir zusammen: Sachliche Analyse und Hintergrundrecherche waren gestern. Heute geht es um Haltung, Gesinnung und Werte und das staatliche Fernsehen liefert die passenden Bilder für die Tränendrüsen und das entsprechende moralische Gesülze, um Fakten weitgehend auszublenden bzw. das gewünschte heraus zu sezieren.

Dass manche durch dieses Sperrfeuer schon ganz sulzig in der Birne geworden sieht, erkennt man daran, dass der Bruder einer Vermissten, wo ein Nordafrikaner in den Fokus gerückt ist, sich in seinem Aufruf zu Hinweisen gleich deutlich von jedem Rassismus distanziert hat. Wer in so einer Situation noch daran denkt, dem ist nicht mehr zu helfen.

(hier: auf „Deutsch“ und dann runterscrawlen)

Update: Das ganze Gedöns um „Kinder in Käfigen“ könnte auch damit zu tun haben, von bestimmten Machenschaften von Clinton & Co abzulenken, die jetzt bekannt geworden sind.    https://www.infowars.com/why-children-in-cages-hoax-is-a-big-distraction/   sowie  https://www.infowars.com/former-secret-service-agent-files-rico-suit-against-clintons-soros-podesta-brock/

 

 

7 Gedanken zu “das emotions-journal

  1. Die ganze Migrationskrise hat damit angefangen, dass Angela Merkel einem palästinischen Mädchen, das wegen einer medizinischen Behandlung und nicht wegen Flucht in Deutschland war, gesagt hat, dass nicht alle kommen können. Sie sagte zu dem Kind, „lass mich dich wenigstens mal streicheln“. Das wars. Nix streicheln. Schon mal von einem Fremden an deine voluminösen Negerlocken gefasst bekommen? Rassismus! Hier wird nicht gestreichelt! Hier wird die Nation beerdigt!

    Danke für die Referenz.

    Liken

  2. Nebenbei bin ich bei den Eliten ein bisschen pieselig, was die englische Aussprache angeht. Wie lange hat das Weichei in Washington gewohnt? Ich dachte, die sind uns allen so intellektuell überlegen.

    Liken

    1. Ich sag zu meiner Frau immer, man sollte ihm mal den Kopf gerade draufschrauben, dann würde er nicht so eine Scheiße labern. Aber wenn er immer so bedeutungsschwer seine Birne zur Seite legt, dann ist das sicher nicht von Dauer.

      Gefällt 2 Personen

  3. Also Infowars ist keine vertrauenswuerdige Quelle, wenn man nicht ausschliesslich zwischen den Zeilen liest. Man weiss nie ob die wieder mal eine genuin neue Verschwoerungstheorie zimmern, ob sie es tun um einen demokratischen Hoax zu kontern, oder ob es nur clickbait Verarsche ist. Ich finde Alex Jones trotzdem extrem unterhaltsam 🙂

    Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.