Die Solidarität steigt mit dem Druck.

Die politischen und zivilgesellschaftlichen Möchtegern-Eliten glauben, dass man die Bürger permanent zur Hilfe und Solidarität erziehen müsste. Wenn die Bürger ausreichend weichgeklopft sind, dann können auch dubiose Spendensammler ihren Reibach machen. Für diverse Projekte gibt es dann Preise und Berichte über das Engagement in der Bevölkerung. In einem Land wo die Hilfe für den Nächsten nicht mehr vom Clan oder wenigstens durch die Familie  bewerkstelligt wird, da braucht es natürlich auch freiwillige Hilfe über die eigenen Verwandtschaftsgrenzen hinaus oder der Staat übernimmt diese Aufgabe. Viele engagieren sich, weil sie durch ein Schicksal im engsten Umfeld betroffen sind oder waren und das für eine notwendige Sache halten. Gute Sache.

Nun hat aber der Staat und die Medien das Monopol darauf, wem besonders geholfen werden muss, bzw. mit wem man sich solidarisieren soll. Deshalb gibt es Preise für besonders engagierte Bürger im Bereich Sterbehilfe oder Behinderten-Betreuung, wenn, dann nur nach Jahren. Zwanzig Jahre einen Angehörigen betreuen findet höchstens noch bei der Rede am Grab Erwähnung. Allein die Helfer bei echten Katastrophen erfahren von allen Seiten Anerkennung.

Dafür gibt‘s für Flüchtlingshilfe, Kunstprojekte zu Lesben und Schwule oder den Brunnenbau in Afrika allein für schöne Worte oder blinden Aktionismus Auszeichnungen. Da kann man genügend Leute zusätzlich rekrutieren, die sonst nichts zuwege bringen und wenigstens hier eine Anerkennung finden können. Menschen sind eitle Faztken und gieren nach gesellschaftlicher Erhöhung , so dass das garantiert funktioniert

Nun ist unser Staat ja gerade dabei, jedes polit-inkorrekte Verhalten unter Strafe zu stellen, bzw. geschäftsschädigend einzugreifen, um den Rest der Bevölkerung angemessen zu erziehen, sich nicht mit diesen Schmuddelkindern abzugeben oder sich nicht mit den falschen Opfern zu solidarisieren.

Dass die sich darin ziemlich verschätzt haben, was Solidarität und Hilfsbereitschaft anbetrifft, nahm ihren Anfang, als die AfD im Aufsteigen war.

Der Bundestag hat eine Gesetzesänderung beschlossen, die die rechtspopulistische AfD in Finanznöte bringen könnte. Mit den Stimmen von Union und SPD legte das Parlament am Donnerstag fest, dass bei der staatlichen Teilfinanzierung von Parteien deren Einnahmen aus Unternehmertätigkeit nur noch in Höhe des positiven Saldos – also Überschusses – berücksichtigt werden.

Das sollte die AfD in Finanznöte bringen, vor allem, weil das Gesetz im Nachhinein und kurzfristig in deren Finanzierung eingegriffen hat, damit man sich sicher sein konnte, dass es der Partei das Genick brechen würde. Doch die hatten nicht damit gerechnet, dass innerhalb von drei Wochen die Bürger 2,1 Millionen Euro spendeten, um die Partei zu retten. Nun hätten die Initiatoren daraus lernen können, dass die Bürger bei „Einzelschicksalen“ noch eher zu Hilfe und Solidarität bereit sind, als bei anonymen Parteien. Nix gelernt.

Der nächste Schritt war der Versuch alternative Medien mundtot zu machen, indem man versuchte, deren Werbekunden dazu zu nötigen, dort keine Anzeigen mehr zu schalten, wie dies bei achgut der Fall war:

Ein Mitarbeiter der Werbeagentur  „Scholz & Friends“ hatte Ende vergangenen Jahres  versucht, die „Achse des Guten“ wirtschaftlich zu ruinieren. Methode: Denunziation bei Anzeigenkunden mit der Aktion „#keingeldfürrechts“. Wir schrieben damals:

„Seine „#keingeldfürrechts“-Aktion gegen die Achse des Guten und andere Webseiten vereinte auf idealtypische Weise seine verqueren politischen Ansichten und die Interessen seines Arbeitgebers“.

Hinter den Kulissen wurde gleichzeitig um einen millionenschweren Werbe-Etat des Bundesfamlienministeriums von Manuela Schwesig (SPD) gerungen, es ging um die Aktion „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“, über den Mitte Dezember 2016 entschieden werden sollte.

 

Scholz&Friends wurden mit dem staatlichen Auftrag belohnt, doch achgut hat sich so gewehrt, sodass man den Gesinnungswächter Hensel entlassen musste, weil er zu geschäftsschädigend für die Agentur wurde. Gleichzeitig konnte man nun Pate von achgut werden, wobei sich unter 500000 Lesern sicher genügend gefunden haben. Ich selbst bin seitdem auch Pate. Der Schuss ging also wieder nach hinten los.

Eine Stufe tiefer versucht man nun einzelne angebliche Volksverhetzer als Abschreckung mit drakonischen Strafen oder beruflicher Vernichtung zu belegen. Doch gerade hier zeigt sich die besondere Solidarität und Hilfe, denn das Einzelschicksal wirkt noch mehr motivierend. Spenden für Straftäter! Huch wie unmoralisch! Doch schon wenige Tage nach der Verurteilung einer Reinigungskraft zu über 1600.-€ Strafe für einen zwar derben, aber im Sinne der Meinungsfreiheit kaum zu beanstandenden Post, wurde jetzt ein Spendenkonto für sie eingerichtet. Da dürfte mehr als genug zusammenkommen.

Auch im Ausland regt sich Widerstand in diese Richtung. Ein schwedischer Dentalhygieniker deckte auf, dass 80% der angeblich minderjährigen Migranten mindestens 25 Jahre sein müssen und meldete dies den Behörden. Die bleiben untätig und er ging an die Öffentlichkeit und anstatt dankbar zu sein, verurteilte man ihn und fordert 45000.-€ Gerichtskosten von ihm, was sein Ruin bedeuten würde. Doch ein Spendenaufruf für ihn brachte über 60000.-€, sodass er nun vor den Europäischen Gerichtshof ziehen kann.

Ich denke, dass auch viele wohlhabende Unternehmer genug haben von den Zuständen sozialistischer Regulierung, sodass hier niemand im Regen stehen bleiben dürfte, dem Ähnliches passiert.

Nun muss natürlich der Staat wieder den nächsten Schritt machen, das zu unterbinden. Eine Möglichkeit wäre es, dass die Vorgänge die zu einer Entlassung oder Verurteilung eines Beamten führen unter das Beamtengeheimnis fallen, sodass die Veröffentlichung strafbar wird. Auch das Zitieren von vermeintlich volksverhetzenden Posts könnte verboten werden, weil dann niemand mehr beurteilen kann, ob der Post nicht doch nur aus Beleidigungen bestand und nicht nur aus einer Kritik mit derben Worten, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sein müsste.

Wie würde der Staat wohl reagieren, wenn sich ein „Verein zur Hilfe für politisch Verfolgte in Deutschland“ gründete? Der würde vom Gründungstag an vom Verfassungsschutz beobachtet, als von Rechtsextremen unterwandert gelten und die Medien würden vom neuerlichen Aufziehen des Nationalsozialismus phantasieren. Wer könnte da guten Gewissens ohne Nachteile zu erfahren, beitreten? Eine professionelle Hilfe wird es deshalb nicht geben.

Mit dem Datenschutz könnte man begründen, dass man keine Kontonummer eines Betroffenen mehr veröffentlichen darf, denn sie könnte ja missbraucht sein. Man wird vor angeblichen schwarzen Schafen warnen und die entsprechende Phantasiegeschichte dazu erfinden. Man wird das Bankgeheimnis brechen, um an die Daten der Spender zu kommen, sodass man sie wegen der Unterstützung von verurteilten Kriminellen rügen kann. Da werden viele nicht den Kopf frei haben, dass ich mein Geld verschenken kann, an wen ich will, sofern es keine kriminelle oder verbotene Vereinigung ist. Irgendwann wird man dann die Möglichkeit unterbinden, anonym in Bar am Bankschalter zu überweisen, mit der Begründung, man müsse die Geldwäsche bekämpfen.

Mit der Zeit wird sich der Strick so eng ziehen, dass der Staat nicht mehr als moralisches und demokratisches Vorbild oder Wohltäter wahrgenommen wird, sondern als des Bürgers größter Feind. Ein Feind von außen bringt aber die Bürger zu noch mehr Solidarität untereinander und man kann sicher sein, dass die immer noch etwas kreativer sind, als das der Staat wahrhaben will, damit die Hilfe auch an der richtigen Stelle ankommt.

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.

Dazu braucht man keinen Aufstand, Die Bürger müssen nur genügend Rückgrat zeigen, dass sie sich nicht verbieten lassen, was immer Konsens unter dem gemeinen Volk war. Die Solidarität mit dem Nächsten gegen die Herrschenden.

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6 Gedanken zu “Die Solidarität steigt mit dem Druck.

  1. Ich weiß noch, dass ich schon immer dachte, dass Deutschland nicht demokratisch ist. Nur früher war es egal, weil die Regierung nicht ganz so durchgedreht war. Ich wollte immer Gewaltenteilung, Säkularismus, Meinungsfreiheit, klarere Kompetenztrennung zwischen Bund und Ländern usw. Vor allem war mir das viele Rumdeligieren ein Dorn im Auge. Die Vorstellung, dass man die Landesregierung danach wählt welche Delegierten in den Bundesrat geschickt werden anstatt für die Landespolitik fand ich auch immer als undemokratisch. Aber wie aggressiv wieder gegen Andersdenkende vorgegangen wird, hätte ich NIE für möglich gehalten. Ich dachte, die Zeiten wären vorbei. Tja.

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  2. „Das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Vielfalt und die Freiheit der Kunst in Europa sind in Gefahr“, heißt es zu Beginn der am Wochenende auf change.org publizierten Petition, die von Erhard Grundl und Claudia Roth initiiert wurde, dem kulturpolitischen Sprecher der Bündnisgrünen und deren Sprecherin für auswärtige Kulturpolitik.

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/kunst-freiheit-in-europa-kerkeling-parzinger-und-waltz-unterzeichnen-petition-fuer-kunst-freiheit-in-europa/22806606.html

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  3. Gut, dass es diese Solidaritaet immer noch gibt. Die Leute die den Mut haben den Kopf raus zu strecken, muss man mit allen Mitteln schuetzen. Das geschieht noch viel zu selten. Aber das ist eine rein defensive Strategie, die, wie beschrieben, von den Regierungen und Juristen bekaempft wird. Ich frage mich wie viele Russen in den 20’ern des letzten Jahrhunderts dachten, dass sie nur durchhalten muessen, bis der Spuck vorueber ist. Die mussten dann noch ueber 70 Jahre warten und die meisten haben es nicht ueberlebt.

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